Quellenmuseum Bad Wildungen: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Alte Apotheke im Quellenmuseum: Mit Drachenblut, Sarglack und Tripperspritzen'''
 
'''Alte Apotheke im Quellenmuseum: Mit Drachenblut, Sarglack und Tripperspritzen'''
  
Im neuen Quellenmuseum in der Wandelhalle wurde eine alte Bad Wildunger Apotheke fertig eingerichtet. Gemeinsam mit Museumschef Dr. Volker Brendow haben Rosemarie Fischer und Jürgen Arnold antike Apothekerschränkchen und –borde mit allerhand Tiegeln, Dosen, Flaschen und Töpfen bestückt.
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Im neuen Quellenmuseum in der [[Wandelhalle Bad Wildungen|Wandelhalle]] wurde eine alte Bad Wildunger Apotheke fertig eingerichtet. Gemeinsam mit Museumschef Dr. Volker Brendow haben Rosemarie Fischer und Jürgen Arnold antike Apothekerschränkchen und –borde mit allerhand Tiegeln, Dosen, Flaschen und Töpfen bestückt.
  
 
An den Beschriftungen der Behältnisse ist zu lesen, was einst darin enthalten war: zum Beispiel alle Arten von Heilkräutern, aber auch Ungeziefersalbe, Drachenblut, Spiritus-Sarglack und schwarzes oder rotes Zahnpulver. Fast alle diese Exponate stammen aus der ehemaligen Altstadt Apotheke (später Drogerie Heger) am Marktplatz. Peter Göbel, der Schwiegersohn des Drogisten Heger hat die wertvollen alten Utensilien dem Museum in [[Bad Wildungen]] gestiftet.  
 
An den Beschriftungen der Behältnisse ist zu lesen, was einst darin enthalten war: zum Beispiel alle Arten von Heilkräutern, aber auch Ungeziefersalbe, Drachenblut, Spiritus-Sarglack und schwarzes oder rotes Zahnpulver. Fast alle diese Exponate stammen aus der ehemaligen Altstadt Apotheke (später Drogerie Heger) am Marktplatz. Peter Göbel, der Schwiegersohn des Drogisten Heger hat die wertvollen alten Utensilien dem Museum in [[Bad Wildungen]] gestiftet.  

Version vom 2. Januar 2008, 19:29 Uhr

Das Museum

Was wird gezeigt?

Ausstellungen

Aus der Alchemisten-Küche

Alte Apotheke im Quellenmuseum: Mit Drachenblut, Sarglack und Tripperspritzen

Im neuen Quellenmuseum in der Wandelhalle wurde eine alte Bad Wildunger Apotheke fertig eingerichtet. Gemeinsam mit Museumschef Dr. Volker Brendow haben Rosemarie Fischer und Jürgen Arnold antike Apothekerschränkchen und –borde mit allerhand Tiegeln, Dosen, Flaschen und Töpfen bestückt.

An den Beschriftungen der Behältnisse ist zu lesen, was einst darin enthalten war: zum Beispiel alle Arten von Heilkräutern, aber auch Ungeziefersalbe, Drachenblut, Spiritus-Sarglack und schwarzes oder rotes Zahnpulver. Fast alle diese Exponate stammen aus der ehemaligen Altstadt Apotheke (später Drogerie Heger) am Marktplatz. Peter Göbel, der Schwiegersohn des Drogisten Heger hat die wertvollen alten Utensilien dem Museum in Bad Wildungen gestiftet.

An Verkaufs-Inseraten der einst führenden Bad Wildunger Apotheker Lois Ahrend und Dr. Allendorf ist auch zu erkennen, dass sich deren Unternehmen während des 19. Jahrhunderts immer mehr von etwas altertümlich anmutenden Alchimisten-Küchen in Medizin-Geräte-Händler verwandelten. Man musste sich auf einen neuen Kundenkreis einstellen. In das damalige „Weltbad“ Wildungen kamen nicht die Großen des europäischen Hochadels – die kurten lieber in Baden Baden oder in Bad Homburg. Gerne kamen aber russische Fürsten und Großfürsten, um hier nach einem Winteraufenthalt im „sündigen“ Paris gerne eine Zwischenstation einlegten. „Oft, um ihren Tripper auszuheilen“, so weiß Museumschef Brendow. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Bad Wildunger Apotheker ganze Arsenale von „Tripperspritzen“ in verschiedenen Ausführungen feilboten – viele davon sind im Quellenmuseum zu sehen. Alte Bad Wildunger haben berichtet, dass die russischen Fürsten - „um nicht an Entziehungserscheinungen zu leiden“ - manchmal ganze Rudel junger Französinnen aus Paris mitbrachten. Klar, dass deshalb die Wildunger Apotheken – auch im Quellenmuseum anzuschauen – Werbung betrieben für „Preservativs Nr. 390, rund, rot, nahtlos gerollt aus bestem Samtgummi, Pariser Fabrikat, das Dutzend für 2 Mark“.

Adresse und Öffnungszeiten

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