Oedelsheim

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Die Dorfkirche in Oedelsheim

Der Luftkurort Oedelsheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Oberweser mit etwa 1.000 Einwohnern.

Lage

Oedelsheim - Ortsansicht
Oedelsheim - Fährhaus
Oedelsheim - Fähre

Oedelsheim liegt im nordhessischen Weserbergland an den Ausläufern des Bramwalds etwa 3 km östlich von Gieselwerder, dem Hauptort der Gemeinde Oberweser.

Der Ort befindet liegt am rechten Ufer der Weser, gegenüber am linken Weserufer erstreckt sich der Reinhardswald.

Fähre

In Oedelsheim wird seit 1834 eine Fähre über die Weser betrieben. 1934 wurde hier nach dem Ausbau der neuen Fährstelle eine Gierseilfähre angeschafft und inzwischen eine neue Fähre in Dienst gestellt.

Geschichte

Der Ort wurde im Jahre 1084 erstmals urkundlich erwähnt, ist aber älter. Auch in der Lippoldsberger Klosterchronik von 1551 wird der Ort "Othelesheim" genannt.

Die ehemalige Kirche in Oedelsheim ist vermutlich schon um 800 errichtet worden. Mit dem Bau der heutigen Kirche St. Martin wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts, im Jahre 1828 begonnen.

Die ehemals eigenständige Gemeinde Oedelsheim schloss sich Zuge der Gebietsreform in Hessen zum 1. Februar 1971 mit den Gemeinden Arenborn, Gewissenruh, Gieselwerder und Gottstreu zur neuen Gesamtgemeinde Oberweser zusammen. Am 1. August 1972 kam Heisebeck hinzu.

Museum

Das Dorfmuseum in Oedelsheim (Göttinger Str. 8) wurde in einem 1656 erbauten diemelsächsischen Fachwerkhaus untergebracht und bietet auf einer Fläche von rund 160 qm - verteilt auf drei Etagen - etwa 650 Exponate zur Ortsgeschichte, zum traditionellen Handwerk, zur Textilherstellung, zur Flößerei im Weserraum oder zur Schifffahrt auf der Weser.

Im Sommer 2007 erwarb der Heimat- und Verkehrsverein einen 2000 Quadratmeter großen Platz hinter dem Museum samt Scheune, in der die Sparte Historische Agrartechnik ihren Platz fand.

siehe auch

Übernachtungsmöglichkeiten

Vereine

Schützenverein Oedelsheim

aus: HNA-online vom 30.7.2008:

Schützen gibt es seit 1605

Verein ist 364 Jahre älter als gedacht - Schützenwehr war Reaktion auf Fischereikrieg

Oedelsheim. Monatelange Recherchen von Vereinsmitglied Peter Schräder machten aus der Vermutung des Vorsitzenden Hans Joachim Lenz eine Tatsache: Der Schützenverein von 1969 Oedelsheim ist 364 Jahre älter als gedacht.

In einer 19 Seiten umfassenden Dokumentation erbrachte Schräder den Nachweis, dass es bereits 1605 in Oedelsheim eine Schützengruppe gab. ...

Nach Fertigstellung der umfangreichen Dokumentation beschloss der Verein, beim Amtsgericht Hofgeismar die Umbenennung in "Schützenverein von 1605 Oedelsheim e.V." zu beantragen. Nach genauer Prüfung wurde nun dem Antrag stattgegeben.

Oedelsheim, heute Teil der Gemeinde Oberweser, lag und liegt im nordhessischen Grenzland, damals war das Nachbarland Braunschweig, heute ist es Niedersachsen.

Wie Schräder herausfand, gab es früher immer wieder mächtigen Streit um die Fischereirechte in der Weser, der in wahre Kriege ausuferte. Als am 1. September 1598 die "Hessen" bei Veckerhagen ein widerrechtlich errichtetes "Fischwehr der Braunschweiger" zerstört hatten, holten diese zu einem Gegenschlag bei Oedelsheim aus.

Um gegen weitere Attacken dieser Art besser gerüstet zu sein, wurde 1605 eine Schützenwehr gegründet. In einer Liste aus dem Jahr 1607 sind namentlich erwähnt: Jörg Lohmann, Stoffel Koch, Melchior Tellermann, Hans Westermann, Jacob Lange, Stoffel Buchschatz und auch Stoffel Dietrich.

Im Detail sind die Recherchen von Schräder auf der Internetseite der Schützen (www.schuetzen-oedelsheim.de) nachzulesen. Auf dieser Seite kann man sich auch über alle weiteren Aktivitäten des derzeit 115 Mitglieder großen Vereins informieren. (zhb)

Tuspo 1904

Weblinks

Hubertusjagd bei Oedelsheim
FOTO: BOGUMIL