Oberneustadt: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Karlskirche mit altem Turm nach einer Ansichtskarte R Stiehl.jpg|thumb|Karlskirche]] Eingerahmt von mehrstöckigen Wohnhäusern, am Ende der gepflasterten [[Karlsstraße]],  setzte sich die Karlskirche in [[Kassel]] zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestens ins Bild.
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Damals präsentierte sich das 1697 begonnene und 1710 geweihte Gotteshaus noch mit vorgelagertem Haupteingang an der [[Frankfurter Straße]], der mit Giebel und kleinem Glockenturm das Straßenbild bestimmte. Mit der mächtigen Kuppel und einem weiteren achteckigen Aufsatz überragte die auf dem Grundriss eines gestreckten Achtecks entstandene Kirche die umgebende Bebauung.
  
  
  
 
[[Kategorie:Stadt Kassel]]
 
[[Kategorie:Stadt Kassel]]

Version vom 26. Februar 2008, 02:11 Uhr

Die Oberneustadt wurde auf dem alten Kasseler "Festungsrücken" - der Stadtbefestigung vorgelagert - um 1700 bewusst in Neuanlage geplant und gebaut. Es enstand ein quasi quadratisches Stadtarreal unter Landgraf Karl für seine hugenottischen Neubürger.

Von diesen französischen Religionsflüchtlingsfamilien, stammte auch ein späterer oder besser "Der Hofarchitekt" Simon Louis du Ry ab; sein Großvater war von Landgraf Karl mit dem Bau der Oberneustadt beauftragt worden.

Paul du Ry sollte ab 1685 Wohnsiedlungen für die hugenottischen Einwanderer schaffen. So entstand auch die Oberneustadt vor der Südwestfront der Festung Kassel. Als breiteste Straße wurde die Frankfurter Straße (damals Weinberger Straße oder Grande Rue) gebaut.

Später war dann sein Enkel Simon Louis du Ry sehr erfolgreich für den Landgrafen Friedrich II. tätig (siehe u. a. Friedrichsplatz).

Die Oberneustadt "arrondiert" sich um einen zentralen rechteckigen Platz, den Karlsplatz; um diesen wurden seinerzeit Gebäude zum Wohnen und Arbeiten für die hugenottischen Flüchtlinge gebaut.

Ebenso wurde die nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg und dem Wiederaufbau mit einem "zentralen" laternenartigen Turm "gekrönte" Karlskirche errichtet. Der Turm der Kirche beherbergt ein bedeutendes Glockenspiel, das regelmäßig erklingt und dabei manuell und professionell gespielt wird.

Einen großen Teil des seinerzeitigen Stadtbereichs nimmt heute die Verwaltung der Stadt Kassel ein, das "Altes Rathaus Kassel" und die technischen Erweiterungsbauten.

- H.-J.Schulz, 4/06 -

Karlskirche

Karlskirche
Eingerahmt von mehrstöckigen Wohnhäusern, am Ende der gepflasterten Karlsstraße, setzte sich die Karlskirche in Kassel zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestens ins Bild.

Damals präsentierte sich das 1697 begonnene und 1710 geweihte Gotteshaus noch mit vorgelagertem Haupteingang an der Frankfurter Straße, der mit Giebel und kleinem Glockenturm das Straßenbild bestimmte. Mit der mächtigen Kuppel und einem weiteren achteckigen Aufsatz überragte die auf dem Grundriss eines gestreckten Achtecks entstandene Kirche die umgebende Bebauung.