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Version vom 21. Juli 2017, 22:14 Uhr

Naumburg
Wiki282.jpg
Stadtansicht (Foto: Norbert Müller)
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Fläche: 66,29 qkm
Einwohner: 5.217 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34311
Vorwahl: 05625
Kfz-Kennzeichen: KS
Adresse der
Stadtverwaltung:
Burgstr. 15
34311 Naumburg
Bürgermeister: Stefan Hable (CDU)
Website: www.naumburg.eu

Naumburg ist ein staatlich anerkannter Kneippkurort im Landkreis Kassel in Nordhessen mit etwa 5.500 Einwohnern.

Geografie

Lage

Naumburg liegt im Naturpark Habichtswald östlich des Langen Walds an der Elbe. Höchste Erhebung ist der Sandkopf (450 m) im Naumburger Stadtwald.

Nachbargemeinden sind im Norden Wolfhagen, im Osten Bad Emstal, im Südosten Fritzlar und Edertal und im Westen Waldeck.

Stadtteile

Im Rahmen der kommunalen Neugliederung in Hessen schlossen sich im Jahre 1971 die heutigen Stadtteile Naumburg, Altendorf, Altenstädt, Elbenberg, Heimarshausen zur Stadt Naumburg zusammen.

Geschichte

Burg Naumburg

Nur wenige Mauer- und Grabenreste sind von der ehemaligen Burg Naumburg erhalten geblieben, die um das Jahr 1170 oberhalb der Altstadt von Naumburg auf einem Bergkegel errichtet wurde und 1626 zerstört worden ist.

Stadtgeschichte

Die Burg aus dem Jahre 1170 überragte einst die Stadt. Burg und Stadt waren oft in Fehde zwischen dem Erzbistum Mainz und den Landgrafen von Hessen verstrickt und wechselten häufig ihre Besitzer.

Mit dem Bau der katholischen Stadtpfarrkirche St. Crescentius, einer 3-schiffigen gotischen Basilika, wurde im 14. Jahrhundert begonnen. Die Kirche beherbergt auch die Naumburger Madonna, die um das Jahr 1340 entstanden ist.

Durch die lange Zugehörigkeit der Stadt zum Erzbistum Mainz entstand nach der Reformation eine katholischen Enklave im überwiegend protestantischen Nordhessen.

An die alte mainzische Zeit erinnern heute noch das Stadtwappen und auch der Grenzsteinpfad, der zu den historischen Grenzsteinen führt, die sich bis heute rund um die Stadt finden lassen, darunter das Bubenkreuz als der wohl älteste Grenzstein. Eine Warte, ein Beobachtungsposten aus dem Mittelalter, findet sich noch zwischen Naumburg und dem Stadtteil Altenstädt.

In den Jahren 1544 bis 1588 gehörte die Stadt zum Fürstentum Waldeck, dabei wurde die evangelische Religion eingeführt. 1612/15 wurde die Bevölkerung rekatholisiert.

Gut ein halbes Jahrhundert später, am 9. Juli 1684 wurde die Stadt durch einen Großbrand fast vollständig zerstört. In der historischen Altstadt sind bis heute gut erhaltene Fachwerkbauten aus der Zeit danach erhalten geblieben.

In Folge des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 kam Naumburg zusammen mit anderen ehemals kurmainzischen Enklaven (wie zum Beispiel Fritzlar) zur Landgrafschaft Hessen-Kassel und wurde mit der Annexion von Hessen-Kassel durch Preußen im Jahre 1866 preußisch.

Am 31. Marz 1904 nahm die Kleinbahn Kassel-Naumburg ihren Verkehr auf. Noch heute existiert die Strecke, die mit einem historischen Zug befahren wird.

Der seit Beginn des 19. Jahrhunderts hessischen Stadt wurden im Rahmen der hessischen Gebietsreform im Jahre 1971 die Gemeinden Altendorf, Altenstädt, Elbenberg und Heimarshausen eingegliedert und es entstand eine Gemarkungsfläche von mehr als 6600 ha mit damals 4.924 Einwohnern.

Seit 1995 ist die Stadt auch als Kneippkurort staatlich anerkannt.

Kirchen

St. Crescentius in Naumburg

Kunst und Kultur

  • Galerie am Türmchen“, im Stadtteil Elbenberg (Turmweg 5)

Literatur

  • Volker Knöppel, Der Große Stadtbrand vom 9. Juli 1684 in Naumburg, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2009, S. 27 ff.
  • Volker Knöppel, Hauschronik für Naumburg, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2012

Museen

Partnerstädte

Partnerschaftliche Beziehungen der Stadt Naumburg bestehen seit 1992 zur Stadt Komárom in Ungarn und seit Oktober 2001 zur Stadt San Mauro Pascoli in Italien.

Politik

Bürgermeister und Stadtverordnetenversammlung

Bürgermeister

Bürgermeister von Naumburg ist Stefan Hable.

Stadtverordnetenversammlung

Ergebnisse der Kommunalwahlen 2011 und 2006: % (2011) Sitze (2011) % (2006) Sitze (2006)
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 41,7 13 42,6 13
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 41,3 13 40,6 13
LINKE Die Linke 4,2 1 - -
FWG Freie Wählergemeinschaft 12,7 4 16,8 5


Landrat

Landrat im Landkreis Kassel ist Uwe Schmidt, SPD.

Parteien

Wahlkreise

Bundestag

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten am Ort

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt führt der Historische Stadtrundgang in Naumburg.

Auf dem Weg vom Naumburger Bahnhof zum Haus des Gastes führt er unter anderem an zahlreichen sehenswerten Fachwerkhäusern und den folgenden Stationen vorbei:

Steinfigur an der katholischen Kirche in Naumburg
Naumburg - historische Bebauung an der Burgstraße neben der kath. Stadtkirche
  • Bahnhof (der Bahnhof entstand durch den Bau der Kassel-Naumburger-Eisenbahn in den Jahren 1903/ 04)
  • Evangelische Kirche (erbaut im Jahr 1879 als neugotisch, einschiffiges Kirchengebäude)
  • Poststation (seit 1870 bestand eine regelmäßige Postverbindung zwischen Naumburg und den Nachbarstädten)
  • Haus Graf-Volkwin-Straße 9 (1793/ 95 wurde hier eine Synagoge errichtet, später auch ein Anbau mit Schulsaal; am 11.11.1938 wurde der Betraum verwüstet und abgebrochen, woran eine Gedenktafel aus dem Jahr 2004 erinnert)
  • das älteste Haus in Naumburg (an der Stadtmauer steht das einzige Haus, das den Stadtbrand von 1684 überlebt haben soll)
  • die Kurfürstliche Rentei (bis zur Säkularisierung des Erzbistums Mainz 1802/ 03 war hier die Kurfürstliche Rentei untergebracht, später das Amtsgericht]
  • Katholische Stadtpfarrkirche St. Crescentius (mit den ältesten Bauteilen aus Anfang des 14. Jahrhunderts)
  • Marktplatz (in seiner Nähe befanden sich einst alle wichtigen Gebäude wie Kirche, Rathaus, Schule und Kurfürstliche Rentei)
  • Rathaus (das historische Rathaus direkt am Marktplatz, in unmittelbarer Nähe von Kirche, Schule und Kurfürstlischer Rentei)
  • Haus des Gastes (Veranstaltungszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Hoffmannschen Ziegelei).

siehe auch: Historischer Stadtrundgang in Naumburg

Altstadt und Kirche St. Crescentius

Sehenswert ist in Naumburg - neben den Straßenzüge der historischen Altstadt - insbesondere die katholische Stadtpfarrkirche St. Crescentius, eine ursprünglich gotische Hallenkirche (Pseudo-Basilika), mit deren Errichtung zu Beginn des 14. Jahrhunderts begonnen wurde. Aus dieser Zeit sind noch Teile des unteren Turmes, des Chores und der Südwand erhalten geblieben, ebenso wie die steinerne Naumburger Madonna. Darüber hinaus stammt das jetzige Kirchengebäude aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

Dem großen Stadtbrand in Naumburg im Jahre 1684 fiel das gesamte Kirchengebäude einschließlich der Inneneinrichtung zum Opfer und es dauerte einige Jahre bis die Kirche am 26. Juni 1692 mit einem Hochaltar wieder eingeweiht werden konnte; vor dem Brand waren fünf Altäre vorhanden. Bei einer umfassenden Restaurierung der Kirche Ende des 19. Jahrhunderts wurden auch die Kirchenfenster erneuert.

Auch der reiche Bestand an alten Fachwerkhäusern stammt zum Teil noch aus der Zeit nach dem Stadtbrand.

Literatur: Magnus Backes und Hans Feldtkeller, Kunsthistorischer Wanderführer Hessen, S. 293

Kleinbahn Kassel - Naumburg

Kleinbahn Naumburg - Kassel

Ungewöhnlich viele Menschen hatten sich am 31. März 1904 auf dem Bahnhof in Wilhelmshöhe eingefunden. Es war der Tag, an dem die Kleinbahn Kassel-Naumburg ihren Verkehr aufnahm.

Noch heute existiert die Strecke und wer will, kann mit dem historischen Zug Hessencourrier die alte Zeit aufleben lassen.

Ganz vollendet wurde das Projekt jedoch nie. Die ursprüngliche Planung, bis nach Netze im Waldecker Land weiterzubauen, wurde später verworfen.

Seit ihrer Indienststellung im Jahr 1941 ist die Dampflok 206 des Hessencourriers auf den Kleinbahn-Gleisen zwischen Kassel und Naumburg unterwegs.

Von Kassel über Altenbauna nach Naumburg verläuft die 33,4 km lange Bahnlinie, die im Volksmund auch "Naumburger Bahn" genannt wird.

Die Streckenführung ist besonders deswegen interessant, weil auf verhältnismäßig kurzen Abschnitten beträchtliche Höhenunterschiede zu bewältigen sind.

siehe auch:


Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

siehe auch

Am Naumburger Rathaus

Vereine

Wandern

Angebote rund um Naumburg

Habichtswaldsteig

Zum Vergrößern anklicken: Streckenverlauf des Habichtswaldsteiges

Der Habichtswaldsteig ist ein 85 Kilometer langer Wanderweg in Nordhessen. Der Premium-Wanderweg führt vom Edersee vorbei an Naumburg, Wolfhagen, Bad Emstal, Niedenstein und Schauenburg, vorbei am Kasseler Herkules nach Habichtswald und Zierenberg. Er kann aber auch andersherum gelaufen werden.

Auf ihrer Tour werden Wanderer vom scharfen Blick des Habichts begleitet. Der Greifvogel, der in der Region zu Hause ist, ist das Symbol für den neuen Habichtswaldsteig. Passend dazu lautet das Motto: "Auf den Schwingen des Habichts".

Der zweite Charakter des Habichtswaldsteiges ist der Bezug zur Grimmheimat und damit zu Märchen. Um den Berg der Fee läuft der Wanderer bei Breuna, im Land der Riesen befindet er sich bei Wolfhagen und im Tal der Quellen bei Naumburg. Auf der Burgruine der Schauenburg kann der Wanderer von vier überdimensionalen Thronen aus Eichenholz den Blick herrschaftlich über die weite Landschaft schweifen lassen.

Auf vier Etappen lässt sich der Habichtswaldsteig erwandern.

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Website der Katholischen Kirchengemeinde "St. Crescentius" Naumburg

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

Ahnatal | Bad Emstal | Bad Karlshafen | Baunatal | Breuna | Calden | Espenau | Fuldabrück | Fuldatal | Grebenstein | Habichtswald | Helsa | Hofgeismar | Immenhausen | Kaufungen | Liebenau | Lohfelden | Naumburg | Nieste | Niestetal | Oberweser | Reinhardshagen | Schauenburg | Söhrewald | Trendelburg | Vellmar | Wahlsburg | Wolfhagen | Zierenberg