Nothfelden

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Die Kirche in Nothfelden

„Klein, aber fein.“ Dieses Prädikat nehmen die Nothfelder zu Recht für sich in Anspruch. Denn von dem 312 Meter hoch auf einem Plateau gelegenen 400-Seelen-Dorf bietet sich dem Betrachter ein Bilderbuchblick weit über das Wolfhager Land.Nothfelden ist ein landwirtschaftlich geprägter Stadtteil von Wolfhagen. Es gibt keinen Lebensmittelladen, auch keine Bäckerei,Metzgerei oder eine Gaststätte.Vorhanden sind jedoch insgesamt acht Handwerks- beziehungsweise Dienstleistungsbetriebe.

Geschichte

Der Ort wird urkundlich erstmals bereits im 10. Jahrhundert genannt und erscheint in den Urkunden des Klosters Hasungen als Niedern-Nothfeldt. Zur Unterscheidung des Ortes Obernothfelden, der jedoch schon um 1334 wüst wurde. Zum Dekanat der Kirche auf dem Schützeberg und damit zum Amt Wolfhagen gehörend wird Nothfelden in der Reformationszeit, die 1517 begann als Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg schlug und die 1648 mit dem Westfälischen Frieden endete, kirchlich eine Filiale von Altenhasungen.

Kirche

Architektonisches Wahrzeichen von Nothfelden ist die Chorturmkirche. Das Gotteshaus hat einen gedrungenen, romanischen Chorturm mit beschiefertem Fachwerkoberbau und Laternenhaube von 1803. Der Chorraum des einfachen Saalbauschiffes wurde 1751 mit Tieferlegung der Decke sowie Einzug einer Empore barock umgestaltet. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erhielt der Turm eine Laternenhaube.Nachdem im Oktober 2004 ein rund drei Quadratmeter großes Stück der Lehmdecke ausbrach und abstürzte, hat die rund 350-köpfige Kirchengemeinde die komplette Decke wieder nach altem handwerklichen Vorbild erneuert. Derzeit wird das Außen gelände neu gestaltet.

Parteien

Vereine

Für das rege gesellschaftspolitische Leben im Ort sind die Vereine Freiwillige Feuerwehr, Traditionsschützen, Jagdgenossenschaft, Förderverein Dorferneuerung, Liedertafel, Sozialverband VdK sowie die Kirmesburschen und -mädchen das tragende Fundament. Zudem die sehr aktive evangelische Kirchengemeinde.[1]

Traditionsschützen

Die Traditionsschützenbruderschaft wurde 1810 urkundlich erstmals erwähnt. Mit Schießen nichts am Hut war die Hauptaufgabe vielmehr die gegenseitige Hilfe sowie der Schutz des Ortes und seiner Einwohner. Apropos Hut: bei den Schützenfestumzügen ist für die Brüder das Tragen eines Hutes absolute Pflicht. Höhepunkt des Festes ist das Pritzen, wo der Pritschenmeister den neu aufgenommenen Brüder sowie neuen Stelleninhabern mit Schlägen auf das Hinterteil den Segen erteilt. Das jährlich stattfindende Schützenfest hat Tradition.

Ritterspiele

Ebenfalls Tradition haben Ritterspiele: Alljährlich immer am ersten Augustwochenende lassen im Reich von „Könich“ Rollo I. von der Burg Rödersen alle Männer und Frauen aus allen Ständen ihr Tagwerk ruhen, uUm zum Turnierplatz in Nothfelden zu pilgern. Denn da messen sich wackere Recken aus Rollos Reich und den benachbarten Gauen im ritterlichen Kampf. Auch die kleinen Prinzen, Knappen, Pagen, Prinzessinnen und Burgfräulein sind mit dabei. Ausgerichtet wird das mittelalterliche Spektakel von der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr.

Vereine

Weblinks

  1. sv-nothfelden

siehe auch

Der Schützeberg zwischen Wolfhagen und Nothfelden - ein zentraler Ort des Eco-Pfads Kulturgeschichte Wolfhagen.


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