Philippinenburg: Unterschied zwischen den Versionen

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'''[[Philippinenburg]]''' ist ein Stadtteil von [[Wolfhagen]]. Der Ort entstand - wie [[Philippinenthal]] - ab [[1778]] unter der Herrschaft von [[Landgraf Friedrich II.]].
 
'''[[Philippinenburg]]''' ist ein Stadtteil von [[Wolfhagen]]. Der Ort entstand - wie [[Philippinenthal]] - ab [[1778]] unter der Herrschaft von [[Landgraf Friedrich II.]].
 
Philippinenburg entstand auf der alten Wüstungsfläche des ehemaligen Dorfs ''Hildegersen'', Philippinenthal wurde auf der Fläche des früheren Dorfes ''Oedelsen'' angelegt. Die zur Stadt Wolfhagen gehörenden Orte Philippinenburg sowie Philippinenthal,gemeinsam allgemein nur die Kolonie genannt, haben zusammen 182 Einwohner (Stand: Oktober 2011). Nicht ganz ein Drittel davon, etwa 50, leben in Philippinenthal,der Rest in Philippinenburg.
 
Philippinenburg entstand auf der alten Wüstungsfläche des ehemaligen Dorfs ''Hildegersen'', Philippinenthal wurde auf der Fläche des früheren Dorfes ''Oedelsen'' angelegt. Die zur Stadt Wolfhagen gehörenden Orte Philippinenburg sowie Philippinenthal,gemeinsam allgemein nur die Kolonie genannt, haben zusammen 182 Einwohner (Stand: Oktober 2011). Nicht ganz ein Drittel davon, etwa 50, leben in Philippinenthal,der Rest in Philippinenburg.
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In den beiden nur noch im Nebenerwerb landwirtschaftlich strukturierten Dörfern gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel,Back-, Fleisch- und Wurstwaren. Gastronomische Betriebe
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existieren ebenfalls nicht. Dafür gibt es einen Friseurladen sowie ein Unternehmen für technische Geräte und eines,das sich auf die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte (Kartoffeln) spezialisiert hat.
  
 
== Geschichte ==
 
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Die neuen Siedler wurden begünstigt durch eine mehrjährige Befreiung von Steuern und Kriegsdienst und wurden außerdem mit Startkapital zum Hausbau und für die Anschaffung von Vieh ausgestattet. Allerdings mussten die Siedler Kenntnisse in der Landwirtschaft vorweisen und einen guten Leumund nachweisen. So entstanden bei [[Wolfhagen]] die drei „Philippinen-Kolonien“, benannt nach der zweiten Frau des Landgrafen, [[Philippine von Brandenburg-Schwedt]]. Obwohl es natürlich auch schwarze Schafe gab, die - wie es in der Chronik heißt - vorher ein Luderleben geführt und ihr Vermögen verprasst hatten und auch nicht mit Grund und Boden umzugehen wussten, lässt sich feststellen, dass aus dieser Kolonistenmischung ein zukunftsfähiges Gemeinwesen entstanden ist.
 
Die neuen Siedler wurden begünstigt durch eine mehrjährige Befreiung von Steuern und Kriegsdienst und wurden außerdem mit Startkapital zum Hausbau und für die Anschaffung von Vieh ausgestattet. Allerdings mussten die Siedler Kenntnisse in der Landwirtschaft vorweisen und einen guten Leumund nachweisen. So entstanden bei [[Wolfhagen]] die drei „Philippinen-Kolonien“, benannt nach der zweiten Frau des Landgrafen, [[Philippine von Brandenburg-Schwedt]]. Obwohl es natürlich auch schwarze Schafe gab, die - wie es in der Chronik heißt - vorher ein Luderleben geführt und ihr Vermögen verprasst hatten und auch nicht mit Grund und Boden umzugehen wussten, lässt sich feststellen, dass aus dieser Kolonistenmischung ein zukunftsfähiges Gemeinwesen entstanden ist.
  
 
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==Fränkische Häuser==
 
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Beim Aussehen orientierte man sich vornehmlich am fränkischen Haustyp, wie er in der Wolfhager Gegend bereits in der Hugenottensiedlung Leckringhausen erprobt war.Es gibt heute in Philippinenburg und Philippinenthal (und auch in Philippinendorf)kein Haus mehr, das exakt noch so aussieht, wie bei der Gründung der Wolfhager Kolonien vor 233 Jahren. Alle damals errichteten Häuser glichen sich und waren so geplant, dass jeweils nur entlang einer Straßenseite gebaut wurde. Zwischen den einzelnen Häusern betrug der Abstand etwa 21 Meter.
Einer der Hauptgründe für das Ende der Dörfer Gasterfeld, Hildegersen und Oedelsen war die Neugründung der Stadt [[Wolfhagen]]. Die Wolfhager Bevölkerung stammte zunächst überwiegend aus den umliegenden Dörfern, deren Menschen in die neugegründete Stadt abwanderten. Auch der [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährige Krieg]] hatte noch einmal kurz vor der Gründung der drei Kolonien zu weiteren Bevölkerungsverlusten geführt, so dass die damalige Fläche der heutigen Gemarkungen Philippinendorf, – thal und –burg fast nur noch brach lag. Solche Brachflächen ließ [[Landgraf Friedrich II.]] erfassen, um sie neu zu besiedeln.  
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Die Gebäudetiefe betrug 13, die Breite 18 Meter. Die Gründung der Kolonie belegt ein Mauerstein mit der Jahreszahl 1778, der heute über dem Scheunentor von Ortsvorsteher Horst Pflüger eingemauert ist.
 
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Die neuen Siedler wurden begünstigt durch eine mehrjährige Befreiung von Steuern und Kriegsdienst und wurden außerdem mit Startkapital zum Hausbau und für die Anschaffung von Vieh ausgestattet. Allerdings mussten die Siedler Kenntnisse in der Landwirtschaft vorweisen und einen guten Leumund nachweisen. So entstanden bei [[Wolfhagen]] die drei „Philippinen-Kolonien“, benannt nach der zweiten Frau des Landgrafen, [[Philippine von Brandenburg-Schwedt]]. Obwohl es natürlich auch schwarze Schafe gab, die - wie es in der Chronik heißt - vorher ein Luderleben geführt und ihr Vermögen verprasst hatten und auch nicht mit Grund und Boden umzugehen wussten, lässt sich feststellen, dass aus dieser Kolonistenmischung ein zukunftsfähiges Gemeinwesen entstanden ist.
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== Vereine ==
 
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Das rege sportliche, kulturelle und gesellschaftspolitische Leben im Ort prägen neben einer intakten und harmonischen Dorfgemeinschaft die 1982 gegründete Tauziehgruppe und die 1971 aus der Taufe gehobene und zur Wolfhager Wehr gehörende Löschgruppe der Feuerwehr, die mit einem Jahr Verspätung 2012 ihr 40-jähriges Bestehen feiern wird, außerdem die Helfenberg-Musikanten
 
Das rege sportliche, kulturelle und gesellschaftspolitische Leben im Ort prägen neben einer intakten und harmonischen Dorfgemeinschaft die 1982 gegründete Tauziehgruppe und die 1971 aus der Taufe gehobene und zur Wolfhager Wehr gehörende Löschgruppe der Feuerwehr, die mit einem Jahr Verspätung 2012 ihr 40-jähriges Bestehen feiern wird, außerdem die Helfenberg-Musikanten
 
und die Jagdgenossenschaft.
 
und die Jagdgenossenschaft.
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===Die starken Männer der Kolonie===
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Begonnen hatte alles bei der Tauziehgruppe Philippinenburg und -thal am 8. Mai 1982 mit der Teilnahme an einem Tauzieh-Hobbyturnier in Balhorn. Von da an waren die Kolonisten unheilbar
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vom Virus Tauziehen befallen. Sie wollten diese frühere olympische Sportart nicht nur aus Spaß betreiben, sondern sich in offiziellen Wettkämpfen messen. Deshalb hob man noch im gleichen Jahr einen Verein aus der Taufe. 2012 feiert der Verein sein 30-jähriges Bestehen mit der
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Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft auf dem neuen Multifunktionsplatz.Seit Bestehen führt Herbert Döhne den Verein. Die „starken Männer von der Kolonie“ – inzwischen stehen aber auch Frauen in den verschiedenen Wettkampfmannschaften (600, 640, 680 und 720 Kilogramm) zusammen
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mit ihren männlichen Teamkameraden ihren Mann am Seil – zogen sich schnell in die Ligaspitzen. Die bisherige Erfolgsbilanz ist rekordverdächtig:Zwei Mal Deutscher Meister, drei Mal nationaler Vizemeister sowie über 70 Titelgewinne bei den Landes- und länderübergreifenden Ligameisterschaften.
  
 
* [http://www.florian-wolfhagen.de/index.php?navID=34 Freiwillige Feuerwehr Philippinenburg]  
 
* [http://www.florian-wolfhagen.de/index.php?navID=34 Freiwillige Feuerwehr Philippinenburg]  

Version vom 7. November 2011, 12:45 Uhr

Philippinenburg ist ein Stadtteil von Wolfhagen. Der Ort entstand - wie Philippinenthal - ab 1778 unter der Herrschaft von Landgraf Friedrich II.. Philippinenburg entstand auf der alten Wüstungsfläche des ehemaligen Dorfs Hildegersen, Philippinenthal wurde auf der Fläche des früheren Dorfes Oedelsen angelegt. Die zur Stadt Wolfhagen gehörenden Orte Philippinenburg sowie Philippinenthal,gemeinsam allgemein nur die Kolonie genannt, haben zusammen 182 Einwohner (Stand: Oktober 2011). Nicht ganz ein Drittel davon, etwa 50, leben in Philippinenthal,der Rest in Philippinenburg.

In den beiden nur noch im Nebenerwerb landwirtschaftlich strukturierten Dörfern gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel,Back-, Fleisch- und Wurstwaren. Gastronomische Betriebe existieren ebenfalls nicht. Dafür gibt es einen Friseurladen sowie ein Unternehmen für technische Geräte und eines,das sich auf die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte (Kartoffeln) spezialisiert hat.

Geschichte

Einer der Hauptgründe für das Ende der Dörfer Gasterfeld, Hildegersen und Oedelsen war die Neugründung der Stadt Wolfhagen. Die Wolfhager Bevölkerung stammte zunächst überwiegend aus den umliegenden Dörfern, deren Menschen in die neugegründete Stadt abwanderten.

Auch der Siebenjährige Krieg hatte noch einmal kurz vor der Gründung der drei Kolonien zu weiteren Bevölkerungsverlusten geführt, so dass die damalige Fläche der heutigen Gemarkungen Philippinendorf, – thal und –burg fast nur noch brach lag. Solche Brachflächen ließ Landgraf Friedrich II. erfassen, um sie neu zu besiedeln.

Die neuen Siedler wurden begünstigt durch eine mehrjährige Befreiung von Steuern und Kriegsdienst und wurden außerdem mit Startkapital zum Hausbau und für die Anschaffung von Vieh ausgestattet. Allerdings mussten die Siedler Kenntnisse in der Landwirtschaft vorweisen und einen guten Leumund nachweisen. So entstanden bei Wolfhagen die drei „Philippinen-Kolonien“, benannt nach der zweiten Frau des Landgrafen, Philippine von Brandenburg-Schwedt. Obwohl es natürlich auch schwarze Schafe gab, die - wie es in der Chronik heißt - vorher ein Luderleben geführt und ihr Vermögen verprasst hatten und auch nicht mit Grund und Boden umzugehen wussten, lässt sich feststellen, dass aus dieser Kolonistenmischung ein zukunftsfähiges Gemeinwesen entstanden ist.

Fränkische Häuser

Beim Aussehen orientierte man sich vornehmlich am fränkischen Haustyp, wie er in der Wolfhager Gegend bereits in der Hugenottensiedlung Leckringhausen erprobt war.Es gibt heute in Philippinenburg und Philippinenthal (und auch in Philippinendorf)kein Haus mehr, das exakt noch so aussieht, wie bei der Gründung der Wolfhager Kolonien vor 233 Jahren. Alle damals errichteten Häuser glichen sich und waren so geplant, dass jeweils nur entlang einer Straßenseite gebaut wurde. Zwischen den einzelnen Häusern betrug der Abstand etwa 21 Meter. Die Gebäudetiefe betrug 13, die Breite 18 Meter. Die Gründung der Kolonie belegt ein Mauerstein mit der Jahreszahl 1778, der heute über dem Scheunentor von Ortsvorsteher Horst Pflüger eingemauert ist.

Vereine

Das rege sportliche, kulturelle und gesellschaftspolitische Leben im Ort prägen neben einer intakten und harmonischen Dorfgemeinschaft die 1982 gegründete Tauziehgruppe und die 1971 aus der Taufe gehobene und zur Wolfhager Wehr gehörende Löschgruppe der Feuerwehr, die mit einem Jahr Verspätung 2012 ihr 40-jähriges Bestehen feiern wird, außerdem die Helfenberg-Musikanten und die Jagdgenossenschaft.

Die starken Männer der Kolonie

Begonnen hatte alles bei der Tauziehgruppe Philippinenburg und -thal am 8. Mai 1982 mit der Teilnahme an einem Tauzieh-Hobbyturnier in Balhorn. Von da an waren die Kolonisten unheilbar vom Virus Tauziehen befallen. Sie wollten diese frühere olympische Sportart nicht nur aus Spaß betreiben, sondern sich in offiziellen Wettkämpfen messen. Deshalb hob man noch im gleichen Jahr einen Verein aus der Taufe. 2012 feiert der Verein sein 30-jähriges Bestehen mit der Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft auf dem neuen Multifunktionsplatz.Seit Bestehen führt Herbert Döhne den Verein. Die „starken Männer von der Kolonie“ – inzwischen stehen aber auch Frauen in den verschiedenen Wettkampfmannschaften (600, 640, 680 und 720 Kilogramm) zusammen mit ihren männlichen Teamkameraden ihren Mann am Seil – zogen sich schnell in die Ligaspitzen. Die bisherige Erfolgsbilanz ist rekordverdächtig:Zwei Mal Deutscher Meister, drei Mal nationaler Vizemeister sowie über 70 Titelgewinne bei den Landes- und länderübergreifenden Ligameisterschaften.

Weblinks

Siehe auch


Stadtteile der Stadt Wolfhagen

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