Niestetal: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Niestetal''' mit etwa 10.600 Einwohnern ist eine größere Gemeinde im [[Landkreis Kassel]] in [[Nordhessen]] nahe der Stadt [[Kassel]].
 
'''Niestetal''' mit etwa 10.600 Einwohnern ist eine größere Gemeinde im [[Landkreis Kassel]] in [[Nordhessen]] nahe der Stadt [[Kassel]].
  
== Die Ortsteile ==
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== Gemeindegliederung ==
 
Ortsteile von Niestetal sind [[Heiligenrode]] und [[Sandershausen]].
 
Ortsteile von Niestetal sind [[Heiligenrode]] und [[Sandershausen]].
  
== Gemeindegebiet ==
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== Geografie ==
 
Durch das Gemeindegebiet am [[Kaufunger Wald]] fließt die [[Nieste (Fluss)|Nieste]].
 
Durch das Gemeindegebiet am [[Kaufunger Wald]] fließt die [[Nieste (Fluss)|Nieste]].
  
 
An der südlichen Grenze von [[Heiligenrode]] verläuft die [[Losse]]. Sie mündet bei Niestetal - [[Sandershausen]] in die [[Fulda (Fluss)|Fulda]].
 
An der südlichen Grenze von [[Heiligenrode]] verläuft die [[Losse]]. Sie mündet bei Niestetal - [[Sandershausen]] in die [[Fulda (Fluss)|Fulda]].
 
== Gemeindeparlament ==
 
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|CDU
 
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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
 
==== Heiligenrode ====
 
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Wichtigstes Datum in der Geschichte des Ortsteils [[Heiligenrode]] war der 8. Mai 1123. An diesem Tag erscheint zum ersten Mal der Name des Ortes in der Geschichte. Damals noch Helingenroth geschrieben, änderte sich die Schreibweise im Laufe der Zeit über die Bezeichnungen Heylgenrode und Helgenrade bis hin zum heutigen Ortsnamen [[Heiligenrode]].
 
Wichtigstes Datum in der Geschichte des Ortsteils [[Heiligenrode]] war der 8. Mai 1123. An diesem Tag erscheint zum ersten Mal der Name des Ortes in der Geschichte. Damals noch Helingenroth geschrieben, änderte sich die Schreibweise im Laufe der Zeit über die Bezeichnungen Heylgenrode und Helgenrade bis hin zum heutigen Ortsnamen [[Heiligenrode]].
  
 
War Heiligenrode früher ein Rodedorf, welches zum [[Stift Kaufungen|Kloster Kaufungen]] gehörte, entstand durch die am 8. Mai 1123 von Kaiser Heinrich V. unterzeichnete Urkunde ein eigenständiges Dorf.
 
War Heiligenrode früher ein Rodedorf, welches zum [[Stift Kaufungen|Kloster Kaufungen]] gehörte, entstand durch die am 8. Mai 1123 von Kaiser Heinrich V. unterzeichnete Urkunde ein eigenständiges Dorf.
  
In den folgenden Jahren entwickelte sich Heiligenrode an der Seite des  Dörfchens Umbach zu immer größerer Eigenständigkeit. Während der Ort Umbach im Jahr 1385 dem Untergang geweiht war, profitierte Heiligenrode von den „Übersiedlern" des Nachbarortes, die sich ihre neue Existenz in Heiligenrode aufbauten. Der Ort wurde dadurch so gestärkt, dass er sogar die Unruhen des 30jährigen Krieges nicht nur überstand, sondern auch mit den Widrigkeiten der Zeit danach fertig wurde.
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In den folgenden Jahren entwickelte sich Heiligenrode an der Seite des  Dörfchens Umbach zu immer größerer Eigenständigkeit. Während der Ort Umbach im Jahr 1385 dem Untergang geweiht war, profitierte Heiligenrode von den „Übersiedlern" des Nachbarortes, die sich ihre neue Existenz in Heiligenrode aufbauten. Der Ort wurde dadurch so gestärkt, dass er sogar die Unruhen des Dreißigjährigen Krieges nicht nur überstand, sondern auch mit den Widrigkeiten der Zeit danach fertig wurde.
Im 18. Jahrhundert wurde aus dem ehemaligen Rodedörfchen immer mehr ein Ort, in dem viele fleißige Bauern die umliegenden Äcker und Landflächen bewirtschafteten und so für ihren Lebensunterhalt sorgten. Dies hielt an, bis im Jahr 1939 die Wirren des 2. Weltkrieges begannen, unter denen der Ort sehr leiden musste.
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Im 18. Jahrhundert wurde aus dem ehemaligen Rodedörfchen immer mehr ein Ort, in dem viele fleißige Bauern die umliegenden Äcker und Landflächen bewirtschafteten und so für ihren Lebensunterhalt sorgten. Dies hielt an, bis im Jahr 1939 die Wirren des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] begannen, unter denen der Ort sehr leiden musste.
  
 
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[[Datei:Sma2.jpg|thumb|right|250px|SMA-Servicecenter am Sandershäuser Berg]]
 
Etwas jünger als der Nachbarort, aber doch auch schon über 840 Jahre alt, ist der Ort Sandershausen. Das erste Dokument von „Sandrateshusen" stammt aus dem
 
Etwas jünger als der Nachbarort, aber doch auch schon über 840 Jahre alt, ist der Ort Sandershausen. Das erste Dokument von „Sandrateshusen" stammt aus dem
Jahre 1167 und nimmt in historischer Hinsicht die Bedeutung einer Geburtsurkunde des heutigen [[Sandershausen]]s ein. In dieser Zeit hatten das [[Stift Kaufungen|Kloster Kaufungen]] sowie einige andere Klöster in der näheren Umgebung noch Besitzungen in der Feldmark von Sandershausen, die aber im Laufe der Zeit in das Eigentum der ansässigen Bauern übergingen.
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Jahre 1167 und nimmt in historischer Hinsicht die Bedeutung einer Geburtsurkunde des heutigen [[Sandershausen]] ein. In dieser Zeit hatten das [[Stift Kaufungen|Kloster Kaufungen]] sowie einige andere Klöster in der näheren Umgebung noch Besitzungen in der Feldmark von Sandershausen, die aber im Laufe der Zeit in das Eigentum der ansässigen Bauern übergingen.
  
 
Ähnlich wie Heiligenrode lebte auch Sandershausen zum überwiegenden Teil von den Erträgen der Landwirtschaft, bis die Flammen des Dreißigjährigen Krieges vieles verzehrten.
 
Ähnlich wie Heiligenrode lebte auch Sandershausen zum überwiegenden Teil von den Erträgen der Landwirtschaft, bis die Flammen des Dreißigjährigen Krieges vieles verzehrten.
  
Aber man ließ sich nicht beirren und baute wieder auf, was den Kriegswirren zum Opfer gefallen war. In den darauf folgenden Jahren ging man als unscheinbares Dörfchen durch die Geschichte und passte sich den jeweiligen Zeiten an. So ging es
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Aber man ließ sich nicht beirren und baute wieder auf, was den Kriegswirren zum Opfer gefallen war. In den darauf folgenden Jahren ging man als unscheinbares Dörfchen durch die Geschichte und passte sich den jeweiligen Zeiten an. So ging es den Bürgern recht gut, bis auch Sandershausen vom [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ergriffen wurde.
den Bürgern recht gut, bis auch Sandershausen vom 2. Weltkrieg ergriffen wurde.
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An diesem Abend fanden viele Menschen den Tod und Häuser brannten bis auf die Grundmauern nieder. Das wahre Ausmaß der Zerstörung wurde jedoch erst am nächsten Morgen sichtbar, als das Tageslicht unbarmherzig die zerstörten Orte erkennen ließ. Ohne ein Dach über dem Kopf und ohne ausreichende Nahrungsmittel war es für die meisten Menschen unmöglich geworden, in ihrer Heimatgemeinde zu bleiben, und so zog man fort und wartete fern der Heimat auf das Ende des Krieges.  
 
An diesem Abend fanden viele Menschen den Tod und Häuser brannten bis auf die Grundmauern nieder. Das wahre Ausmaß der Zerstörung wurde jedoch erst am nächsten Morgen sichtbar, als das Tageslicht unbarmherzig die zerstörten Orte erkennen ließ. Ohne ein Dach über dem Kopf und ohne ausreichende Nahrungsmittel war es für die meisten Menschen unmöglich geworden, in ihrer Heimatgemeinde zu bleiben, und so zog man fort und wartete fern der Heimat auf das Ende des Krieges.  
  
Nach Ende des Krieges im Jahr 1945 aber kamen viele wieder nach Hause in „ihr" Heiligenrode oder „ihr" Sandershausen, um sich mit unermüdlichem Einsatz dem Aufbau der Häuser zu widmen. Mit 40 DM „Startkapital" in der Tasche begann so der Wiederaufbau der Orte Heiligenrode und Sandershausen.
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Nach Ende des Krieges im Jahr 1945 kamen viele wieder nach Hause in „ihr" Heiligenrode oder „ihr" Sandershausen, um sich mit unermüdlichem Einsatz dem Aufbau der Häuser zu widmen. Mit 40 DM „Startkapital" in der Tasche begann so der Wiederaufbau der Orte Heiligenrode und Sandershausen.
  
 
Für die Jahre der Nachkriegszeit sind die Worte „Unsere Arbeit schuf aus Asche und Zerstörung ...", die am alten Bürgermeisteramt im Ortsteil Sandershausen zu lesen sind, bezeichnend. In beiden Orten entstanden neue Straßen, wurden Häuser wieder aufgebaut, Kindergärten, Schulen, Sportanlagen, Kinderspielplätze und viele andere Dinge, die uns heute ganz selbstverständlich erscheinen, errichtet.
 
Für die Jahre der Nachkriegszeit sind die Worte „Unsere Arbeit schuf aus Asche und Zerstörung ...", die am alten Bürgermeisteramt im Ortsteil Sandershausen zu lesen sind, bezeichnend. In beiden Orten entstanden neue Straßen, wurden Häuser wieder aufgebaut, Kindergärten, Schulen, Sportanlagen, Kinderspielplätze und viele andere Dinge, die uns heute ganz selbstverständlich erscheinen, errichtet.
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Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und der Besetzung von [[Sandershausen]] durch amerikanische Soldaten wurde dort [[Moritz Zahnwetzer]] zum kommissarischen Bürgermeister ernannt, ein Amt, das er schon bald an [[Heinrich Möller]] abgab. Bei der ersten Kommunalwahl in Hessen 1946 erreichte die SPD in Sandershausen 938 von 1285 gültigen Stimmen, die KPD kam auf 108 und die Überparteiliche Liste auf 241 Stimmen.
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Bei der Gebietsreform im Jahr [[1972]] wäre [[Sandershausen]] mit seinen damals 5208 Einwohnern beinahe ein Stadtteil von [[Kassel]] geworden. [[Heiligenrode]] mit seinen 4258 Einwohnern hätte eine eigenständige Gemeinde bleiben sollen, so lautete der Plan des hessischen Innenministeriums. Doch [[Sandershausen]] wollte nicht zum 24. Stadtteil von [[Kassel]] werden und bekam Unterstützung sowohl vom [[Landkreis Kassel|Landkreis]], als auch vom hessischen Gemeindetag. So kam es zum Zusammenschluss mit dem Nachbarort, obwohl die Enwohner der beiden Dörfer sich eigentlich nicht besonders gut leiden konnten.<ref>[http://www.hna.de/nachrichten/kreis-kassel/kaufungen/lieber-dorf-grossstadt-2440365.html Aus HNA.de vom 31. Juli 2012: Gemeinde Niestetal besteht seit 40 Jahren]</ref>
  
 
==== Niestetal ====
 
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[[Datei:Naturerlebnisbad Sandershausen.jpg|thumb|right|250px| Naturerlebnisbad Sandershausen]]
 
Als dann im Jahre 1972 im Rahmen der Gebietsreform der Zusammenschluss der beiden Orte [[Heiligenrode]] und [[Sandershausen]] zur Gemeinde Niestetal beschlossen wurde, konnten beide Dörfer auf eine solide Grundlage zurückblicken.  
 
Als dann im Jahre 1972 im Rahmen der Gebietsreform der Zusammenschluss der beiden Orte [[Heiligenrode]] und [[Sandershausen]] zur Gemeinde Niestetal beschlossen wurde, konnten beide Dörfer auf eine solide Grundlage zurückblicken.  
  
 
Nachdem das gemeinsame Rathaus mit Mehrzweckhalle, Gemeinschaftsräumen, Kegelbahnen sowie den Feuerwehrgebäuden mit Rettungsstationen von ASB und DRK errichtet war, konzentrierte man sich auf das Zusammenwachsen der beiden Ortsteile und erreichte damit, dass die Gemeinde ihrem Slogan „Wohngemeinde mit Freizeitwert“ gerecht werden kann.
 
Nachdem das gemeinsame Rathaus mit Mehrzweckhalle, Gemeinschaftsräumen, Kegelbahnen sowie den Feuerwehrgebäuden mit Rettungsstationen von ASB und DRK errichtet war, konzentrierte man sich auf das Zusammenwachsen der beiden Ortsteile und erreichte damit, dass die Gemeinde ihrem Slogan „Wohngemeinde mit Freizeitwert“ gerecht werden kann.
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Aus dem ehemaligen Freibad im Niestetaler Ortsteil [[Sandershausen]] ist ein [[Naturerlebnisbad Sandershausen|Naturerlebnisbad]] hervorgegangen. Das stark sanierungsbedürftige Freibad wurde [[2001]] in einen Schwimmteich umgewandelt, damals ein Pilotprojekt. Im Eröffnungsjahr kamen bis zu 1500 Besucher pro Tag zum "Schwimmteich Niestetal", wie er im Volksmund genannt wurde. Bedauerlicherweise musste der Badeteich im Laufe der Jahre wiederholt wegen Verunreinigungen vorübergehend geschlossen werden.
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== Kirchen ==
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[[Bild:Niestetal-Kirche-H.jpg|thumb|right|250px|Die ev. Kirche in Heiligenrode]]
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* [[Heiligenrode – evangelische Kirche|Ev. Kirche Heiligenrode]]
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* [[Sandershausen – evangelische Kirche|Ev. Kirche Sandershausen]]
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== Literatur ==
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* Richard Wittich, Sandershausen im Wandel der Zeiten, 1958
  
 
== Nieste ==
 
== Nieste ==
 
Auf ihrem Weg zur Mündung in die [[Fulda (Fluss)|Fulda]] bei Niestetal-[[Sandershausen]] durchfliest die Nieste das Niestetal, die gleichnamige Gemeinde [[Nieste]] und die Ortsteile von Niestetal, [[Heiligenrode]] und [[Sandershausen]].
 
Auf ihrem Weg zur Mündung in die [[Fulda (Fluss)|Fulda]] bei Niestetal-[[Sandershausen]] durchfliest die Nieste das Niestetal, die gleichnamige Gemeinde [[Nieste]] und die Ortsteile von Niestetal, [[Heiligenrode]] und [[Sandershausen]].
  
== siehe auch ==
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== Persönlichkeiten ==
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* [[Heinrich Möller]], ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Sandershausen nach dem Zweiten Weltkrieg, 1890 - 1951
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* [[Ludwig Raabe]], Sandershäuser Heilpraktiker, 1890 - 1950
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* [[Moritz Zahnwetzer]], Gründer der Druckerei Zahnwetzer und Kommunalpolitiker, 1884 - 1951
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* [[Richard Wittich]], Niestetaler Künstler, 1912 - 1981
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* [[Werner Bosch]], Gründer der Firma Orgelbau Bosch, 1916 - 1992
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Bild:Sensenstein_Wall_1.jpg|thumb|250 px|Ehem. Areal der Burg Sensenstein mit Wall, Nord-Sicht]]
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=== Sehenswürdigkeiten am Ort ===
 
* [[Burg Sensenstein]]
 
* [[Burg Sensenstein]]
* [[Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck]]
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* [[Heiligenrode – evangelische Kirche|Evangelische Kirche Heiligenrode]]
* [[Katholische Kirchengemeinden in Nordhessen]]
+
* [[Gut Windhausen|Gut und Schloss Windhausen]] und [[Affendenkmal]]
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=== Sehenswürdigkeiten in der Umgebung ===
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* [[Übersicht: Sehenswürdigkeiten im Landkreis Kassel]]
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== Schulen ==
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* [[Astrid-Lindgren-Schule Niestetal ]]
 +
* [[Grundschule Niestetal-Sandershausen]]
 +
* [[Wilhelm-Leuschner Schule Niestetal]]
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 +
== siehe auch ==
 +
* [[Eco-Pfad Sensenstein]]
 +
* [[Burgruine Sichelnstein]]
 +
* [[Gerholdsberg]]
 
* [[Kaufunger Wald]]
 
* [[Kaufunger Wald]]
 
* [[Losse]]
 
* [[Losse]]
 +
* [[Mühlenberg-Kaufunger Wald|Mühlenberg]]
 +
* [[Naturerlebnisbad Sandershausen]]
 
* [[Nieste (Fluss)|Nieste]]
 
* [[Nieste (Fluss)|Nieste]]
* [[Schloss Windhausen]]
+
* [[Schlacht am Sandershäuser Berg]]
 +
* [[SMA Technology AG]]
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== Straßennamen ==
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[[Datei:SMA.jpg|thumb|right|250px|Der Hauptsitz der SMA Solar Technology AG in Niestetal bei Kassel. - Quelle: HNA]]
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* [[Straßennamen in Niestetal]]
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== Vereine ==
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* [[TSG Sandershausen]]
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* [[TSV Heiligenrode]]
 +
* [[Landfrauenverein Niestetal]]
 +
* [[Geschichtsverein Niestetal]] | [http://www.geschichtsverein-niestetal.de/ ''Link'']
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* [[Schützenclub Sandershausen 1952 e.V.]] | [http://www.schuetzenclub-sandershausen.de/ ''Link'']
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== Wirtschaft ==
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* [[Orgelbau Werner Bosch]]
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* [http://www.portal-niestetal.de/ www.portal-niestetal.de]
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Niestetal Niestetal bei Wikipedia]
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* [http://www.superblumen.shop.ms/ Blumen Eck - Floristikfachgeschäft in Niestetal]
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* [http://www.niestetal.de/Wichtelbrunnenbad.53.0.html Wichtelbrunnenbad Niestetal]
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* [http://de.wikipedia.org/wiki/Niestetal Wikipedia-Eintrag Niestetal]
 
* [http://www.cdu-kassel-land.de/index.php?option=com_content&view=article&id=57&Itemid=50 CDU im Landkreis Kassel]
 
* [http://www.cdu-kassel-land.de/index.php?option=com_content&view=article&id=57&Itemid=50 CDU im Landkreis Kassel]
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* [[FDP im Landkreis Kassel]]
 
* [http://www.spd-kassel-land.de/ SPD Landkreis Kassel]
 
* [http://www.spd-kassel-land.de/ SPD Landkreis Kassel]
 
* [http://www.asb-niestetal.de/ Arbeiter Samariter Bund Niestetal]
 
* [http://www.asb-niestetal.de/ Arbeiter Samariter Bund Niestetal]
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* [http://www.naturparkfrauholle.land Geo-Naturpark Frau-Holle-Land]
  
  

Aktuelle Version vom 22. August 2021, 19:45 Uhr

Niestetal
Logo niestetal.png
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 221
Fläche: 22,15 qkm
Einwohner: 10.533 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34266
Vorwahl: 0561
Kfz-Kennzeichen: KS
Adresse der
Stadtverwaltung:
Heiligenröder Str. 70
34266 Niestetal
Website: www.niestetal.de
Bürgermeister: Marcel Brückmann

Niestetal mit etwa 10.600 Einwohnern ist eine größere Gemeinde im Landkreis Kassel in Nordhessen nahe der Stadt Kassel.

Gemeindegliederung

Ortsteile von Niestetal sind Heiligenrode und Sandershausen.

Geografie

Durch das Gemeindegebiet am Kaufunger Wald fließt die Nieste.

An der südlichen Grenze von Heiligenrode verläuft die Losse. Sie mündet bei Niestetal - Sandershausen in die Fulda.

Geschichte

Heiligenrode

Wichtigstes Datum in der Geschichte des Ortsteils Heiligenrode war der 8. Mai 1123. An diesem Tag erscheint zum ersten Mal der Name des Ortes in der Geschichte. Damals noch Helingenroth geschrieben, änderte sich die Schreibweise im Laufe der Zeit über die Bezeichnungen Heylgenrode und Helgenrade bis hin zum heutigen Ortsnamen Heiligenrode.

War Heiligenrode früher ein Rodedorf, welches zum Kloster Kaufungen gehörte, entstand durch die am 8. Mai 1123 von Kaiser Heinrich V. unterzeichnete Urkunde ein eigenständiges Dorf.

In den folgenden Jahren entwickelte sich Heiligenrode an der Seite des Dörfchens Umbach zu immer größerer Eigenständigkeit. Während der Ort Umbach im Jahr 1385 dem Untergang geweiht war, profitierte Heiligenrode von den „Übersiedlern" des Nachbarortes, die sich ihre neue Existenz in Heiligenrode aufbauten. Der Ort wurde dadurch so gestärkt, dass er sogar die Unruhen des Dreißigjährigen Krieges nicht nur überstand, sondern auch mit den Widrigkeiten der Zeit danach fertig wurde. Im 18. Jahrhundert wurde aus dem ehemaligen Rodedörfchen immer mehr ein Ort, in dem viele fleißige Bauern die umliegenden Äcker und Landflächen bewirtschafteten und so für ihren Lebensunterhalt sorgten. Dies hielt an, bis im Jahr 1939 die Wirren des Zweiten Weltkrieges begannen, unter denen der Ort sehr leiden musste.

Sandershausen

SMA-Servicecenter am Sandershäuser Berg

Etwas jünger als der Nachbarort, aber doch auch schon über 840 Jahre alt, ist der Ort Sandershausen. Das erste Dokument von „Sandrateshusen" stammt aus dem Jahre 1167 und nimmt in historischer Hinsicht die Bedeutung einer Geburtsurkunde des heutigen Sandershausen ein. In dieser Zeit hatten das Kloster Kaufungen sowie einige andere Klöster in der näheren Umgebung noch Besitzungen in der Feldmark von Sandershausen, die aber im Laufe der Zeit in das Eigentum der ansässigen Bauern übergingen.

Ähnlich wie Heiligenrode lebte auch Sandershausen zum überwiegenden Teil von den Erträgen der Landwirtschaft, bis die Flammen des Dreißigjährigen Krieges vieles verzehrten.

Aber man ließ sich nicht beirren und baute wieder auf, was den Kriegswirren zum Opfer gefallen war. In den darauf folgenden Jahren ging man als unscheinbares Dörfchen durch die Geschichte und passte sich den jeweiligen Zeiten an. So ging es den Bürgern recht gut, bis auch Sandershausen vom Zweiten Weltkrieg ergriffen wurde.

3. Oktober 1943

Man feierte, wie in jedem Jahr, das Erntedankfest, als um 20.45 Uhr die Sirenen heulten. In der Ferne hörte man, wie die Flak schoss und das schwere Brummen der Bomberverbände immer näher kam. In dem etwa eine Stunde dauernden Angriff legten die Bomberverbände ihre „Bombenteppiche" auf die Orte Heiligenrode und Sandershausen. Aber auch andere benachbarte Orte wurden durch die Angriffe schwer beschädigt.

An diesem Abend fanden viele Menschen den Tod und Häuser brannten bis auf die Grundmauern nieder. Das wahre Ausmaß der Zerstörung wurde jedoch erst am nächsten Morgen sichtbar, als das Tageslicht unbarmherzig die zerstörten Orte erkennen ließ. Ohne ein Dach über dem Kopf und ohne ausreichende Nahrungsmittel war es für die meisten Menschen unmöglich geworden, in ihrer Heimatgemeinde zu bleiben, und so zog man fort und wartete fern der Heimat auf das Ende des Krieges.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach Ende des Krieges im Jahr 1945 kamen viele wieder nach Hause in „ihr" Heiligenrode oder „ihr" Sandershausen, um sich mit unermüdlichem Einsatz dem Aufbau der Häuser zu widmen. Mit 40 DM „Startkapital" in der Tasche begann so der Wiederaufbau der Orte Heiligenrode und Sandershausen.

Für die Jahre der Nachkriegszeit sind die Worte „Unsere Arbeit schuf aus Asche und Zerstörung ...", die am alten Bürgermeisteramt im Ortsteil Sandershausen zu lesen sind, bezeichnend. In beiden Orten entstanden neue Straßen, wurden Häuser wieder aufgebaut, Kindergärten, Schulen, Sportanlagen, Kinderspielplätze und viele andere Dinge, die uns heute ganz selbstverständlich erscheinen, errichtet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Besetzung von Sandershausen durch amerikanische Soldaten wurde dort Moritz Zahnwetzer zum kommissarischen Bürgermeister ernannt, ein Amt, das er schon bald an Heinrich Möller abgab. Bei der ersten Kommunalwahl in Hessen 1946 erreichte die SPD in Sandershausen 938 von 1285 gültigen Stimmen, die KPD kam auf 108 und die Überparteiliche Liste auf 241 Stimmen.

Gebietsreform 1972

Bei der Gebietsreform im Jahr 1972 wäre Sandershausen mit seinen damals 5208 Einwohnern beinahe ein Stadtteil von Kassel geworden. Heiligenrode mit seinen 4258 Einwohnern hätte eine eigenständige Gemeinde bleiben sollen, so lautete der Plan des hessischen Innenministeriums. Doch Sandershausen wollte nicht zum 24. Stadtteil von Kassel werden und bekam Unterstützung sowohl vom Landkreis, als auch vom hessischen Gemeindetag. So kam es zum Zusammenschluss mit dem Nachbarort, obwohl die Enwohner der beiden Dörfer sich eigentlich nicht besonders gut leiden konnten.[1]

Niestetal

Naturerlebnisbad Sandershausen

Als dann im Jahre 1972 im Rahmen der Gebietsreform der Zusammenschluss der beiden Orte Heiligenrode und Sandershausen zur Gemeinde Niestetal beschlossen wurde, konnten beide Dörfer auf eine solide Grundlage zurückblicken.

Nachdem das gemeinsame Rathaus mit Mehrzweckhalle, Gemeinschaftsräumen, Kegelbahnen sowie den Feuerwehrgebäuden mit Rettungsstationen von ASB und DRK errichtet war, konzentrierte man sich auf das Zusammenwachsen der beiden Ortsteile und erreichte damit, dass die Gemeinde ihrem Slogan „Wohngemeinde mit Freizeitwert“ gerecht werden kann.

Aus dem ehemaligen Freibad im Niestetaler Ortsteil Sandershausen ist ein Naturerlebnisbad hervorgegangen. Das stark sanierungsbedürftige Freibad wurde 2001 in einen Schwimmteich umgewandelt, damals ein Pilotprojekt. Im Eröffnungsjahr kamen bis zu 1500 Besucher pro Tag zum "Schwimmteich Niestetal", wie er im Volksmund genannt wurde. Bedauerlicherweise musste der Badeteich im Laufe der Jahre wiederholt wegen Verunreinigungen vorübergehend geschlossen werden.

Kirchen

Die ev. Kirche in Heiligenrode

Literatur

  • Richard Wittich, Sandershausen im Wandel der Zeiten, 1958

Nieste

Auf ihrem Weg zur Mündung in die Fulda bei Niestetal-Sandershausen durchfliest die Nieste das Niestetal, die gleichnamige Gemeinde Nieste und die Ortsteile von Niestetal, Heiligenrode und Sandershausen.

Persönlichkeiten

  • Heinrich Möller, ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Sandershausen nach dem Zweiten Weltkrieg, 1890 - 1951
  • Ludwig Raabe, Sandershäuser Heilpraktiker, 1890 - 1950
  • Moritz Zahnwetzer, Gründer der Druckerei Zahnwetzer und Kommunalpolitiker, 1884 - 1951
  • Richard Wittich, Niestetaler Künstler, 1912 - 1981
  • Werner Bosch, Gründer der Firma Orgelbau Bosch, 1916 - 1992

Sehenswürdigkeiten

Ehem. Areal der Burg Sensenstein mit Wall, Nord-Sicht

Sehenswürdigkeiten am Ort

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Schulen

siehe auch

Straßennamen

Der Hauptsitz der SMA Solar Technology AG in Niestetal bei Kassel. - Quelle: HNA

Vereine

Wirtschaft

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Aus HNA.de vom 31. Juli 2012: Gemeinde Niestetal besteht seit 40 Jahren

Weblinks



Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

Ahnatal | Bad Emstal | Bad Karlshafen | Baunatal | Breuna | Calden | Espenau | Fuldabrück | Fuldatal | Grebenstein | Habichtswald | Helsa | Hofgeismar | Immenhausen | Kaufungen | Liebenau | Lohfelden | Naumburg | Nieste | Niestetal | Reinhardshagen | Schauenburg | Söhrewald | Trendelburg | Vellmar | Wesertal | Wolfhagen | Zierenberg