Mordserie an Türken und Griechen in Deutschland von 2000 bis 2006: Unterschied zwischen den Versionen

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== Der Begriff Döner-Morde in der Kritik ==
 
== Der Begriff Döner-Morde in der Kritik ==
  
Kritik am Begriff "Döner-Morde" wurde von veilen Seiten geäußert. Auch der Türkisch-Islamischen Kulturverein in Borken findet den Begriff falsch. Die Neonazi-Mordserie hat auch bei den Türken im Schwalm-Eder-Kreis für Unsicherheit gesorgt.<ref>
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Kritik am Begriff "Döner-Morde" wurde von vielen Seiten geäußert. Auch der Türkisch-Islamische Kulturverein in Borken findet den Begriff falsch. Die Neonazi-Mordserie hatte auch bei den Türken im Schwalm-Eder-Kreis für Unsicherheit gesorgt.<ref>
 
[http://www.hna.de/nachrichten/schwalm-eder-kreis/fritzlar/sorge-muslime-waechst-borken-1492653.html Aus HNA.de vom 17. November 2011: Sorge der Muslime wächst]</ref>
 
[http://www.hna.de/nachrichten/schwalm-eder-kreis/fritzlar/sorge-muslime-waechst-borken-1492653.html Aus HNA.de vom 17. November 2011: Sorge der Muslime wächst]</ref>
  

Version vom 17. November 2011, 12:57 Uhr

Nach dem Mord an Halit Yozgat untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße.

Eine Mordserie an Türken und Griechen von 2002 bis 2006 unter dem Begriff Döner-Morde wird eine bundesweite Mordserie (auch Mordserie Bosporus genannt[1]) bezeichnet. Ein griechischer und acht türkische Unternehmer wurden zwischen Herbst 2000 und Frühjahr 2006 bei Attentaten ermordet.

Opfer aus Kassel

Der damals 21-jährige Halit Yozgat wurde am 6. April 2006 in seinem Internetcafé an der Holländischen Straße in Kassel erschossen. Er war das letzte Opfer der Döner-Mordserie.[2]

Ablauf der Tat in Kassel

Gegen 17 Uhr betrat der Täter das Internetcafé von Halit Yozgat in der Holländischen Straße 82. Die Waffe des Mörders: eine Ceska vom Typ 83, Kaliber 7,65, bestückt mit einem Schalldämpfer. Die Pistole steckte in einer Plastiktüte. Der Täter zielte auf Halit Yozgat und schoss ihm in den Kopf. Dann flüchtete er unerkannt. Wie in allen anderen Fällen der Mordserie auch. Gefunden wurde Halit Yozgat kurz darauf von seinem Vater. Der Notarzt kann dem jungen Mann nicht mehr helfen. In den Hinterräumen des Cafés saßen zu dieser Zeit drei Männer, die im Internet surften. Einer gab bei der Polizei an einen dumpfen Schuss gehört zu haben. Wegen des Straßenlärms hatte er dem aber keine Bedeutung beigemessen. Auch die beiden anderen Männer konnten der Polizei keinen Hinweis geben. Alle drei wurden wenige Tage nach der Tat vom Verdacht enthoben.[3]

Verfassungsschützer Andreas T.

Am 21. April 2006, gut zwei Wochen nach dem Mord in Kassel, geriet ein Mitarbeiter des Hessischen Verfassungsschutzes, Andreas T., ins Visier der Polizei. Der Mann aus Hofgeismar war kurz vor der Tat noch im Internetcafé von Mordopfer Halit Yozgat. Privat, wie er der Polizei damals sagte. 24 Stunden nach seiner Festnahme wurde er wieder freigelassen. Ein dringender Tatverdacht habe sich nicht ergeben, sagte die Staatsanwaltschaft.[4]

Opfer der Mordserie im Überblick

  • Blumenhändler (Nürnberg), getötet am 9. September 2000
  • Schneider (Nürnberg), getötet am 13. Juni 2001
  • Gemüsehändler (Hamburg), getötet am 27. Juni 2001
  • Gemüsehändler (München), getötet am 29. August 2001
  • Verkäufer (Rostock), getötet am 25. Februar 2004
  • Imbiss-Inhaber (Nürnberg), getötet am 5. Juni 2005
  • Schlüsseldienst-Inhaber (München), getötet am 15. Juni 2005
  • Kiosk-Besitzer (Dortmund), getötet am 4. April 2006
  • Internetcafé-Betreiber (Kassel), getötet am 6. April 2006[5]

Der Begriff Döner-Morde in der Kritik

Kritik am Begriff "Döner-Morde" wurde von vielen Seiten geäußert. Auch der Türkisch-Islamische Kulturverein in Borken findet den Begriff falsch. Die Neonazi-Mordserie hatte auch bei den Türken im Schwalm-Eder-Kreis für Unsicherheit gesorgt.[6]

Auf Wikipedia - Mordserie Bosporus

Mordserie Bosporus

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Wikipedia-Artikel zu Mordserie Bosporus
  2. Aus HNA.de vom 13. November 2011: "Dönermorde": Türken in Kassel haben Zweifel an Ermittlern
  3. Aus HNA.de vom 16. November 2011: "Döner-Morde": Verfassungsschützer war regelmäßig im Internetcafé
  4. Aus HNA.de vom 16. November 2011: "Döner-Morde": Verfassungsschützer war regelmäßig im Internetcafé
  5. Übersichtskarte auf Stern.de: Die Spur des rechten Terrors
  6. Aus HNA.de vom 17. November 2011: Sorge der Muslime wächst