Pömps: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Weblinks)
Zeile 3: Zeile 3:
 
Bekannt wurde Pömps etwa mit dem Programm „Alles Liebe oder was?“ - Chansons und Schlager aus sieben Jahrzehnten mit Texten von Tucholsky bis Fassbinder und Melodien von Hollaender bis Raaben in einer bittersüßen Rahmenhandlung.  
 
Bekannt wurde Pömps etwa mit dem Programm „Alles Liebe oder was?“ - Chansons und Schlager aus sieben Jahrzehnten mit Texten von Tucholsky bis Fassbinder und Melodien von Hollaender bis Raaben in einer bittersüßen Rahmenhandlung.  
  
Es singen und spielen: Jutta Gerling-Haist, Margot Hainzl und Brigitte Wilke, am Piano begleitet von Dieter Schäfer und .
+
Es singen und spielen: Jutta Gerling-Haist, Margot Hainzl und Brigitte Wilke, am Piano begleitet von Dieter Schäfer und Michael Wagner.
  
 
== Musikalische Zeitreisen ==
 
== Musikalische Zeitreisen ==

Version vom 8. Juli 2013, 21:00 Uhr

Pömps – Musikkabarett aus Kassel

Bekannt wurde Pömps etwa mit dem Programm „Alles Liebe oder was?“ - Chansons und Schlager aus sieben Jahrzehnten mit Texten von Tucholsky bis Fassbinder und Melodien von Hollaender bis Raaben in einer bittersüßen Rahmenhandlung.

Es singen und spielen: Jutta Gerling-Haist, Margot Hainzl und Brigitte Wilke, am Piano begleitet von Dieter Schäfer und Michael Wagner.

Musikalische Zeitreisen

Auch das ist Pömps: die musikalische Zeitreise „Falsche Fuffziger“ entführt in die 50er Jahre mit den Schlagern aus der damaligen Zeit und eine weitere musikalische Zeitreise spiegelt sechs Jahrzehnte deutsche Geschichte in Literatur, Kunst und Film und führt durch die 60-jährige Geschichte der Bundesrepublik.

So schön war die Zeit

50er-Jahre-Musikreise mit Pömps begeisterte das Caldener Publikum

von Dorina Binienda-Beer

Calden. Sie trägt ein braves Pünktchenkleid mit einem blütenweißen Spitzenschürzchen davor, staubt brav die Tütenlampe ab und unterbricht jäh ihr Tun, als Er in der Haustür steht: um ihm dienstbeflissen aus dem Mantel zu helfen. Wir schreiben das Jahr 1959 - und befinden uns auf einer musikalisch-kabarettistischen Zeitreise, in der die Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern noch klar geregelt ist. Die Pömps gastierten mit ihrem Programm "Falsche Fuffziger" am Samstagabend im Gasthaus Zur Wilhelmshöhe, auf Einladung des Kultur- und Geschichtsvereins Calden.

Jutta Gerling-Haist, Margot Heinzl und Brigitte Wilke, begleitet von Pianist Michael Wagner, fesselten das Publikum im ausverkauften Saal mit brillanten Liedvorträgen und darstellerischer Ausdruckskraft, kurz: mit einer enormen Bühnenpräsenz. Gekonnter Augenaufschlag und ab ging's mit dem "Traumboot der Liebe". Auch die "Beine von Dolores" brachte das Trio wieder zur Geltung, erinnerte an "Marina" und den "Tag, als der Regen kam". "So schön war die Zeit" - die Reiferen unter den Zuhörern ließen Fußspitzen wippen, sangen mit, schnippsten und klatschten im Takt.

Die in eine kabarettistische Spielhandlung mit Bräuteschule-Zwischentexten und kleinen Zeitgeist-TV-Spots verpackten Kultlieder der 50-er weckten bei den Älteren lebhafte Jugenderinnerungen, auch an durchtanzte Nächte an eben diesem Ort: dem Saal des inzwischen nicht mehr bewirtschafteten Caldener Traditionsgasthauses. Drei vom Publikum geforderte Zugaben bewiesen der Vorsitzenden Edeltraud Mazurkewitz und ihren rührigen Helfern den Riesenerfolg dieser ersten Musikveranstaltung in der Eigenregie des Kultur- und Geschichtsvereins.

aus: HNA-online vom 2.2.2009


Deutschland nach Noten

Musikalische Geschichtsstunde mit den Pömps - Lieder aus sechzig Jahren

Hofgeismar. Eins und eins das macht zwei, sang die Schauspielerin Hildegard Knef einst über die Liebe. Eins und eins und eins, das macht drei, die ihr Publikum begeistern können. Am Samstagabend nahmen die Pömps, Margot Hainzl, Brigitte Wilke und Jutta Gerling-Haist, ihre Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch die 60-jährige Geschichte der Bundesrepublik. Der runde Geburtstag war für die Evangelische Akademie Anlass, sechs Jahrzehnte deutsche Geschichte in Literatur, Kunst und Film zu spiegeln. Die Pömps übernahmen den musikalischen Part. Der Pianist Dieter Schäfer begleitete die Lieder, Schlager und Chansons des kabarettistischen Trios aus Kassel. Andreas Wilke führte die Regie.

Koffer sowie Hutschachteln schleppend und gekleidet im dunklen Nachkriegs-Design durchquerten die Pömps den übervollen Synodalsaal Richtung Bühne. Kaum waren sie "Auferstanden aus Ruinen", wurden auch schon Naturalien gegen rare Nylons eingetauscht. Der "Koffer in Berlin" mit Seeligkeiten aus vergangenen Zeiten war vollkommen vergessen bei "Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein".

Musikalisch professionell und einzigartig in Gestik und Mimik ließen die Pömps Deutschlands Wirtschaftswunderjahre Revue passieren. Der Volkswagen lief und lief, Persil sorgte für die weiße Weste, ein Strich Bac für Wohlbefinden und der Teenie -Weenie-Strand-Bikini für Männerfantasien. Roy Black schwärmte von einer Hochzeit "Ganz in weiß" und Alexandra für ihren "Zigeunerjungen". Lenor spülte weich, als übriggebliebene Nazis ihre Memoiren schrieben und dann brach das Beatles-Fieber aus.

Sonderzug nach Pankow
Die westliche Welt versank im Afri-Cola-Rausch. Die Folge: Nina Hagen fand alles so schön bunt hier in "Ich glotz TV" und Udo Lindenberg, dass es an der Zeit für einen "Sonderzug nach Pankow" sei. Stattdessen legte der Wirtschaftswunder-Zug den Rückwärtsgang ein. Die Pömps setzten "Sechzig Jahre und kein bisschen weise", eine musikalische Lebensbilanz des Schauspielers Curd Jürgens, mit Augenzwinkern an den Schluss.

Den Zuhörern gefiel der humorvoll kritische Rückblick auf sechs Jahrzehnte deutscher Befindlichkeiten. Die Pömps kamen nicht ohne Zugaben davon. (ziv)

aus: HNA-online vom 27.7.2009

Weblinks