Oberweser: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Luftkurort '''Oberweser''' ist eine Gemeinde im [[Landkreis Kassel]] in [[Nordhessen]] mit etwa 3.600 Einwohnern.
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| Bürgermeister: || Cornelius Turrey (SPD)
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Der Luftkurort '''Oberweser''' war eine ehemals selbständige Gemeinde im [[Landkreis Kassel]] in [[Nordhessen]] mit etwa 3.600 Einwohnern.
  
Oberweser liegt mit seinen Ortsteilen zu beiden Seiten der [[Weser]] zwischen [[Hann. Münden]] (im Süden) und [[Bad Karlshafen]] und grenzt im Norden an die Gemeinde [[Wahlsburg]].
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Seit dem 1.1.2020 gehört Oberweser zur Gemeinde '''[[Wesertal]]''' im [[Landkreis Kassel]], entstanden aus einer freiwilligen Fusion der Gemeinden [[Wahlsburg]] und Oberweser.
  
== Ortsteile ==
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In einer kleinen Feier im großen Sitzungssaal des Regierungspräsidiums Kassel übergab Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber am 9. November 2019 den Vertretern der beiden Gemeinden die amtliche Genehmigung des Grenzänderungsvertrags, der die Fusion besiegelt, zugleich die erste freiwillige Gemeindefusion im [[Regierungsbezirk Kassel]]. Außerdem erhielten sie die offizielle Genehmigung des Landes für den Namen Wesertal.
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== Geografie ==
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=== Lage ===
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Die ehemalige Gemeinde Oberweser an der [[Bundesstraße B 80]] liegt mit seinen Ortsteilen zu beiden Seiten der [[Weser]] zwischen [[Hann. Münden]] (im Süden) und [[Bad Karlshafen]]. Im Süden grenzt Oberweser an die Gemeinde [[Reinhardshagen]] im Norden an die ehemals selbständige Gemeinde [[Wahlsburg]].
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=== Ortsteile ===
 
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schlossen sich zum 1. Februar 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden [[Arenborn]], [[Gewissenruh]], [[Gieselwerder]], [[Gottstreu]] und [[Oedelsheim]] zur neuen Gesamtgemeinde ''Oberweser'' zusammen. Am 1. August 1972 kam [[Heisebeck]] hinzu.
 
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schlossen sich zum 1. Februar 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden [[Arenborn]], [[Gewissenruh]], [[Gieselwerder]], [[Gottstreu]] und [[Oedelsheim]] zur neuen Gesamtgemeinde ''Oberweser'' zusammen. Am 1. August 1972 kam [[Heisebeck]] hinzu.
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Nahe der Weser liegt auch die Ortsteil ''[[Weißehütte]]'' mit Gasthof und Campingplatz.
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Die Ortsteile der Gemeinde schauen auf lange Geschichte zurück. Der Ortsteil [[Gieselwerder]] wurde bereits im Jahre 1093 bei der Gründung des Klosters [[Bursfelde]] erstmals urkundlich erwähnt, [[Heisebeck]] im Jahre 1151, [[Arenborn]] im Jahre 1288 und [[Oedelsheim]] bereits im Jahre 1084.
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[[Datei:Christuskirche in Gieselwerder-DSC 0691.JPG|thumb|right|300px|Evangelische Christuskirche in Gieselwerder]]
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Die Ortsteile der Gemeinde schauen auf lange Geschichte zurück. Der Ortsteil [[Gieselwerder]] wurde bereits im Jahre 1093 bei der Gründung des Klosters [[Bursfelde]] erstmals urkundlich erwähnt, [[Heisebeck]] im Jahre 1151, [[Arenborn]] im Jahre 1288 und [[Oedelsheim]] bereits im Jahre 1084.  
  
Die Ortsteile [[Gewissenruh]] und [[Gottstreu]] wurden im Jahre 1722 von [[Landgraf Karl|Landgraf Carl]] von Hessen-Kassel als "Kolonien" für [[Waldenser|waldenser]] Glaubensflüchtlinge aus Frankreich angelegt.
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Um das Jahr 1250 entstand im heutigen Zentralort [[Gieselwerder]] zunächst auf einer Weserinsel eine Siedlung mit zwei Burgen (Spitzenburg und Wasserburg). Auf der Spitzenburg haben die Grafen von Werder im 11. und 12. Jahrhundert gelebt, denen man zu Beginn des 12. Jahrhunderts in alten Urkunden begegnet.
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Im 13. Jahrhundert ändern sich die Besitzverhältnisse und im Jahre 1231 befindet sich Gieselwerder im Besitz des Erzbischofs von Mainz. Lange Fehde schlossen sich an, bevor Gieselwerder im Jahre 1462 unter [[Landgraf Ludwig II.]] hessisch wurde.
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Die Burg war vorübergehend Amtssitz (bis zur Verlegung nach [[Sababurg]]), bevor ihr im 16. Jahrhundert eine neue Rolle als Zolleinnahmestelle zukam. Von dem ''Gieselwerder'', der ehemaligen an der Weser gelegenen Wasserburg, sind heute nur noch Reste der ursprünglichen Anlage vorhanden. Auf dem Gelände wurde im 20 Jahrhundert das heutige Fachwerk-Rathaus errichtet.
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Geschichtlich kaum weniger bedeutend ist der Ortsteil [[Oedelsheim]], der bereits Im Jahr 2000 sein 1200-jährige Bestehen feiern konnte. Die zu diesem Anlass erstellte Chronik zeichnete die kulturgeschichtliche Entwicklung eines bedeutenden Dorfs an der Oberweser und am [[Bramwald]] auf, das bis zum Ende des 11. Jahrhunderts auch der Sitz eines Erzpriesters war.
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Der [[Eco-Pfad Kulturgeschichte Oedelsheim]] bietet Besuchern einen spannenden Streifzug durch die Ortsgeschichte, die Geschichte seiner Kirche, seiner Anbindung an die [[Weser]] und seiner alten Fährverbindung (bereits 1288 wird eine Fähre am Ort erwähnt). Er führt zu besonderen Fachwerkhäusern im Ort, das Älteste aus dem Jahr 1650. Auch das Dorfmuseum in Oedelsheim (Göttinger Str. 8) ist in einem 1656 erbauten diemelsächsisches Fachwerkhaus untergebracht.
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Die Ortsteile [[Gewissenruh]] und [[Gottstreu]] sind Gründungen aus dem Jahre 1722. Die Dörfer wurden von [[Landgraf Karl|Landgraf Carl]] von Hessen-Kassel als "Kolonien" für [[Waldenser|waldenser]] Glaubensflüchtlinge aus Frankreich angelegt.
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Im Zuge der hessischen Gebietsreform entstand im Jahre 1971 die Großgemeinde ''Oberweser'' mit einer Gemarkungsfläche von 41,16 qkm und damals etwa 3.800 Einwohnern.
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== Kirchen ==
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[[Datei:Oedelsheim-DSC 0044.JPG|thumb|right|300px|Katholische Kirche "St. Johannes Nepomuk" im Ortsteil [[Oedelsheim]]]]
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* [[Christuskirche in Gieselwerder]]
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* [[Evangelische Kirche Arenborn]]
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* [[Evangelische Kirche Heisebeck]]
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* [[Kirche Zum Guten Hirten Gieselwerder]]
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* [[St. Martinskirche Oedelsheim]]
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* [[St. Johannes Nepomuk Oedelsheim]]
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* [[Waldenserkirche in Gewissenruh]]
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* [[Waldenserkirche in Gottstreu]]
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== Literatur ==
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* Hans-Georg Stephan: Der Solling im Mittelalter - Archäologie, Landschaft, Geschichte im Weser- und Leinebergland, archaeotopos-Verlag Dormagen 2011
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* Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011
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* 900 Jahre Gieselwerder, Gemeindevorstand der Gemeinde Oberweser, 1993
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== Museen ==
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[[Bild:Gottstreu-Waldensermuseum-1.jpg|thumb|300px|Waldensermuseum im Ortsteil [[Gottstreu]]]]
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* [[Dorfmuseum Oedelsheim]]
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* [[Geschichtswerkstatt Gieselwerder]]
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* [[Heimatstube Arenborn]]
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* [[Schiffermuseum Gieselwerder]]
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* [[Waldensermuseum in Gottstreu]]
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* [[Webereimuseum Gieselwerder]]
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== Partnerschaft ==
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Seit 1995 unterhält Oberweser partnerschaftliche Beziehungen zu Adony im Ungarn. Regelmäßige gegenseitige Besuche fördern die Wahrnehmung kultureller Eigenheiten, aber auch Gemeinsamkeiten.
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== Politik ==
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=== Bürgermeister ===
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Bürgermeister von Oberweser ist Cornelius Turrey (SPD). Er ist Bürgermeister seit dem 1. November 2016. <ref>[http://www.statistik-hessen.de/themenauswahl/wahlen/daten/direktwahlen/oberweser/index.html Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Oberweser]</ref><ref>[https://www.hna.de/lokales/hofgeismar/oberweser-ort103169/turrey-wird-buergermeister-in-oberweser-wahlbeteiligung-gestiegen-6825489.html HNA vom 10. Oktober 2016: Amtsantritt am 1. November. Turrey wird Bürgermeister in Oberweser], abgerufen am 13. Dezember 2016</ref><ref>[http://www.c-turrey.de/29312.html Cornelius Turrey im Internet]</ref>
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Bei der vorangegangenen  Wahl am 17.3.2013 erhielt Amtsvorgânger Rüdiger Henne (SPD) 957 Ja-Stimmen (das entspricht 90,6%) sowie 99 Nein-Stimmen (9,4%), ungültig waren drei Stimmen.
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Amtsvorgänger von Cornelius Turrey waren:
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* 2001 bis 2016 Rüdiger Henne (SPD) <ref>[http://www.hna.de/lokales/hofgeismar/oberweser-ort103169/ruediger-henne-oberwerser-gibt-buergermeister-amt-6432924.html HNA vom 25. Mai 2016: Auf Anraten seiner Ärzte. Rüdiger Henne in Oberweser gibt Bürgermeister-Amt auf]</ref>
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* sowie 1995 bis 2001 Roland Henne (SPD).
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=== Gemeinderatswahlen 2016 ===
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* SPD: 57,7% (-1,9% / 13 Sitze)
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* UWG: 26,9% (+4,8% / 6 Sitze)
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* CDU: 15,4% (-2,9% / 4 Sitze)
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=== Landrat ===
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Landrat im [[Landkreis Kassel]] ist [[Uwe Schmidt]], [[SPD]].
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=== Wahlkreise ===
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==== Bundestag ====
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* [[Esther Dilcher]], Mitglied des Deutschen Bundestags | ''[https://www.estherdilcher.de/ Link]''
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==== Landtag ====
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* Gewählter Direktkandidat im Wahlkreis I - Kassel-Land: [[Oliver Ulloth]] (SPD) | ''[https://www.oliver-ulloth.de/ Link]''
  
 
== Sehenswürdigkeiten ==
 
== Sehenswürdigkeiten ==
Das [[Waldenser]]-Museum im ehemaligen Schulhaus von [[Gottstreu]] informiert über den langen Weg der waldenser Glaubensflüchtlinge vom Val Cluson (Cottische Alpen) bis an die Oberweser und die Geschichte der 1722 gegründeten "Franzosendörfer" [[Gewissenruh]] und [[Gottstreu]].
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=== Sehenswürdigkeiten am Ort ===
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[[Bild:Gieselwerder-Weser.jpg|thumb|right|300px|An der [[Weser]] in [[Gieselwerder]]]]
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* Sehenswert sind die Kirchen in den Ortsteilen [[Gieselwerder]], [[Gewissenruh]] und [[Gottstreu]]. Die klassizistische [[Christuskirche in Gieselwerder|Christuskirche]] im Ortsteil [[Gieselwerder]] aus dem Jahr 1813 fällt durch besondere Farbgebung und das Farbenspiel der Fenster hinter dem Altar auf.  
  
Am Westrand von Oberweser befindet sich eine Freilichtausstellung; im Maßstab 1 : 25 und 1 : 40 werden nachgebildete Wassermühlen, Burgen, Schlösser, Kirchen und Rathäuser gezeigt.
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* Das [[Waldensermuseum Gottstreu|Waldenser-Museum]] in der Waldenser Str. 1 im ehemaligen Schulhaus des Ortsteils [[Gottstreu]] (gegenüber der Kirche) informiert über den langen Weg der waldenser Glaubensflüchtlinge vom Val Cluson (in den Cottischen Alpen) bis an die Oberweser und die Geschichte der 1722 gegründeten "Franzosendörfer" [[Gewissenruh]] und Gottstreu. Zumindest in der Zeit ab dem 1. Mai ist das Museum jeweils sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet.
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* Zu dieser Zeit kann auch die [[Waldenserkirche in Gottstreu|Waldenser-Kirche in Gottstreu]] aus dem frühen 18. Jahrhundert besichtigt werden, die nach französisch-reformierter Tradition als schlichte Predigtkirche gestaltet wurde.
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* Der Geschichte der Schifffahrt in [[Gieselwerder]] widmet sich das [[Schiffermuseum Gieselwerder]] in der ehemaligen Grundschule (nahe dem Freibad "An der Klappe"). Weiterhin können in [[Gieselwerder]] die [[Geschichtswerkstatt Gieselwerder|Geschichtswerksstatt]] (in der alten Schule) und das [[Webereimuseum Gieselwerder|Webereimuseum]] (mit Webstube) besichtigt werden.
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* Am Westrand von Oberweser - [[Gieselwerder]] befindet sich eine Freilichtausstellung, der "Mühlenplatz"; im Maßstab 1 : 25 und 1 : 40 werden nachgebildete Wassermühlen, Burgen, Schlösser, Kirchen und Rathäuser gezeigt.
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* Im Ortsteil [[Oedelsheim]] wird seit 1834 eine Fähre über die [[Weser]] betrieben. 1934 wurde hier nach dem Ausbau der neuen Fährstelle eine Gierseilfähre angeschafft und inzwischen eine neue Fähre in Dienst gestellt.
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* Das Dorfmuseum im Ortsteil [[Oedelsheim]] (Göttinger Str. 8) ist in einem 1656 erbauten [[Diemelsächsische Fachwerkhäuser|diemelsächsisches Fachwerkhaus]] untergebracht und bietet auf einer Fläche von rund 160 qm, verteilt auf drei Etagen etwa 650 Exponate zur Ortsgeschichte, zu traditionellem Handwerk, zur Textilherstellung und Flößerei im Weserraum oder zur Schifffahrt auf der [[Weser]]. Im Sommer 2007 erwarb der Heimat- und Verkehrsverein einen 2000 Quadratmeter großen Platz hinter dem Museum samt Scheune, in der die Sparte Historische Agrartechnik ihren Platz fand.
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* Die ''Heimatstube'' in [[Arenborn]] bietet eine Ausstellung historischer Geräte aus dem landwirtschaftlich geprägten Ort.
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''siehe auch:''
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* [[Gieselwerder#Sehenswürdigkeiten|Sehenswürdigkeiten in Gieselwerder]]
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* [[Oedelsheim#Sehenswürdigkeiten|Sehenswürdigkeiten in Oedelsheim]]
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=== Sehenswürdigkeiten in der Umgebung ===
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* [[Übersicht: Sehenswürdigkeiten im Landkreis Kassel]]
  
 
== siehe auch ==
 
== siehe auch ==
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[[Bild:Oedelsheim-Fähre.jpg|thumb|right|300px|[[Oedelsheim]] - Weser-Fähre]]
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* [[ Aktionsbündnis salzfreies Märchenland]]
 +
* [[Bundesstraße B 80]]
 +
* [[Eco-Pfad Kulturgeschichte Oedelsheim]]
 +
* [[Fähre Oedelsheim]]
 +
* [[Geschichtswerkstatt Gieselwerder]]
 +
* [[Glashütten im Reinhardswald]]
 +
* [[Kiffing]]
 
* [[Reinhardswald]]
 
* [[Reinhardswald]]
 +
* [[Schifffahrt auf der Oberweser]]
 +
* [[Weserbeleuchtung]]
 +
* [[Weserbergland]]
 +
* [[Weserbrücke Gieselwerder]]
 +
* [[Weserflößer]]
  
* [[Katholische Kirchengemeinden in Nordhessen]]
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== Tourismus ==
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=== Deutsche Märchenstrasse ===
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Oberweser liegt an der [[Deutsche Märchenstraße|Deutschen Märchenstraße]] (Märchenfiguren: der ''Gestiefelte Kater'' im Ortsteil [[Oedelsheim]] und ''Schneewittchen und die sieben Zwerge'' im Ortsteil [[Gieselwerder]]).
  
== Weblink ==
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=== Übernachtungsmöglichkeiten ===
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* [http://www.ferieninoberweser.de/ Überblick auf www.ferienoberweser.de]
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* [http://www.gasthaus-reinhardswald.com/ Gasthaus "Zum Reinhardswald"] in Oberweser-[[Gewissenruh]]
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== Wandern und Radwandern ==
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=== Radwandern ===
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Der [[Weser-Radweg]] verläuft aus Richtung [[Hann. Münden]] ''(Start)'' entlang der [[Weser]] bis nach Oberweser ''(25,0 km)'' und von dort weiter nach [[Lippoldsberg]] ''(30,0 km)'', [[Bodenfelde]]-Wahmbeck ''(35,0 km)'' und [[Bad Karlshafen]] ''(45,0 km)''.
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Hier schliesst sich eine mehr als 400 km lange Strecke bis nach Bremen, Bremerhaven und Cuxhaven an.
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=== Wandern ===
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==== Eco-Pfade ====
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* Aus Richtung [[Gottsbüren]] verläuft ein historischer Pilgerpfad, der ''Werdersche Weg'', über Gieselwerder bis nach [[Oedelsheim]] und zurück. Von der ''Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte Gottsbüren'' wurden historische Pilgerwege als Rundwanderwege angelegt und diese "[[Eco-Pfad Gottsbüren|Eco-Pfade]]" mit Hinweistafeln zu geschichtlichen Ereignissen ausgestattet.
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* Der [[Eco-Pfad Kulturgeschichte Oedelsheim]] bietet Besuchern im Ortsteil [[Oedelsheim]] einen spannenden Streifzug durch die Ortsgeschichte, die Geschichte seiner Kirche, seiner Anbindung an die [[Weser]] und seiner alten Fährverbindung (bereits 1288 wird eine Fähre am Ort erwähnt).
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* In 2013 eröffnet wurde der [[Eco-Pfad Burgen-Museen-Wasser Gieselwerder]], der den Bogen von den mittelalterlichen Burgen [[Gieselwerder]]s über die Schifffahrt und Flößerei bis hin zum Weserfachwerk im Ortskern spannt.
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==== Weitere Wanderwege ====
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* [[Weserberglandweg]]
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== Weserflößer ==
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[[Bild:Weserfloß-1.jpg|thumb|right|300px|[[Weserfloß]] bei Gieselwerder]]
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Im Jahre 2008 veranstalteten das „Büro am Fluss - Lebendige Weser e.V.“ und die „Flößerfreunde Reinhardshagen“ eine [[Weserflößer|Floßfahrt]] auf der [[Weser]] von [[Reinhardshagen]] nach Bremen.
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Damit wurde an das uralte Gewerbe der [[Weserflößer]] erinnert und eine historische Flusslandschaft neu entdeckt.
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Etwa 8 Tage brauchte im Jahre 2008 ein Gruppe von [[Weserflößer]]n, um mit einem Floß von [[Reinhardshagen]] - [[Veckerhagen]] (nördlich von [[Hann. Münden]] gelegen) bis nach Bremen zu gelangen.
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Der erste Haltepunkt - nach dem Start in [[Veckerhagen]] - lag am 12. Juli 2008 in [[Gieselwerder]].
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In den waldreichen Regionen am [[Reinhardswald]] und am [[Solling]] wurde die [[Weser]] seit Menschengedenken auch als Wasserstraße genutzt, um Holz in waldärmere Regionen zu flößen.
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Der Fluss bot einst einen preisgünstigen Transport, bis in den 1960-er Jahren Schwertransporter die Holzstämme preisgünstiger und schneller an ihr Ziel beförderten und die Arbeit der Weserflößer ersetzten.
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== Weblinks und Quellen ==
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!colspan="2" align=center | <div style="border:1px solid #ccc; background: #fff; border-right:3px solid #ccc; border-bottom:3px solid #ccc; text-align: left; padding:3px; float:right; font-size: smaller; line-height: 1.3; margin-right: 4px; width: 50 px;">
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[http://maps.google.de/maps?ll=51.583333,9.566667&spn=0.1,0.1&q=51.583333,9.566667 Oberweser auf google-Maps]
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=== Quellen ===
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<references/>
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=== Weblinks ===
 
* [http://www.oberweser.de/ Oberweser]
 
* [http://www.oberweser.de/ Oberweser]
* [http://regiowiki.hna.de/CDU  CDU Landkreis Kassel]
+
* [http://www.ekkh.de/gemeinden/Gieselwerder.php Website der Evangelischen Kirchengemeinde Gieselwerder mit Fotos von Kirche und Ort]
 +
* [http://www.bruecke-online.net/gieselwerder/ Evangelische Kirchengemeinde]
 +
* [https://www.katholische-kirche-oberweser.de/oberweserwahlsburg/ Katholische Kirchengemeinde]
 +
* [http://mühlenplatz-gieselwerder.de/ Mühlenplatz Gieselwerder]
 +
* [http://www.schiffermuseum.de/ www.schiffermuseum.de]
 +
* [http://www.weberei-museum-kircher.de/ www.weberei-museum-kircher.de]
 +
* [http://www.waldenser-oberweser.de/museum.html Waldenser-Museum in Gottstreu]
 +
* [http://schneewittchendorf.jimdo.com/ priv. Seite über das Schneewittchendorf Gieselwerder]
 +
* [http://www.weserbergland-tourismus.de/ www.weserbergland-tourismus.de]
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Aktuelle Version vom 11. November 2019, 20:51 Uhr

Oberweser
Gieselwerder 01.jpg
Rathaus im Ortsteil Gieselwerder
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 121
Fläche: 41,16 qkm
Einwohner: 3.292 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34399
Vorwahl: 05572 und 05574
Kfz-Kennzeichen: KS
Adresse der
Stadtverwaltung:
Brückenstr. 1
34399 Oberweser
Website: www.oberweser.de
Bürgermeister: Cornelius Turrey (SPD)

Der Luftkurort Oberweser war eine ehemals selbständige Gemeinde im Landkreis Kassel in Nordhessen mit etwa 3.600 Einwohnern.

Seit dem 1.1.2020 gehört Oberweser zur Gemeinde Wesertal im Landkreis Kassel, entstanden aus einer freiwilligen Fusion der Gemeinden Wahlsburg und Oberweser.

In einer kleinen Feier im großen Sitzungssaal des Regierungspräsidiums Kassel übergab Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber am 9. November 2019 den Vertretern der beiden Gemeinden die amtliche Genehmigung des Grenzänderungsvertrags, der die Fusion besiegelt, zugleich die erste freiwillige Gemeindefusion im Regierungsbezirk Kassel. Außerdem erhielten sie die offizielle Genehmigung des Landes für den Namen Wesertal.

Geografie

Lage

Die ehemalige Gemeinde Oberweser an der Bundesstraße B 80 liegt mit seinen Ortsteilen zu beiden Seiten der Weser zwischen Hann. Münden (im Süden) und Bad Karlshafen. Im Süden grenzt Oberweser an die Gemeinde Reinhardshagen im Norden an die ehemals selbständige Gemeinde Wahlsburg.

Ortsteile

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schlossen sich zum 1. Februar 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Arenborn, Gewissenruh, Gieselwerder, Gottstreu und Oedelsheim zur neuen Gesamtgemeinde Oberweser zusammen. Am 1. August 1972 kam Heisebeck hinzu.

Nahe der Weser liegt auch die Ortsteil Weißehütte mit Gasthof und Campingplatz.

Geschichte

Evangelische Christuskirche in Gieselwerder

Die Ortsteile der Gemeinde schauen auf lange Geschichte zurück. Der Ortsteil Gieselwerder wurde bereits im Jahre 1093 bei der Gründung des Klosters Bursfelde erstmals urkundlich erwähnt, Heisebeck im Jahre 1151, Arenborn im Jahre 1288 und Oedelsheim bereits im Jahre 1084.

Um das Jahr 1250 entstand im heutigen Zentralort Gieselwerder zunächst auf einer Weserinsel eine Siedlung mit zwei Burgen (Spitzenburg und Wasserburg). Auf der Spitzenburg haben die Grafen von Werder im 11. und 12. Jahrhundert gelebt, denen man zu Beginn des 12. Jahrhunderts in alten Urkunden begegnet.

Im 13. Jahrhundert ändern sich die Besitzverhältnisse und im Jahre 1231 befindet sich Gieselwerder im Besitz des Erzbischofs von Mainz. Lange Fehde schlossen sich an, bevor Gieselwerder im Jahre 1462 unter Landgraf Ludwig II. hessisch wurde.

Die Burg war vorübergehend Amtssitz (bis zur Verlegung nach Sababurg), bevor ihr im 16. Jahrhundert eine neue Rolle als Zolleinnahmestelle zukam. Von dem Gieselwerder, der ehemaligen an der Weser gelegenen Wasserburg, sind heute nur noch Reste der ursprünglichen Anlage vorhanden. Auf dem Gelände wurde im 20 Jahrhundert das heutige Fachwerk-Rathaus errichtet.

Geschichtlich kaum weniger bedeutend ist der Ortsteil Oedelsheim, der bereits Im Jahr 2000 sein 1200-jährige Bestehen feiern konnte. Die zu diesem Anlass erstellte Chronik zeichnete die kulturgeschichtliche Entwicklung eines bedeutenden Dorfs an der Oberweser und am Bramwald auf, das bis zum Ende des 11. Jahrhunderts auch der Sitz eines Erzpriesters war.

Der Eco-Pfad Kulturgeschichte Oedelsheim bietet Besuchern einen spannenden Streifzug durch die Ortsgeschichte, die Geschichte seiner Kirche, seiner Anbindung an die Weser und seiner alten Fährverbindung (bereits 1288 wird eine Fähre am Ort erwähnt). Er führt zu besonderen Fachwerkhäusern im Ort, das Älteste aus dem Jahr 1650. Auch das Dorfmuseum in Oedelsheim (Göttinger Str. 8) ist in einem 1656 erbauten diemelsächsisches Fachwerkhaus untergebracht.

Die Ortsteile Gewissenruh und Gottstreu sind Gründungen aus dem Jahre 1722. Die Dörfer wurden von Landgraf Carl von Hessen-Kassel als "Kolonien" für waldenser Glaubensflüchtlinge aus Frankreich angelegt.

Im Zuge der hessischen Gebietsreform entstand im Jahre 1971 die Großgemeinde Oberweser mit einer Gemarkungsfläche von 41,16 qkm und damals etwa 3.800 Einwohnern.

Kirchen

Katholische Kirche "St. Johannes Nepomuk" im Ortsteil Oedelsheim

Literatur

  • Hans-Georg Stephan: Der Solling im Mittelalter - Archäologie, Landschaft, Geschichte im Weser- und Leinebergland, archaeotopos-Verlag Dormagen 2011
  • Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011
  • 900 Jahre Gieselwerder, Gemeindevorstand der Gemeinde Oberweser, 1993

Museen

Waldensermuseum im Ortsteil Gottstreu

Partnerschaft

Seit 1995 unterhält Oberweser partnerschaftliche Beziehungen zu Adony im Ungarn. Regelmäßige gegenseitige Besuche fördern die Wahrnehmung kultureller Eigenheiten, aber auch Gemeinsamkeiten.

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister von Oberweser ist Cornelius Turrey (SPD). Er ist Bürgermeister seit dem 1. November 2016. [1][2][3]

Bei der vorangegangenen Wahl am 17.3.2013 erhielt Amtsvorgânger Rüdiger Henne (SPD) 957 Ja-Stimmen (das entspricht 90,6%) sowie 99 Nein-Stimmen (9,4%), ungültig waren drei Stimmen.

Amtsvorgänger von Cornelius Turrey waren:

  • 2001 bis 2016 Rüdiger Henne (SPD) [4]
  • sowie 1995 bis 2001 Roland Henne (SPD).

Gemeinderatswahlen 2016

  • SPD: 57,7% (-1,9% / 13 Sitze)
  • UWG: 26,9% (+4,8% / 6 Sitze)
  • CDU: 15,4% (-2,9% / 4 Sitze)

Landrat

Landrat im Landkreis Kassel ist Uwe Schmidt, SPD.

Wahlkreise

Bundestag

Landtag

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten am Ort

  • Das Waldenser-Museum in der Waldenser Str. 1 im ehemaligen Schulhaus des Ortsteils Gottstreu (gegenüber der Kirche) informiert über den langen Weg der waldenser Glaubensflüchtlinge vom Val Cluson (in den Cottischen Alpen) bis an die Oberweser und die Geschichte der 1722 gegründeten "Franzosendörfer" Gewissenruh und Gottstreu. Zumindest in der Zeit ab dem 1. Mai ist das Museum jeweils sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet.
  • Zu dieser Zeit kann auch die Waldenser-Kirche in Gottstreu aus dem frühen 18. Jahrhundert besichtigt werden, die nach französisch-reformierter Tradition als schlichte Predigtkirche gestaltet wurde.
  • Am Westrand von Oberweser - Gieselwerder befindet sich eine Freilichtausstellung, der "Mühlenplatz"; im Maßstab 1 : 25 und 1 : 40 werden nachgebildete Wassermühlen, Burgen, Schlösser, Kirchen und Rathäuser gezeigt.
  • Im Ortsteil Oedelsheim wird seit 1834 eine Fähre über die Weser betrieben. 1934 wurde hier nach dem Ausbau der neuen Fährstelle eine Gierseilfähre angeschafft und inzwischen eine neue Fähre in Dienst gestellt.
  • Das Dorfmuseum im Ortsteil Oedelsheim (Göttinger Str. 8) ist in einem 1656 erbauten diemelsächsisches Fachwerkhaus untergebracht und bietet auf einer Fläche von rund 160 qm, verteilt auf drei Etagen etwa 650 Exponate zur Ortsgeschichte, zu traditionellem Handwerk, zur Textilherstellung und Flößerei im Weserraum oder zur Schifffahrt auf der Weser. Im Sommer 2007 erwarb der Heimat- und Verkehrsverein einen 2000 Quadratmeter großen Platz hinter dem Museum samt Scheune, in der die Sparte Historische Agrartechnik ihren Platz fand.
  • Die Heimatstube in Arenborn bietet eine Ausstellung historischer Geräte aus dem landwirtschaftlich geprägten Ort.

siehe auch:

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

siehe auch

Oedelsheim - Weser-Fähre

Tourismus

Deutsche Märchenstrasse

Oberweser liegt an der Deutschen Märchenstraße (Märchenfiguren: der Gestiefelte Kater im Ortsteil Oedelsheim und Schneewittchen und die sieben Zwerge im Ortsteil Gieselwerder).

Übernachtungsmöglichkeiten

Wandern und Radwandern

Radwandern

Der Weser-Radweg verläuft aus Richtung Hann. Münden (Start) entlang der Weser bis nach Oberweser (25,0 km) und von dort weiter nach Lippoldsberg (30,0 km), Bodenfelde-Wahmbeck (35,0 km) und Bad Karlshafen (45,0 km).

Hier schliesst sich eine mehr als 400 km lange Strecke bis nach Bremen, Bremerhaven und Cuxhaven an.

Wandern

Eco-Pfade

  • Aus Richtung Gottsbüren verläuft ein historischer Pilgerpfad, der Werdersche Weg, über Gieselwerder bis nach Oedelsheim und zurück. Von der Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte Gottsbüren wurden historische Pilgerwege als Rundwanderwege angelegt und diese "Eco-Pfade" mit Hinweistafeln zu geschichtlichen Ereignissen ausgestattet.
  • Der Eco-Pfad Kulturgeschichte Oedelsheim bietet Besuchern im Ortsteil Oedelsheim einen spannenden Streifzug durch die Ortsgeschichte, die Geschichte seiner Kirche, seiner Anbindung an die Weser und seiner alten Fährverbindung (bereits 1288 wird eine Fähre am Ort erwähnt).
  • In 2013 eröffnet wurde der Eco-Pfad Burgen-Museen-Wasser Gieselwerder, der den Bogen von den mittelalterlichen Burgen Gieselwerders über die Schifffahrt und Flößerei bis hin zum Weserfachwerk im Ortskern spannt.

Weitere Wanderwege

Weserflößer

Weserfloß bei Gieselwerder

Im Jahre 2008 veranstalteten das „Büro am Fluss - Lebendige Weser e.V.“ und die „Flößerfreunde Reinhardshagen“ eine Floßfahrt auf der Weser von Reinhardshagen nach Bremen.

Damit wurde an das uralte Gewerbe der Weserflößer erinnert und eine historische Flusslandschaft neu entdeckt.

Etwa 8 Tage brauchte im Jahre 2008 ein Gruppe von Weserflößern, um mit einem Floß von Reinhardshagen - Veckerhagen (nördlich von Hann. Münden gelegen) bis nach Bremen zu gelangen.

Der erste Haltepunkt - nach dem Start in Veckerhagen - lag am 12. Juli 2008 in Gieselwerder.

In den waldreichen Regionen am Reinhardswald und am Solling wurde die Weser seit Menschengedenken auch als Wasserstraße genutzt, um Holz in waldärmere Regionen zu flößen.

Der Fluss bot einst einen preisgünstigen Transport, bis in den 1960-er Jahren Schwertransporter die Holzstämme preisgünstiger und schneller an ihr Ziel beförderten und die Arbeit der Weserflößer ersetzten.

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Oberweser
  2. HNA vom 10. Oktober 2016: Amtsantritt am 1. November. Turrey wird Bürgermeister in Oberweser, abgerufen am 13. Dezember 2016
  3. Cornelius Turrey im Internet
  4. HNA vom 25. Mai 2016: Auf Anraten seiner Ärzte. Rüdiger Henne in Oberweser gibt Bürgermeister-Amt auf

Weblinks



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WappenLkKassel.jpg

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