Ray Binder: Unterschied zwischen den Versionen

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Schon seit vielen Jahren  ist '''Reinhold (“Ray”) Binder''' als Gitarrist in Sachen Rock´n Roll und Rhythm & Blues in der Region unterwegs.  
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== Zur Person ==
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Reinhold "Ray" Binder ist ein Kasseler Rock- und Bluesmusiker. Er wurde am 4. November 1944 in Kassel im Hilfskrankenhaus in Wilhelmshöhe (heute eine Seniorenresidenz) geboren. Nach der Handelsschule und einer kaufmännischen Ausbildung beschloss er Musiker zu werden. Er ist Vater von drei Mädchen, Großvater von zwei Enkelkindern. Sein Neffe ist der bekannte Blues-Gitarrist Till Kersting.  
  
Lange zurück liegt inzwischen der ersten große Auftritt mit der Formation "Rolling Beats" bei der Kasseler Beat-Band-Battle-Night in 1964 in der [[Stadthalle Kassel]]. Und auch das Jubiläumskonzert zum 45-jährigen Bühnenjubiläum fand bereits am 18.8.06 im Löwenhof in [[Lohfelden]] bei [[Kassel]] statt.
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== Musikalischer Werdegang ==
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Eigentlich hatte er sich einen Chemiebaukasten gewünscht. Als der 15-jährige Reinhold Binder 1959 statt dessen aber eine Westerngitarre unterm Weihnachtsbaum  fand, war der musikalische Weg vorgezeichnet.
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Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte er zwei Jahre später im Herbst 1961 auf der Bühne der Kasseler Stadthalle. Es war ein Fest mehrerer Kasseler Schulen in der Stadthalle und der 16-Jährige spielte zur Western-Gitarre bekannte Schlager wie „Wasser ist zum Waschen da“ (Die drei Peheiros, 1956) und „Tom Dooley“ (Kingston Trio, 1958), begleitet von einem Mädchenchor.  
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In England hatten sich die noch unbekannten Silver Beatles gerade in Beatles umbenannt, die Rolling Stones sollten erst ein Jahre später gegründet werden. Schon bald nach dem Auftritt im Herbst 1961 gründete Binder, der die Handelsschule in Kassel besuchte und anschließend bei einem Autohaus seine kaufmännische Ausbildung absolvierte, seine erste Band, die New Beat Stompers. Unter Beat verstanden die sieben Musiker und das Publikum, das sie in Tanzlokalen wie dem „Lesch“, „Bei Jeanette“ und im Hofgeismarer „Hessischen Hof“ unterhielten, Dixieland und Instrumentalmusik im Stile der Shadows.
  
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== Schlüsselerlebnisse    ==
Artikel von Axel Schwarz in [[HNA]]-online vom 12.10.2009
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Die beiden entscheidenden Erlebnisse, die aus dem Autoverkäufer einen Vollblut-Rockmusiker machten, der fortan sein Leben nur noch der Musik widmete, passierten im Frühjahr 1964. Mit seiner Band Crossfire spielte Binder im Heringer Central Café (CC). In der Pause bat ihn ein Bekannter mit den Worten „so etwas hast du noch nie gehört“ zur Musikbox ins Nachbarlokal Grotte und drückte dort auf „I want to hold your hand“ von den Beatles. „Das war schon ein Schlüsselerlebnis“ sagt er, „und als mir kurze Zeit später eine Schulfreundin, die nach London gezogen war, die erste LP der Rolling Stones schickte, war mir klar: das war der Aufbruch in eine neue Zeit.“
== Ein Rocker zieht seine Bilanz ==
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Zirka 90 Konzerte gibt das nordhessische Blues- und Rock-Urgestein jährlich. Einen Knick machte die Karriere lediglich in den frühen 80er-Jahren. "Vor dem Hintergrund der Neuen Deutschen Welle war Blues- und Rockmusik einfach nicht angesagt", erinnert sich Binder in seiner Autobiografie  "Rock'n'Roll und Gänseblümchen, [[Wartberg-Verlag]] 2009
'''Ray Binder hat ein Buch über 50 Jahre Musikszene in Nordhessen geschrieben'''
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[[Hofgeismar]]/ [[Melsungen]]. Eigentlich hatte er sich einen Chemiebaukasten gewünscht. Als der 15-jährige Reinhold Binder 1959 statt dessen aber eine Westerngitarre unterm Weihnachtsbaum in Hofgeismar fand, war der musikalische Weg vorgezeichnet: Seit 50 Jahren ist Bluesrocker Ray Binder eine Institution auf den Bühnen und in der Musikerszene Nordhessens.
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== Musikhandel ==
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Von 1981 bis 1986 betrieb Ray Binder das Musikgeschäft "Ray's Music" an der Friedrich-Ebert-Straße. In dieser Zeit prodizierte er mit Pete Guckuck auch das Album der erfolgreichen KasseDanach zog es ihn wieder auf die Bühnen zurück. Ray Binder trat in fast allen europäischen Ländern und mit der Band Knife Edge auch in den USA auf.
An die 100 Konzerte gibt der 64-Jährige jedes Jahr. Da hat man eine Menge zu erzählen. Das tut der Melsunger jetzt in Buchform auf 80 Seiten: Der [[Wartberg-Verlag]] hat unter dem Titel "Rock'n'Roll und Gänseblümchen" Ray Binders Lebenserinnerungen herausgegeben. In 50 kurzen Kapiteln werden die 50 Musikerjahre des Urgesteins an der Gitarre ausgebreitet.
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Das Buch ist mehr als nur eine Rückschau auf ein Rockerleben geworden. Es bietet zugleich jede Menge nostalgischen Lesestoff für eine ganze Genereration von Musikfans, die in der wilden Beat-Epoche der Sechziger und frühen Siebziger durch Nordhessens Clubs gezogen sind, im Garagen-Übungsraum den Stones und den Beatles nacheiferten und denen im gesetzteren Alter das Herz aufgeht, wenn jemand im schummrigen Kneipenlicht die E-Gitarre einstöpselt und sich bei Lynyrd Skynyrds "Sweet Home Alabama" in ein Saiten-Solo hineinkniet.  
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'''Vergessene Namen'''<br/>
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== Bandnamen ==
Begonnen hatte alles in Szeneläden wie "Bei Jeannette" und dem Club 21 in Kassel, dem Fritzlarer "Klimperkasten" und dem "Grünen Baum" in Immenhausen - Namen, die heute fast in Vergessenheit geraten sind wie Binders bürgerlicher Vorname. Seit er als Jüngling auf dem Schulklavier "What'd I Say" von Ray Charles intonierte, hat er seinen Rock'n'Roll-Kampfnamen weg. Dass Binder außerdem den Beinamen "Swami Karmaleshwar" (Gott der Lotosblume) verpasst bekam, geht auf eine Indien-Reise in den späten Siebzigern zum spitituellen Lehrmeister Bhagwan Sri Rajneesh zurück.
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Bands, in denen Ray Binder spielte:
 
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The New Beat Stompers
Auch Nachdenkliches, ganz Privates und Berichte über Lebenskrisen finden sich zwischen all den Erzählungen aus der wilden Beat-Zeit, der Bluesrock-Szene und ihren Bands: The New Beat Stompers, The Chosen Few, Knife Edge und weitere frühere Binder-Formationen leben in dem 80-Seiten-Band wieder auf und geben Generationsgenossen Nahrung, sich an ihre eigenen wilden Zeiten zu erinnern.
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The Big Beat Stars
 
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Crossfire
'''Räucherstäbchen für Partys'''<br/>
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The Rolling Beats
Etwa an die späten Sechziger, als Räucherstäbchen für stilechte Flower-Power-Partys aus Frankfurt herangeschafft werden mussten, weil die damals laut Binder in Nordhessen nicht erhältlich waren. Oder an die Terroristen-Hysterie der Siebziger: Binder, Spross eines Hofgeismarer Autohauses und Motorsportler, war damals - wie Andreas Baader - in einem Porsche 911 unterwegs. Bei einer Polizeikontrolle fand sich der Rocker unversehens in Handschellen wieder, da man in Rays Gitarrenkoffer auf dem Notsitz Waffen vermutete.
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The Chosen Few
Viele Anekdoten der Art, Begegnungen mit Stars und Aktiven der Region ergeben eine Rückschau auf musikbegeisterte Jahre. Für viele Leser des Buchs wird es Anlass sein, in die eigene Biographie zurückzublicken. Autor Ray Binder ist immer noch in Sachen Rock und Blues unterwegs.
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Knife Edge
 
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Ray Binder: Rock'n'Roll und Gänseblümchen, [[Wartberg-Verlag]] 2009
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== Weblinks ==
 
== Weblinks ==
 
*[http://www.raybinder.de/ www.raybinder.de]
 
*[http://www.raybinder.de/ www.raybinder.de]
 
 
 
 
[[Kategorie: Kunst und Kultur]]
 
[[Kategorie: Kunst und Kultur]]
 
[[Kategorie: Person]]
 
[[Kategorie: Person]]
[[Kategorie: Landkreis Kassel]]
 
[[Kategorie: Schwalm-Eder-Kreis]]
 
[[Kategorie: Hofgeismar]]
 

Version vom 24. November 2011, 14:06 Uhr

Zur Person

Reinhold "Ray" Binder ist ein Kasseler Rock- und Bluesmusiker. Er wurde am 4. November 1944 in Kassel im Hilfskrankenhaus in Wilhelmshöhe (heute eine Seniorenresidenz) geboren. Nach der Handelsschule und einer kaufmännischen Ausbildung beschloss er Musiker zu werden. Er ist Vater von drei Mädchen, Großvater von zwei Enkelkindern. Sein Neffe ist der bekannte Blues-Gitarrist Till Kersting.

Musikalischer Werdegang

Eigentlich hatte er sich einen Chemiebaukasten gewünscht. Als der 15-jährige Reinhold Binder 1959 statt dessen aber eine Westerngitarre unterm Weihnachtsbaum fand, war der musikalische Weg vorgezeichnet. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte er zwei Jahre später im Herbst 1961 auf der Bühne der Kasseler Stadthalle. Es war ein Fest mehrerer Kasseler Schulen in der Stadthalle und der 16-Jährige spielte zur Western-Gitarre bekannte Schlager wie „Wasser ist zum Waschen da“ (Die drei Peheiros, 1956) und „Tom Dooley“ (Kingston Trio, 1958), begleitet von einem Mädchenchor. In England hatten sich die noch unbekannten Silver Beatles gerade in Beatles umbenannt, die Rolling Stones sollten erst ein Jahre später gegründet werden. Schon bald nach dem Auftritt im Herbst 1961 gründete Binder, der die Handelsschule in Kassel besuchte und anschließend bei einem Autohaus seine kaufmännische Ausbildung absolvierte, seine erste Band, die New Beat Stompers. Unter Beat verstanden die sieben Musiker und das Publikum, das sie in Tanzlokalen wie dem „Lesch“, „Bei Jeanette“ und im Hofgeismarer „Hessischen Hof“ unterhielten, Dixieland und Instrumentalmusik im Stile der Shadows.

Schlüsselerlebnisse

Die beiden entscheidenden Erlebnisse, die aus dem Autoverkäufer einen Vollblut-Rockmusiker machten, der fortan sein Leben nur noch der Musik widmete, passierten im Frühjahr 1964. Mit seiner Band Crossfire spielte Binder im Heringer Central Café (CC). In der Pause bat ihn ein Bekannter mit den Worten „so etwas hast du noch nie gehört“ zur Musikbox ins Nachbarlokal Grotte und drückte dort auf „I want to hold your hand“ von den Beatles. „Das war schon ein Schlüsselerlebnis“ sagt er, „und als mir kurze Zeit später eine Schulfreundin, die nach London gezogen war, die erste LP der Rolling Stones schickte, war mir klar: das war der Aufbruch in eine neue Zeit.“ Zirka 90 Konzerte gibt das nordhessische Blues- und Rock-Urgestein jährlich. Einen Knick machte die Karriere lediglich in den frühen 80er-Jahren. "Vor dem Hintergrund der Neuen Deutschen Welle war Blues- und Rockmusik einfach nicht angesagt", erinnert sich Binder in seiner Autobiografie "Rock'n'Roll und Gänseblümchen, Wartberg-Verlag 2009 </div>

Musikhandel

Von 1981 bis 1986 betrieb Ray Binder das Musikgeschäft "Ray's Music" an der Friedrich-Ebert-Straße. In dieser Zeit prodizierte er mit Pete Guckuck auch das Album der erfolgreichen KasseDanach zog es ihn wieder auf die Bühnen zurück. Ray Binder trat in fast allen europäischen Ländern und mit der Band Knife Edge auch in den USA auf.

Bandnamen

Bands, in denen Ray Binder spielte: The New Beat Stompers The Big Beat Stars Crossfire The Rolling Beats The Chosen Few Knife Edge

Weblinks