Pvunzel: Unterschied zwischen den Versionen

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''Ältester Kasseler Stammtisch feierte 2004 sein 120-jähriges Bestehen''
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Nimmt man die überlieferten Konterfeis der Altvorderen für bare Münze, muss es sich um wahre Typen gehandelt haben. Witz und Ironie führten wohl bei manchem der damaligen Zeichner zu liebenswerten Verzerrungen. Sie alle einte das gemeinsame Vergnügen, sich wöchentlich am Stammtisch zu treffen. Als Symbol ihrer geselligen Runde stand eine verbeulte altertümliche Lampe in ihrer Mitte. Nach diesem Gerät nannte sich der Stammtisch auch - Pvunzel.
 
Nimmt man die überlieferten Konterfeis der Altvorderen für bare Münze, muss es sich um wahre Typen gehandelt haben. Witz und Ironie führten wohl bei manchem der damaligen Zeichner zu liebenswerten Verzerrungen. Sie alle einte das gemeinsame Vergnügen, sich wöchentlich am Stammtisch zu treffen. Als Symbol ihrer geselligen Runde stand eine verbeulte altertümliche Lampe in ihrer Mitte. Nach diesem Gerät nannte sich der Stammtisch auch - Pvunzel.
  
Das ist jetzt über 120 Jahre her, und noch immer dominiert die kuriose Leuchte diese Gemeinschaft. Denn der Pvunzel-Stammtisch hat die Zeiten überdauert und ist heute noch ebenso lebendig wie einst. Jeden Dienstagabend hockten die Stammtischbrüder im [[Ratskeller]] rund um den Tisch. Neben der Freude an Geselligkeit verbindet sie vor allem die Liebe zu Kassel und zur hessischen Heimat. Das bedeutet jedoch keinesfalls ein gefühlsduseliges Schwelgen in der Vergangenheit. Die Weltlage und lokale Tagespolitik haben ebenso ihren Platz wie Literatur, Kunst und Historie.
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Das ist jetzt über 120 Jahre her, und noch immer dominiert die kuriose Leuchte diese Gemeinschaft. Denn der Pvunzel-Stammtisch hat die Zeiten überdauert und ist heute noch ebenso lebendig wie einst. Jeden Dienstagabend hockten die Stammtischbrüder im [[Ratskeller]] rund um den Tisch. Neben der Freude an Geselligkeit verbindet sie vor allem die Liebe zu [[Kassel]] und zur hessischen Heimat. Das bedeutet jedoch keinesfalls ein gefühlsduseliges Schwelgen in der Vergangenheit. Die Weltlage und lokale Tagespolitik haben ebenso ihren Platz wie Literatur, Kunst und Historie.
  
 
Schaut der Besucher sich in der Runde um, spürt er rasch, woher der Wind weht. Kulturelles, gar künstlerisches Interesse und Engagement sind für alle kein Fremdwort. Doch auch schräger Humor, Spott und Satire gehören zur Pvunzel, wie ein Blick in die Stammtischalben beweist. Die dicken ledergebundenen Folianten enthalten eine Fülle von Karikaturen sowie Gedichte, Lieder, Festzeitungen zu Pvunzel-Jubiläen. Da treten dann dem neugierigen Betrachter unserer Tage die Künstler, Professoren, Handwerker und Unternehmer aus vergangenen Zeiten entgegen. Ein buntes Völkchen allemal. Und damals stadtbekannt dazu.
 
Schaut der Besucher sich in der Runde um, spürt er rasch, woher der Wind weht. Kulturelles, gar künstlerisches Interesse und Engagement sind für alle kein Fremdwort. Doch auch schräger Humor, Spott und Satire gehören zur Pvunzel, wie ein Blick in die Stammtischalben beweist. Die dicken ledergebundenen Folianten enthalten eine Fülle von Karikaturen sowie Gedichte, Lieder, Festzeitungen zu Pvunzel-Jubiläen. Da treten dann dem neugierigen Betrachter unserer Tage die Künstler, Professoren, Handwerker und Unternehmer aus vergangenen Zeiten entgegen. Ein buntes Völkchen allemal. Und damals stadtbekannt dazu.
  
 
Das berüchtigte Stammtischniveau ist Pvunzel-Leuten fremd. Doch ernsthafte Gespräche schließen nicht aus, dass rings um die Pvunzel auf dem Tisch der schräge Humor durchaus gepflegt wird. Auch nach der Feier des 120-jährigen Bestehens funzelt die Pvunzel unverdrossen weiter.
 
Das berüchtigte Stammtischniveau ist Pvunzel-Leuten fremd. Doch ernsthafte Gespräche schließen nicht aus, dass rings um die Pvunzel auf dem Tisch der schräge Humor durchaus gepflegt wird. Auch nach der Feier des 120-jährigen Bestehens funzelt die Pvunzel unverdrossen weiter.
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[[Kategorie:Stadt Kassel]]

Version vom 28. September 2006, 02:38 Uhr

Ältester Kasseler Stammtisch feierte 2004 sein 120-jähriges Bestehen

Nimmt man die überlieferten Konterfeis der Altvorderen für bare Münze, muss es sich um wahre Typen gehandelt haben. Witz und Ironie führten wohl bei manchem der damaligen Zeichner zu liebenswerten Verzerrungen. Sie alle einte das gemeinsame Vergnügen, sich wöchentlich am Stammtisch zu treffen. Als Symbol ihrer geselligen Runde stand eine verbeulte altertümliche Lampe in ihrer Mitte. Nach diesem Gerät nannte sich der Stammtisch auch - Pvunzel.

Das ist jetzt über 120 Jahre her, und noch immer dominiert die kuriose Leuchte diese Gemeinschaft. Denn der Pvunzel-Stammtisch hat die Zeiten überdauert und ist heute noch ebenso lebendig wie einst. Jeden Dienstagabend hockten die Stammtischbrüder im Ratskeller rund um den Tisch. Neben der Freude an Geselligkeit verbindet sie vor allem die Liebe zu Kassel und zur hessischen Heimat. Das bedeutet jedoch keinesfalls ein gefühlsduseliges Schwelgen in der Vergangenheit. Die Weltlage und lokale Tagespolitik haben ebenso ihren Platz wie Literatur, Kunst und Historie.

Schaut der Besucher sich in der Runde um, spürt er rasch, woher der Wind weht. Kulturelles, gar künstlerisches Interesse und Engagement sind für alle kein Fremdwort. Doch auch schräger Humor, Spott und Satire gehören zur Pvunzel, wie ein Blick in die Stammtischalben beweist. Die dicken ledergebundenen Folianten enthalten eine Fülle von Karikaturen sowie Gedichte, Lieder, Festzeitungen zu Pvunzel-Jubiläen. Da treten dann dem neugierigen Betrachter unserer Tage die Künstler, Professoren, Handwerker und Unternehmer aus vergangenen Zeiten entgegen. Ein buntes Völkchen allemal. Und damals stadtbekannt dazu.

Das berüchtigte Stammtischniveau ist Pvunzel-Leuten fremd. Doch ernsthafte Gespräche schließen nicht aus, dass rings um die Pvunzel auf dem Tisch der schräge Humor durchaus gepflegt wird. Auch nach der Feier des 120-jährigen Bestehens funzelt die Pvunzel unverdrossen weiter.