Osterode am Harz

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Osterode am Harz ist eine Kleinstadt am Südwestabhang des Harzes mit etwa 27.200 Einwohnern. Es ist die Kreisstadt des Landkreises Osterode am Harz. Osterode ist Sitz eines Amtsgerichts.

Stadtteile

Die Stadt Osterode am Harz besteht aus den Stadtteilen Dorste, Düna, Förste, Freiheit, Katzenstein, Lasfelde, Lerbach, Marke, Nienstedt, Petershütte, Riefensbeek-Kamschlacken, Schwiegershausen und Ührde.

Verkehr

Von Westen her kommend ist Osterode am Harz über die Autobahn 7 ab der Anschlussstelle Seesen über die B 243, die bis Osterode vierspurig ausgebaut ist, recht gut zu erreichen. Auch über die Anschlussstelle Northeim und dann über die B 241 besteht eine relativ gute Verbindung.

In Osterode treffen sich die Südharzstraßen. Einerseits kommt aus Nordosten von Goslar über Clausthal-Zellerfeld, die B 241, die dann nach Northeim weiter führt. Ebenfalls aus Nordosten von Goslar, jedoch am Okerstausee vorbei, kommt die B 498, die in Osterode endet. Aus Nordwesten kommt von Seesen die B 243, weiterführend nach Bad Lauterberg und Nordhausen.

Wirtschaft

  • Maschinenbauindustrie
  • Elektroindustrie
  • Eisenindustrie
  • Historischer Kalk- und Gipsabbau

Geschichte

Osterode am Harz wird 1152 erstmals als "villa opulentissima" urkundlich erwähnt. Seit 1233 ist eine Stadtmauer beurkundet. Im Jahr 1238 werden in Urkunden in Osterode eine "Bürgerschaft", ein "Rat" und die Anlage einer "neuen Stadt" genannt. 1241 tritt Osterode dem von Hamburg und Lübeck gegründeten mächtigen Schutz- und Wirtschaftsbund der Hanse bei. Das Stadtsiegel stammt aus dem Jahr 1261.

Nach einem Erbstreit im Haus der Welfen kam Osterode unter Herzog Heinrich von Braunschweig-Lüneburg (1267 bis 1322), genannt der Wunderliche, zum neu gebildeten Fürstentum Grubenhagen. Diese Linie regiert über Osterode bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1596. Unter den Grubenhagenern, die Osterode 1289 zu ihrer Residenz machen, konnte Osterode seine Bedeutung weiter steigern. Im Jahr 1290 wurde Osterode das Recht zugestanden eine eigene Münze zu unterhalten. 1293 wird Osterode das "Recht der Kaiserstadt Goslar" verliehen, was dazu führte das die Stadt unmittelbar dem Reich unterstand und nicht mehr dem Herzog.

Um 1460 wurde der Vater von Tilman Riemenschneider, einem bedeutenden Holzschnitzer seiner Zeit, in Osterode "Münzmeister". Aus diesem Grund verbrachte Riemenschneider seine Jugendzeit in Osterode.

1545 wurde Osterode von einem großen Brand heimgesucht. Die Stadt brannte bis auf 40 Häuser nieder. Auch Rathaus und Marktplatz waren Opfer der Flammen geworden. Die Stadt wurde in der Folgezeit nach dem alten Stadtgrundriss wieder aufgebaut.

Im Dreißigjährigen Krieg konnte die Stadt sich durch Zahlungen an die Heerführer der durchziehenden Armeen vor Plünderung und Zerstörung weitgehend bewahren, dafür wurde die Stadtkasse fast gänzlich geplündert. In den Jahren 1625 bis 1627 wütete außerdem die Pest in Osterode.

Im 18. Jahrhundert konnte die Stadt ihre wirtschaftliche Lage durch den umliegende Bergbau im Harz verbessern. Dieser gab den Handwerkern und Tagelöhnern Brot und Arbeit. Außerdem wurde in Osterode das Korn für die Oberharzer Städte und Dörfer eingelagert und anschließend dorthin transportiert. Hierzu entstand von 1719 bis 1722 das "Harzkornmagazin", ein ca. 70 Meter langes, 17,50 Meter breites und 11 Meter hohes Gebäude mit sieben übereinander liegenden Böden. Hier konnten 2.000 Tonnen Getreide eingelagert werden. Im Siebenjährigen Krieg wurde die Stadt durch die Franzosen besetzt. Nach Ende des Krieges kam die Stadt durch ihre Tuchmacher und Wollfabrikanten zu neuem Wohlstand. Die Fabrikanten belieferten die Armee des Königreichs Hannover und die Stadt wurde ein bedeutender Industriestandort.

Sehenswürdigkeiten

  • Harzkornmagazin von 1722
  • Marienkirche von 1517
  • Marktkirche St. Aegidien aus dem 15. und 16. Jahrhundert
  • Rathaus von 1552
  • Ruine der alten Burg aus dem 12. Jahrhundert

siehe auch

Umland

  • Goslar
  • Harz
  • Okertalsperre
  • Sösetalsperre

Weblinks