Orchester der Freien Turnerschaft 1897 Kassel-Niederzwehren

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Orchesters der Freien Turnerschaft 1897 Kassel-Niederzwehren sehen kann. Dieses wird 100 Jahre alt und feiert am Wochenende gebührend sein Jubiläum. Im Jahr 1910 wurde der Spielmannszug von 15 Mitgliedern des damaligen Arbeiter Turn- und Sportvereins in Niederzwehren gegründet. Die Besetzung bestand aus Trommeln und Pfeifen. Die Nazis verboten 1933 die Freie Turnerschaft, und somit wurde auch der Spielmannszug aufgelöst. Um die Musik aber nicht aufgeben zu müssen, trat der Spielmannszug geschlossen dem Roten Kreuz bei. Erst 1952 wurde die Freie Turnerschaft neu gegründet. Neun Jahre später kamen neue Instrumente hinzu: Neben Trommeln und Pfeifen gab es Fanfaren, Lyren und Becken. Und auch die Musik änderte sich. „1968 spielte man nicht mehr nur Märsche“, sagt Astried Schlesiger, Vorsitzende des Orchesters. „Die Unterhaltungsmusik kam hinzu.“ Spiel nach Noten Gänzlich auf Blech- und Holzblasinstrumente stellten sich Musiker aber mit der Umwandlung des Spielmannszuges zum Musikzug in den 70er-Jahren um. Hinzu kam, dass nicht mehr nur nach Gehör, sondern nach Noten gespielt wurde, was maßgeblich zur Qualität der Musik beitrug. Und das zahlte sich aus: 1978 zählte der Musikzug 51 aktive Mitglieder. Aus Musikzug wird Orchester 1996 wurde der Musikzug zum Orchester umbenannt, das heute aus 36 Musikern von neun bis 79 Jahren besteht. „Ich bin noch dabei, weil mein Kardiologe es mir geraten hat“, witzelt Gerhard Hohmann, das älteste Mitglied des Orchesters (musikalische Leitung: Christian Pietsch). Mitmarschieren könne er zwar nicht mehr, sagt der Instrumentenwart, aber Spaß an der Sache habe er immer noch. „Wir bieten eine große Bandbreite an Musik“, sagt Pressewart Florian Pietsch. „Von Märschen über Ouvertüren und Stücke von Udo Jürgens bis hin zur Big Band.“ Und dieses stellt das Orchester jedes Jahr bei einem Konzert vor. Zum Jubiläum mit neuen Westen und Krawatten. Immerhin kommt zum Geburtstag hoher Besuch: Nicht nur das befreundete Orchester Les Trompetes de Mulhouse 1898 kommt angereist, auch der Sänger Carlos Fassanelli (er belegte den zweiten Platz der Show „Das Supertalent 2008“) wird mit dem Orchester einige Stücke zum Besten geben.