Quellenmuseum Bad Wildungen: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Quellenmuseum Bad Wildungen''' in der Wandelhalle im Kurpark erinnert an die Geschichte der Badestadt [[Bad Wildungen]].
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== Das Museum ==
 
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Was wird gezeigt?
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[[Bild: kaiserhof.jpg|thumb|right|250px|Das [[Kaiserhof|"Hotel Kaiserhof"]] in den 1950er-Jahren]]
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Das ehemalige ''Kurmuseum'' in [[Bad Wildungen]] ist seit [[2006]] in der Wandelhalle im Kurpark untergebracht.
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Das Museum zeigt die Geschichte der Bad Wildunger Heilquellen, aber auch ihre Anwendungen und Wirkungsweisen. Gezeigt wird weiterhin, wie sich das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in der Kur- und Badestadt über die Jahrhunderte verändert hat.
  
 
=== Ausstellungen ===
 
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''Aus der Alchemisten-Küche''
 
''Aus der Alchemisten-Küche''
  
 
'''Alte Apotheke im Quellenmuseum: Mit Drachenblut, Sarglack und Tripperspritzen'''
 
'''Alte Apotheke im Quellenmuseum: Mit Drachenblut, Sarglack und Tripperspritzen'''
  
Im neuen Quellenmuseum in der Wandelhalle wurde eine alte Bad Wildunger Apotheke fertig eingerichtet. Gemeinsam mit Museumschef Dr. Volker Brendow haben Rosemarie Fischer und Jürgen Arnold antike Apothekerschränkchen und –borde mit allerhand Tiegeln, Dosen, Flaschen und Töpfen bestückt.
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Im neuen Quellenmuseum in der [[Wandelhalle Bad Wildungen|Wandelhalle]] wurde eine alte Bad Wildunger Apotheke fertig eingerichtet. Gemeinsam mit Museumschef Dr. Volker Brendow haben Rosemarie Fischer und Jürgen Arnold antike Apothekerschränkchen und –borde mit allerhand Tiegeln, Dosen, Flaschen und Töpfen bestückt.
  
 
An den Beschriftungen der Behältnisse ist zu lesen, was einst darin enthalten war: zum Beispiel alle Arten von Heilkräutern, aber auch Ungeziefersalbe, Drachenblut, Spiritus-Sarglack und schwarzes oder rotes Zahnpulver. Fast alle diese Exponate stammen aus der ehemaligen Altstadt Apotheke (später Drogerie Heger) am Marktplatz. Peter Göbel, der Schwiegersohn des Drogisten Heger hat die wertvollen alten Utensilien dem Museum in [[Bad Wildungen]] gestiftet.  
 
An den Beschriftungen der Behältnisse ist zu lesen, was einst darin enthalten war: zum Beispiel alle Arten von Heilkräutern, aber auch Ungeziefersalbe, Drachenblut, Spiritus-Sarglack und schwarzes oder rotes Zahnpulver. Fast alle diese Exponate stammen aus der ehemaligen Altstadt Apotheke (später Drogerie Heger) am Marktplatz. Peter Göbel, der Schwiegersohn des Drogisten Heger hat die wertvollen alten Utensilien dem Museum in [[Bad Wildungen]] gestiftet.  
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An Verkaufs-Inseraten der einst führenden Bad Wildunger Apotheker Lois Ahrend und Dr. Allendorf ist auch zu erkennen, dass sich deren Unternehmen während des 19. Jahrhunderts immer mehr von etwas altertümlich anmutenden Alchimisten-Küchen in Medizin-Geräte-Händler verwandelten. Man musste sich auf einen neuen Kundenkreis einstellen. In das damalige „Weltbad“ Wildungen kamen nicht die Großen des europäischen Hochadels – die kurten lieber in Baden Baden oder in Bad Homburg. Gerne kamen aber russische Fürsten und Großfürsten, um hier nach einem Winteraufenthalt im „sündigen“ Paris gerne eine Zwischenstation einlegten. „Oft, um ihren Tripper auszuheilen“, so weiß Museumschef Brendow. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Bad Wildunger Apotheker ganze Arsenale von „Tripperspritzen“ in verschiedenen Ausführungen feilboten – viele davon sind im Quellenmuseum zu sehen. Alte Bad Wildunger haben berichtet, dass die russischen Fürsten - „um nicht an Entziehungserscheinungen zu leiden“ - manchmal ganze Rudel junger Französinnen aus Paris mitbrachten. Klar, dass deshalb die Wildunger Apotheken – auch im Quellenmuseum anzuschauen – Werbung betrieben für „Preservativs Nr. 390, rund, rot, nahtlos gerollt aus bestem Samtgummi, Pariser Fabrikat, das Dutzend für 2 Mark“.
 
An Verkaufs-Inseraten der einst führenden Bad Wildunger Apotheker Lois Ahrend und Dr. Allendorf ist auch zu erkennen, dass sich deren Unternehmen während des 19. Jahrhunderts immer mehr von etwas altertümlich anmutenden Alchimisten-Küchen in Medizin-Geräte-Händler verwandelten. Man musste sich auf einen neuen Kundenkreis einstellen. In das damalige „Weltbad“ Wildungen kamen nicht die Großen des europäischen Hochadels – die kurten lieber in Baden Baden oder in Bad Homburg. Gerne kamen aber russische Fürsten und Großfürsten, um hier nach einem Winteraufenthalt im „sündigen“ Paris gerne eine Zwischenstation einlegten. „Oft, um ihren Tripper auszuheilen“, so weiß Museumschef Brendow. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Bad Wildunger Apotheker ganze Arsenale von „Tripperspritzen“ in verschiedenen Ausführungen feilboten – viele davon sind im Quellenmuseum zu sehen. Alte Bad Wildunger haben berichtet, dass die russischen Fürsten - „um nicht an Entziehungserscheinungen zu leiden“ - manchmal ganze Rudel junger Französinnen aus Paris mitbrachten. Klar, dass deshalb die Wildunger Apotheken – auch im Quellenmuseum anzuschauen – Werbung betrieben für „Preservativs Nr. 390, rund, rot, nahtlos gerollt aus bestem Samtgummi, Pariser Fabrikat, das Dutzend für 2 Mark“.
  
=== Adresse und Öffnungszeiten ===
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== siehe auch ==
 
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* [[Kurmuseum Bad Wildungen]]
 
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== Links ==
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== Weblinks ==
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* [http://museen-in-hessen.de/museum/?id=309 Informationen auf http://museen-in-hessen.de]
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* [http://www.bad-wildungen.de/museen/quellenmuseum.htm Informationen auf www.bad-wildungen.de]
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* [http://www.bad-wildungen.de Offizielle Webseite der Stadt Bad Wildungen]
  
  
  
  
[[Kategorie: Waldeck-Frankenberg]] [[Kategorie: Museen]]
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[[Kategorie: Waldeck-Frankenberg]]  
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[[Kategorie: Museen]]
 
[[Kategorie: Bad Wildungen]]
 
[[Kategorie: Bad Wildungen]]
 
[[Kategorie: Gebäude in Bad Wildungen]]
 
[[Kategorie: Gebäude in Bad Wildungen]]
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[[Kategorie: Heilquellen in Bad Wildungen]]

Aktuelle Version vom 2. Oktober 2011, 18:56 Uhr

Das Quellenmuseum Bad Wildungen in der Wandelhalle im Kurpark erinnert an die Geschichte der Badestadt Bad Wildungen.

Das Museum

Das "Hotel Kaiserhof" in den 1950er-Jahren

Das ehemalige Kurmuseum in Bad Wildungen ist seit 2006 in der Wandelhalle im Kurpark untergebracht.

Was wird gezeigt ?

Das Museum zeigt die Geschichte der Bad Wildunger Heilquellen, aber auch ihre Anwendungen und Wirkungsweisen. Gezeigt wird weiterhin, wie sich das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in der Kur- und Badestadt über die Jahrhunderte verändert hat.

Ausstellungen

Aus der Alchemisten-Küche

Alte Apotheke im Quellenmuseum: Mit Drachenblut, Sarglack und Tripperspritzen

Im neuen Quellenmuseum in der Wandelhalle wurde eine alte Bad Wildunger Apotheke fertig eingerichtet. Gemeinsam mit Museumschef Dr. Volker Brendow haben Rosemarie Fischer und Jürgen Arnold antike Apothekerschränkchen und –borde mit allerhand Tiegeln, Dosen, Flaschen und Töpfen bestückt.

An den Beschriftungen der Behältnisse ist zu lesen, was einst darin enthalten war: zum Beispiel alle Arten von Heilkräutern, aber auch Ungeziefersalbe, Drachenblut, Spiritus-Sarglack und schwarzes oder rotes Zahnpulver. Fast alle diese Exponate stammen aus der ehemaligen Altstadt Apotheke (später Drogerie Heger) am Marktplatz. Peter Göbel, der Schwiegersohn des Drogisten Heger hat die wertvollen alten Utensilien dem Museum in Bad Wildungen gestiftet.

An Verkaufs-Inseraten der einst führenden Bad Wildunger Apotheker Lois Ahrend und Dr. Allendorf ist auch zu erkennen, dass sich deren Unternehmen während des 19. Jahrhunderts immer mehr von etwas altertümlich anmutenden Alchimisten-Küchen in Medizin-Geräte-Händler verwandelten. Man musste sich auf einen neuen Kundenkreis einstellen. In das damalige „Weltbad“ Wildungen kamen nicht die Großen des europäischen Hochadels – die kurten lieber in Baden Baden oder in Bad Homburg. Gerne kamen aber russische Fürsten und Großfürsten, um hier nach einem Winteraufenthalt im „sündigen“ Paris gerne eine Zwischenstation einlegten. „Oft, um ihren Tripper auszuheilen“, so weiß Museumschef Brendow. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Bad Wildunger Apotheker ganze Arsenale von „Tripperspritzen“ in verschiedenen Ausführungen feilboten – viele davon sind im Quellenmuseum zu sehen. Alte Bad Wildunger haben berichtet, dass die russischen Fürsten - „um nicht an Entziehungserscheinungen zu leiden“ - manchmal ganze Rudel junger Französinnen aus Paris mitbrachten. Klar, dass deshalb die Wildunger Apotheken – auch im Quellenmuseum anzuschauen – Werbung betrieben für „Preservativs Nr. 390, rund, rot, nahtlos gerollt aus bestem Samtgummi, Pariser Fabrikat, das Dutzend für 2 Mark“.

siehe auch

Weblinks