Orangerie: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Orangerie''' ist ein schlossähnliches Gebäude aus der Barockzeit in der [[Karlsaue]] in [[Kassel]] nahe der Innenstadt. Sie bildet den nordöstlichen, räumlichen Querabschluss der [[Karlsaue]], die - von ihrer Anlage her - auf die Orangerie hin ausgerichtet ist. Somit bereichert sie die gesamte Parkanlage zu einer einmaligen Komposition von Bau- und Gartenkunst; vermutlich gilt dies nicht nur für [[Nordhessen]].
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Bereits [[1570]] hatte [[Landgraf Wilhelm IV.]] auf dem Gelände einen Lustgarten mit Lustschloss anlegen lassen.
  
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[[1680]] ließ schließlich [[Landgraf Karl]] den Park ausbauen und an der Stelle früherer Gewächs- und Pomeranzenhäuser von [[1703]] bis [[1710]] zunächst die Orangerie als Gewächs- und Wohnhaus und bis etwa Mitte des 18. Jahrhunderts die separat links und rechts von ihr stehenden Gebäude [[Küchenpavillon]] und [[Marmorbad]] errichten.
1680 ließ schließlich [[Landgraf Karl]] den Park ausbauen und an der Stelle früherer Gewächs- und Pomeranzenhäuser 1703-1710 zunächst die Orangerie als Gewächshaus und Wohnhaus und bis etwa Mitte des Jahrhunderts die separat links und rechts von ihr stehenden Gebäude [[Küchenpavillon]] und [[Marmorbad]] errichten.
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Der höhere zweigeschossige ehemals reich ausgestattete Mittelbau bildete im Erdgeschoß ein weites offenes Tor und damit eine Verbindung zwischen der Voraue (jetzt [[Hessenkampfbahn]]) und dem Park ([[Karlsaue]]).
 
Der höhere zweigeschossige ehemals reich ausgestattete Mittelbau bildete im Erdgeschoß ein weites offenes Tor und damit eine Verbindung zwischen der Voraue (jetzt [[Hessenkampfbahn]]) und dem Park ([[Karlsaue]]).
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Im 19. Jahrhundert und danach diente die Orangerie im wesentlichen als Ausstellungsgebäude.
 
Im 19. Jahrhundert und danach diente die Orangerie im wesentlichen als Ausstellungsgebäude.
  
Die Orangerie wurde im [http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg 2.Weltkrieg] stark zerstört.  
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Die Orangerie wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Nachdem die Ruine zuerst nur gesichert worden war, erfolgte zur Bundesgartenschau [[1981]] der Wiederaufbau. Während das Innere vollkommen neu ausgebaut wurde, bemühte man sich, das Äußere originalgetreu wiederherzustellen, was mit Ausnahme einiger Fehler an der Südseite auch gelang, und damit der Karlsaue ihr Herzstück wieder zurückzugeben.
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In der Orangerie befindet sich seit [[1992]] das [[Astronomisch-Physikalisches Kabinett|Astronomisch-Physikalische Kabinett]]. Es beherbergt die ehemals [[Landgrafschaft Hessen-Kassel|landgräfliche]] Sammlung wissenschaftlicher Instrumente. Mit Astronomie, Uhren, Geodäsie, Physik und Mathematik/Informationstechnik gibt es fünf Ausstellungsbereiche.  
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Daneben gibt es ein Planetarium für fünfzig Personen, welches zu einer Reise durch die moderne Kosmologie und Astronomie einlädt. Am Eingang der Orangerie befindet sich die "Sonne" des Planetenweges in der [[Karlsaue]].
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Daneben beherbergt die Orangerie seit der [[documenta2]] regelmäßig Kunstwerke sowie ein Restaurant.
  
[[Bild:Kassel-orangerie-15-04-2007.jpg|thumb|300px|right|Besuchergruppe aus Münster vor der Orangerie in [[Kassel]]. Radtour auf dem [[Radfernweg R1 an der Fulda]] aus Richtung [[Baunatal]] kommend am 15.April 2007.]]
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== Siehe auch ==
Nachdem die Ruine zuerst nur gesichert worden war, erfolgte zur Bundesgartenschau 1981 der Wiederaufbau. Während das Innere vollkommen neu ausgebaut wurde, bemühte man sich, das Äußere originalgetreu wiederherzustellen - was mit Ausnahme einiger Fehler an der Südseite auch gelang - und damit der Karlsaue ihr Herzstück wieder zurückzugeben.
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* [[Astronomisch-Physikalisches Kabinett]]
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* [[Documenta]]
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* [[Karlsaue]]
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* [[Marmorbad]]
  
==Die Orangerie ist Treffpunkt von Besuchern in Kassel==
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== Weblinks ==
==siehe auch==
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* [http://www.museum-kassel.de Internetseite der Museumslandschaft Hessen Kassel]
* [[Documenta12]]
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* [http://cms02.kassel.de/cms02/kultur/sehenswuerdigkeiten/Karlsaue/01874/index.html Die Orangerie auf der Internetseite der Stadt Kassel]
* [[Zissel 2007]]
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[[Kategorie:Nordhessen]]
* zur Lage s. a.: [http://www.stadtplan-kassel.de Stadtplan Kassel]
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[[Kategorie:Stadt Kassel]]
* hinkommen: [http://www.nvv.de/ Online-Fahrplan der KVG]
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[[Kategorie:Karlsaue]]
* [http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/1700185 von fotocommunity.de: Orangerie - Kassel]
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[[Kategorie:Historische Bauwerke]]
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[[Kategorie:Burgen und Schlösser]]
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[[Kategorie:Tourismus und Freizeit]]

Version vom 6. März 2008, 20:34 Uhr

Orangerie mit Marmorbad, Küchenpavillon und Bowlinggreen

Die Orangerie ist ein schlossähnliches Gebäude aus der Barockzeit in der Karlsaue in Kassel nahe der Innenstadt. Sie bildet den nordöstlichen, räumlichen Querabschluss der Karlsaue, die - von ihrer Anlage her - auf die Orangerie hin ausgerichtet ist. Somit bereichert sie die gesamte Parkanlage zu einer einmaligen Komposition von Bau- und Gartenkunst; vermutlich gilt dies nicht nur für Nordhessen.

Geschichte

Die noch nicht wiederhergestellte Orangerie Anfang der 1960er Jahren nach einer Postkarte

Bereits 1570 hatte Landgraf Wilhelm IV. auf dem Gelände einen Lustgarten mit Lustschloss anlegen lassen.

1680 ließ schließlich Landgraf Karl den Park ausbauen und an der Stelle früherer Gewächs- und Pomeranzenhäuser von 1703 bis 1710 zunächst die Orangerie als Gewächs- und Wohnhaus und bis etwa Mitte des 18. Jahrhunderts die separat links und rechts von ihr stehenden Gebäude Küchenpavillon und Marmorbad errichten.

Der höhere zweigeschossige ehemals reich ausgestattete Mittelbau bildete im Erdgeschoß ein weites offenes Tor und damit eine Verbindung zwischen der Voraue (jetzt Hessenkampfbahn) und dem Park (Karlsaue).

Die beiden an die langgestreckten niedrigeren Zwischenbauten angrenzenden höheren Eckgebäude dienten als Wohnräume für den Landgrafen.

Im 19. Jahrhundert und danach diente die Orangerie im wesentlichen als Ausstellungsgebäude.

Die Orangerie wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Nachdem die Ruine zuerst nur gesichert worden war, erfolgte zur Bundesgartenschau 1981 der Wiederaufbau. Während das Innere vollkommen neu ausgebaut wurde, bemühte man sich, das Äußere originalgetreu wiederherzustellen, was mit Ausnahme einiger Fehler an der Südseite auch gelang, und damit der Karlsaue ihr Herzstück wieder zurückzugeben.

Heutige Nutzung

Besuchergruppe vor der Orangerie in Kassel

In der Orangerie befindet sich seit 1992 das Astronomisch-Physikalische Kabinett. Es beherbergt die ehemals landgräfliche Sammlung wissenschaftlicher Instrumente. Mit Astronomie, Uhren, Geodäsie, Physik und Mathematik/Informationstechnik gibt es fünf Ausstellungsbereiche.

Daneben gibt es ein Planetarium für fünfzig Personen, welches zu einer Reise durch die moderne Kosmologie und Astronomie einlädt. Am Eingang der Orangerie befindet sich die "Sonne" des Planetenweges in der Karlsaue.

Daneben beherbergt die Orangerie seit der documenta2 regelmäßig Kunstwerke sowie ein Restaurant.

Siehe auch

Weblinks