Mielenhausen: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 9. November 2007, 22:11 Uhr

Wappen Mielenhausen

Mielenhausen ist ein Ortsteil der Stadt Hann. Münden.

Lage

Mielenhausen liegt im südlichen Teil Niedersachsens zwischen der Universitätsstadt Göttingen und der Dreiflüssestadt Hann. Münden (Werra, Fulda, Weser), mitten im Naturpark Münden mit seinen herrlichen Wäldern mit zahlreichen Wanderwegen und dem durch das Schedetal. führenden Radfernweg.

Über die Bundesstrasse B 3, die die Städte Göttingen und Hann. Münden verbindet, erreicht man Mielenhausen aus östlicher oder westlicher Richtung.

Geschichte

> Informationen zur Ortsgeschichte

Kurzdarstellung der Dorfgeschichte

Einblick in die Mielenhäuser Geschichte

Zur Erstellung dieser Kurzdarstellung diente die Quelle "Mielenhausen 1979" von †Willi Osenbrück, Ortsheimatpfleger.

Spuren aus früher Vergangenheit

Die "Geburtsstunde" oder gar die "Geburtsurkunde" unseres Dorfes bereitet wie bei fast allen Siedlungen einige Schwierigkeiten. Auf die Besiedlung des engeren Heimatraumes Mielenhausen "Schedetal - Bramwald" deuten frühgeschichtliche Funde hin. Funde von 1909, ein viertausend Jahre altes Steinbeil auf dem Schorfhagen und von 1961 eine bronzene Dolchklinge auf einem Grundstück an der Strasse Mühlenberg. Die bronzene Dolchklinge beweist, dass in der Bronzezeit das Schedetal und die angrenzenden Hänge Lagerplatz für Hirtenvölker der damaligen Zeit gewesen sein müssen. Diese Funde geben keinen Aufschluss über die Gründung des Dorfes Mielenhausen.

Erste geschichtliche Erwähnung

Die erste schriftliche Erwähnung von Mielenhausen (Mylenhausen) stammt von 1260, zu finden im Urkundenbuch des Klosters Hilwartshausen. Eine andere Geschichtsquelle, " Lotze Geschichte der Stadt Münden", nennt einen namens Johannes de Milenhusen, der 1260 und 1263 in Schriftstücken als Zeuge erwähnt wird. Sein Name verrät uns, dass er oder seine Vorfahren aus dem Dorf Mielenhausen stammen könnten. Der Name Mielenhausen begegnet uns auch heute noch in der Stadt Dransfeld.

Entwicklung des Dorfes

Über Jahrhunderte hatte sich das örtliche Leben kaum verändert. Das natürliche Umfeld -Wald und Flur- bot für die Menschen die Grundlage zum Leben und prägte die Arbeitswelt, das Dorfbild, die Essgewohnheiten und die Ausstattung der Häuser. Die auslaufende Dreifelderwirtschaft und der Einsatz neuer Pflanzen (z.B. Kartoffeln) im Ackerbau brachten nur geringen Fortschritt. Die Möglichkeiten der Fortbewegung erfuhren eine Verbesserung durch den Bau der Chaussee (1774-1785) durch das Schedetal, heute B3, sowie den Bau der Eisenbahnstrecke Göttingen, Dransfeld, Oberscheden, Hann. Münden.

Landwirtschaft

Bis kurz vor 1900 mussten die Mielenhäuser ihr Getreide mit dem Dreschflegel auf der Scheune oder auch im Hausflur dreschen. Mit der Verbreitung der Dampfmaschine hielt das Maschinenzeitalter Einzug und veränderte das dörfliche Leben. Aber kein Bauer war reich genug, um sich eine Dreschmaschine und die für den Antrieb erforderliche Dampfmaschine anzuschaffen. Die Möglichkeit das Getreide mit der Dreschmaschine dreschen zu lassen bot ein Maschinenbesitzer aus Dransfeld. Die bestellte Dreschmaschine stellte er für einige Zeit auf dem Dreschplatz ab. Dorthin konnten die Bauern ihre Erntewagen ziehen und das Getreide dreschen lassen. 1896 gründeten 10 Bürger aus Mielenhausen eine Dreschgenossenschaft. Dem Bau eines Maschinenschuppens folgte der Kauf einer gebrauchten Dreschmaschine, die von einem Lokomobil angetrieben wurde. Die Genossen konnten ihr Getreide und das Getreide der anderen Ackerbautreibenden nun in Mielenhausen dreschen.


Schule

Bis 1748 besuchten die Kinder aus Mielenhausen, Dankelshausen, Ober- und Nieder-scheden gemeinsam die Schule in Oberscheden. Ab 1748 wurden die Mielenhäuser Kinder in Mielenhausen unterrichtet. Der Unterricht wurde im Kapellengebäude/ Oberdorf abgehalten. Es fand zeitweise auch Unterricht in der Wohnung des Lehrers statt. 1874 errichtete die Gemeinde Mielenhausen ein Schulgebäude, heute Wohnhaus der Familie Kanngießer. Das zu klein gewordene Schulhaus wurde 1910 durch ein größeres Gebäude am Dorfplatz ersetzt, wo die Kinder bis 1951 unterrichtet wurden. 1951errichtete die Gemeinde Mielenhausen ein neues Schulgebäude, welches den derzeitigen Anforderungen an die schulische Versorgung im Dorf entsprach. 2 Klassenräume, eine Lehrerwohnung und Nebengelass fanden Platz im neuen Gebäude. Das alte Schulhaus von 1910 wurde abgerissen und auf der Fläche ein Schulhof errichtet. Die Eigenständigkeit der Schulversorgung in Mielenhausen endete 1970. Die Kinder, die die Grundschule besuchten, wurden der Mittelpunktschule in Scheden zugeordnet. Die Räumlichkeiten der Schule wurden bis 1974 von der Mittelpunktschule Scheden mitgenutzt.

Infrastruktur/ Strom, Wasser, Abwasser, Strassen

1914 wurde mit dem Bau der Leitungen für die Stromversorgung in Mielenhausen begonnen. Der 1.Weltkrieg unterbrach die Bauarbeiten, die 1919/1920 fortgesetzt und abgeschlossen wurden. Bis dahin konnten die Dorfbewohner die Abende nur bei Kerzenschein oder Petroleumlicht verbringen. 1994 wird das Stromnetz von der EAM verkabelt. Eine weitere Verbesserung der Lebensqualität der Mielenhäuser Bürger wurde 1936 mit dem Bau einer zentralen Wasserversorgung erreicht. Das Wasser aus der "Quelle unter dem Stemmgraben" wurde in einen Hochbehälter geleitet und von dort ins Wasserleitungsnetz eingespeist. Bis zu diesem Zeitpunkt schöpften die Bürger das Wasser aus Brunnen, die heute noch teilweise erhalten sind. Um dem gestiegenen Wasserbedarf Rechnung zu tragen, wurde 1961 ein Brunnen mit 102 m Tiefe am Koppelweg (Zum Schorfhagen 40) gebohrt und über eine Speiseleitung mit dem Hochbehälter verbunden. Zur weiteren Sicherung der Wasserversorgung wurde 1968 die Quelle am Stemmgraben neu gefasst. Der Bau der Kanalisation für Schmutz- und Oberflächenwasser im Jahr 1964 war für die Einwohner ein erheblicher Zugewinn an Lebensqualität. Von nun an gehörten die kleinen luftigen "Örtchen" am Mist oder an der hintersten Ecke des Grundstücks der Vergangeneinheit an. Danach erfolgte Zug um Zug der Ausbau der örtlichen Straßen mit Gehwegen, Parkplätzen und Straßenbeleuchtung. Die Inbetriebnahme des neuen Tiefbrunnens und der Anschluss an das Wasserversorgungsnetz der Stadt Hann. Münden, unter der Regie der Versorgungsbetrieb Hann. Münden (VHM), erfolgt 1990. 1994 führen die VHM die Teilerneuerung des innerörtlichen Wasserleitungsnetzes durch. 2003 wird zur Erhöhung des Wasserdrucks im Versorgungsnetz des Ortes ein neuer Hochbehälter („Vor dem Schorfhagen“) vom Versorgungsunternehmen errichtet, der mit Wasser aus dem Tiefbrunnen oder aus dem Verbundnetz der VHM gespeist wird. Mit der Inbetriebnahme des Hochbehälters gibt es genügend Wasserdruck an allen Zapfstellen. 2003 wird die Baumassnahme "Wasserversorgungsverbund Stadt Hann. Münden" abgeschlossen.

Brandschutz

Die Bewohner von Mielenhausen schützten vor 1872 ihr Hab und Gut bei Bränden mit den derzeit zur Verfügung stehenden Löschmitteln - Ledereimer und Wasser. Die Löschgeräte wurden an vielen Stellen im Dorf, an gut zugänglichem Orten, aufbewahrt. Die Löschwasserversorgung erfolgte aus Löschteichen und Brunnen. Mit dem Bau der zentralen Wasserversorgung 1936 verbesserte sich die Löschwasserversorgung enorm. Von den Hydranten konnte das Löschwasser mittels einer fahrbaren Handpumpe zum Brandherd gefördert werden. Die Freiwillige Feuerwehr im Dorf besteht seit 1872. Dies geht aus alten Dokumenten der Gemeinde hervor. Zur Verbesserung des Brandschutzes wurde 1952 am Dorfplatz ein Feuerwehrgerätehaus mit einem Stellplatz für ein Löschfahrzeug -VW Bulli - gebaut. Die gesamte feuerwehrtechnische Ausstattung wurde von nun an hier an zentraler Stelle gelagert. 1971 errichteten die Bürger am geplanten Bolzplatz ein Feuerwehrgerätehaus mit Gerätehalle für ein neues Löschgruppenfahrzeug –LF8. Das neue Domizil hat im Untergeschoss Räume, in die 1973 Toiletten, Duschräume und Umkleideräume eingebaut wurden. In den nachfolgenden Jahren wurde Feuerwehr-gerätehaus um einen Mannschafts- und Schulungsraum erweitert.

Kirche, Friedhof

1955 bekam das Dorf seine eigene Kirche. In Gemeinschaftsarbeit, die viele begeisterte Bürgerinnen und Bürger leisteten, entstand in 1800 Arbeitsstunden die St. Johannis Capelle.Ein Teil des Baumaterials - Holz und Steine- wurde zum Teil aus dem Gemeindeforst im Bramwald beschafft. Die Bewohner steuerten zur Finanzierung des Baus 3.500 DM bei. Der Weg zum Gottesdienst ins Nachbardorf Dankelshausen hört nun der Vergangenheit an. 1968 errichtete die politische Gemeinde Mielenhausen auf dem Friedhofgelände in Eigenleistung eine Kapelle. Die Bürgerinnen und Bürger leisteten 2016 freiwillige Arbeitsstunden und spendeten 6.700 DM.

Gemeinde- und Gebietsreform

Im Zuge der Gemeinde- und Gebietsreform entscheidet sich der Gemeinderat 1972 für den Anschluss an die Stadt Hann. Münden. Ein Grenzänderungsvertrag zwischen der Stadt Hann. Münden und der Gemeinde Mielenhausen regelt den Zusammenschluss. 1973 endet, mit In-Kraft-Treten des Vertrages, die Selbständigkeit der Gemeinde Mielenhausen. Mielenhausen wird Ortsteil der Stadt Hann. Münden. Der Grenzänderungsvertrag garantiert den Mielenhäuser Bürgerinnen und Bürger, dass ihre Belange nicht in der Stadt Hann. Münden unterzugehen, sondern auch in Zukunft als ausgeprägtes dörfliches Bild nach außen gezeigt werden. Die Umsetzung der Idee von 1966 einen kulturellen Mittelpunkt in Form einer Mehrzweckhalle zu schaffen ist Bestandteil des Grenzänderungsvertrages. Die Umsetzung der Idee wurde mit Nachdruck von den örtlichen Kommunalpolitikern betrieben. Unter Regie der Stadt Hann. Münden begannen 1974 die Arbeiten zum Bau des Dorfgemeinschaftshauses, die 1975 abgeschlossen wurden. Die feierliche Einweihung erfolgte zum Grenzbierfest 1975. 1985 wird das Dorfgemeinschaftshaus um ein Stuhllager erweitert. Der Kellerraum unter dem Stuhllager wird dem Schießstand des KKSV angegliedert und vom Verein in Eigenleistung ausgebaut Auf dem Gelände unterhalb des Feuerwehrgerätehauses entstanden 1975 ein Kinderspiel- und ein Bolzplatz.

Entwicklung der Einwohnerzahlen

1550 33 Einwohner- vermutlich wurden nur über 14 Jahre alte Personen registriert - 1689 133 Einwohner 1821 240 Einwohner 1877 322 Einwohner 1939 317 Einwohner 1946 502 Einwohner 1964 411 Einwohner 1970 454 Einwohner 1995 512 Einwohner 2004 501 Einwohner 2006 464 Einwohner

Mielenhausen heute

- Mielenhausen ist ein Ortsteil der Stadt Hann Münden mit ca. 464 Einwohnern - wird geführt und vertreten durch einen Ortsbürgermeister und durch einen Ortsrat mit 9 Ratsmitgliedern - die meisten Bürgerinnen und Bürger erwerben ihren Lebensunterhalt als Pendler in die Umlandgemeinden - kleine Gewerbebetriebe bieten Beschäftigten die Möglichkeit Geld zum Lebensunterhalt zu verdienen - Mielenhausen wird vom öffentlichen Personennahverkehr bedient und ist über die Bundesstrasse 3 zu erreichen - die Kinder werden bis zur Einschulung im Kindergarten im Ortsteil Volkmarshausen betreut - die schulische Versorgung der Kinder erfolgt an den Schulen in der Kernstadt Hann. Münden - Versorgungsmöglichkeiten für Dinge des täglichen Bedarfs haben die Einwohner bei einem Bäcker im Ort, rollenden Läden oder durch Einkaufsmöglichkeiten in Hann. Münden oder Umgebung - die medizinische Versorgung der Bevölkerung erfolgt durch Einrichtungen in Hann. Münden und Umland - die Bürgerinnen und Bürger, alt eingesessen oder zugezogen, gestalten das rege und abwechslungsreiche örtliche Leben unseres Ortes - die kulturellen Aktivitäten werden überwiegend vom Kulturverein, dem Ortsrat, der Feuerwehr, der Chorgemeinschaft, dem TTSV und dem KKSV gepflegt. Diese Institutionen bieten den Bürgerinnen und Bürgern, ob Jung und Alt, die Möglichkeit sich durch ihr Arrangement bei der Gestaltung eines regen und gemeinschaftlichen Lebens im Ort zu beteiligen.

©Heinz Köwing 2007

Vereine

Turnverein Mielenhausen

Kulturverein Mielenhausen e.V.

Kulturverein Mielenhausen e.V.

Vom Kulturausschuss zum Kulturverein.

In der Zeit der Selbstständigkeit der Gemeinde Mielenhausen, die mit der Gebiets- und Verwaltungsreform im Jahre 1973 endete, gab es zur Unterstützung des Gemeinderates verschiedene Ausschüsse. Die Bürgerinnen, Bürger, Vereine und Gruppen konnten sich mit ihren Anliegen an diese Ausschüsse wenden, die dann Lösungen entwickelten und diese dem Gemeinderat zur Beratung und Entscheidung vorlegten. So konnten die Bewohner auf die Gestaltung der kulturellen- und kommunal-politischen Arbeit Einfluss nehmen, welches zu Stärkung der dörflichen Gemeinschaft beitrug.

1973 endete mit der Gebiets- und Verwaltungsreform die Selbstständigkeit der Gemeinde Mielenhausen. Viele Aufgaben wurden nun von der Stadt Hann. Münden wahrgenommen. An die Stelle des Gemeinderates trat der neue Ortsrat, der die Gestaltung des kulturellen Lebens im Dorf sowie die Pflege des dörflichen Zusammen-haltes dem Kulturausschuss übertrug.

Dem Kulturausschuss, der vom Ortsbürgermeister geleitet wurde, gehörten die Ortsrat-mitglieder, die Vorsitzenden der örtlichen Vereine, Vertreter von Gruppen und Interessenverbänden an. Die wesentlichen Aufgaben des Kulturausschusses bestanden darin, örtliche Veranstaltungen zu koordinieren, Feste und Feiern zu planen und durchzuführen, sowie Arbeitseinsätze im Dorf zu organisieren. Über viele Jahre hat sich der Ausschuss besonders bei der jährlichen Terminabsprache unter den Vereinen und Gruppen und bei der Pflege der öffentlichen Grünanlagen bewährt. Bei den Landes- und Bundeswettbewerben „Unser Dorf soll schöner werden“ übernahm der Ausschuss federführend die Organisation und erzielte mit großem Engagement der Bürgerinnen und Bürger großartige Erfolge. Mielenhausen wurde mehrfach Sieger bei den Landeswettbewerben und belegte zweimal den 2. Platz bei den Bundeswettbewerben. Ortsrat und Kulturausschuss waren auch für die Organisation des Grenzbierfestes zuständig, das alle 10 Jahre stattfindet. Der Kulturausschuss bestand bis 1998.

Die seit 1994 zunehmende Ebbe in der Stadtkasse zwang die Stadt Hann. Münden, beim Betreiben der DGH zu sparen. Durch den Wegfall der Hausmeisterstelle für das Dorfgemeinschaftshaus in Mielenhausen wurde nach einer kostengünstigeren Lösung zur Unterhaltung und zum Betrieb des DGH gesucht. Der damalige Ortsbürgermeister Manfred Wesemann entwickelte für den Betrieb des DGH ein Modell, in dem der Betrieb des DGH einen Verein (Kulturverein)übertragen wurde, um die Kosten zu senken. Der Ortsrat durfte aus rechtlichen Gründen diese Aufgabe nicht übernehmen.

Ortsbürgermeister M. Wesemann stellte sein Betreibermodell dem Ortsrat, den Vertretern der örtlichen Vereine und der Stadt Hann. Münden vor, die dem Modell zustimmten. In einer schriftlichen Vereinbarung wurde das Organisatorische und Finanzielle mit der Stadt Hann. Münden geregelt. Die Vereinbarung regelt das Betreiben des DGH durch den Kulturverein.

Am 16. Dezember 1997 wurde der Kulturvereins Mielenhausen e.V. als gemeinnütziger Verein von 18 Mitgliedern gegründet. Der Kulturverein übernahm die Verantwortung für den Betrieb des DGH. Dieses völlig neue Betreibermodel fand viel Beachtung und diente über die Region Hann. Münden hinaus als Modell. Für die Reinigung des DGH stellte der Verein eine Arbeitskraft ein. Seitdem erhält der Kulturverein von der Stadt Hann. Münden einen monatlichen Zuschuss zur Abdeckung der Lohnkosten. Vereinszweck ist darüber hinaus und ganz wesentlich die Belebung und Förderung kultureller Angebote im Gebiet des Ortsteiles Mielenhausen (Stadt Hann. Münden).

Erreicht werden die Ziele durch: • die Durchführung und Beteiligung von kulturellen Veranstaltungen. (Vorträge, Folkloreveranstaltungen, Ausstellungen, alle 10 Jahre Grenzbierfest) • die Pflege des Liedgutes und des Chorgesanges. • die Förderung sportlicher Übungen und Leistungen. • die Förderung kulturschaffender Personen und Gruppen aus dem Gebiet des Ortsteils durch die Aufnahme ihrer Veranstaltungen in das Jahresprogramm des Vereins. • die Förderung der Heimatpflege. • die Zusammenarbeit mit den Vereinen und Verbänden im Gebiet des Ortsteils bei Veranstaltungen, die dem Zweck des Kulturvereins Mielenhausen e. V. dienen. • die Koordination kultureller Veranstaltungen im hiesigen Raum(Veranstaltungskalender). • die Information der Vereinsmitglieder/Bevölkerung über die im Ortsgebiet des Ortsteils vorgesehenen Veranstaltungen. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Hann. Münden anzustreben.

Der Kulturverein wird von einem neunköpfigen Vorstand geführt. Zum 1. Vorsitzenden des Vereins wählte die Versammlung Manfred Wesemann. 2003 übernahm Nick ten Pas die Führung des Vereins. Seit 2006 wird der Verein von Anne Specht geführt.

Quelle: Festschrift Grenzbierfest 2005 N. ten Pas, bearbeitet für Internet: H. Köwing August 2007

KKSV Mielenhausen 1931 e.V.

Kleinkaliber-Schützenverein Mielenhausen 1931 e.V.

Der Kleinkaliber-Schützenverein Mielenhausen 1931 e.V. wurde im Januar 1931 von 14 schießbegeisterten Bürgern aus Mielenhausen gegründet. Tatkräftig unterstützt wurden die Gründungsmitglieder vom damaligen Vorstandsmitglied des Kreisschützenverbandes Münden Erich Tank. Die Übungsschießen fanden auf dem Schießstand des Kriegervereins auf dem Schorfhagen statt.

Gründungsmitglieder: Walter Kühle, August Engel, Luis Klinge, Heinrich Winnemuth, Albert Welker, Robert Welker, Walter Engel, Richard Meyer, Willi Bürmann, Willi Seeschaaf, Willi Thies, Alwin Bergmann, Karl Beuermann, Arthur Enkel

Auf dem Grundstück des Vereinsmitgliedes Robert Meyer errichtete der aufstrebende Schützenverein seinen ersten eigenen Kleinkaliber-Schießstand. Am 15.7.1934 wurde die Standweihe durchgeführt. Vereinslokal wurde das Gasthaus zur Post.

Die gute Entwicklung des Schützenvereins wurde durch den 2. Weltkrieg unterbrochen, was nicht das Betreiben des Schießsports für immer vergessen ließ. Erst im Jahre 1950 erlaubte die britische Militärregierung dem ehemaligen Schützenverein sich neu zu gründen und den Schießsport mit Armbrust, Luftgewehr, Pfeil und Bogen wieder aufzunehmen.

Die Wiedergründung des KKSV Mielenhausen 1931 e.V. erfolgte am 7. April 1955, mit 18 Mitgliedern. Maßgeblichen Anteil an der Wiedergründung hatte, wie auch bei der Erstgründung, Erich Tank. Der vereinseigene Schießstand aus der Vorkriegszeit wurde umgebaut und den neuen Erfordernissen angepasst. 1959 wurde die modernisierte Schießsportanlage eingeweiht. Von da an durfte wieder Kleinkaliber geschossen werden. Hinzu kam ein Schießstand für Luftdruckwaffen auf dem Festsaal "Gasthaus Zur Post".

Der Schützenverein erhielt eine Vereinsfahne. Die Fahnenweihe fand am 29.06.1963 statt. Da auch bei der Jugend und den Damen des Ortes Interesse am Schießsport bestand, gründete der Verein eine Jugend- und Damenabteilung.

Im Rahmen des Umbaus der Dorfschule zum Dorfgemeinschaftshaus 1974 – 1975 bot sich dem Schützenverein die Möglichkeit, im Erdgeschoss unter der Turnhalle und dem Duschraum, einen Schießstand einzurichten. In 400 Stunden Eigenleistung errichteten die Schützinnen und Schützen, mit Unterstützung der Stadt Hann. Münden, einen Schießstand mit 6 Bahnen für Luftdruckwaffen und angegliederten Aufenthaltsraum. Die feierliche Einweihung fand am 31.10.1975 statt. Seit 1975 findet das Schießen mit Luftdruckwaffen auf dem neuen Stand statt. Das Schießen mit Kleinkaliberwaffen wird seit dem Umzug ins Dorfgemeinschaftshaus auf Schießständen benachbarter Schützenvereine durchgeführt.

Den Bau des Stuhllagers am Dorfgemeinschaftshaus nutzte der Schützenverein, 1985, seinen Schießstand zu erweitern. In Absprache mit der Stadt Hann. Münden wurde das Stuhllager unterkellert. Der Verein übernahm die Erdarbeiten sowie umfangreiche handwerkliche Arbeiten am Bau. Den Keller unter dem Stuhllager baute der Verein in Eigenleistung aus und konnte dadurch die Räumlichkeiten um 4 m erweitern. Die Schießbahnen wurden um 4m verschoben. Der Raumgewinn wurde dem Aufenthaltsraum zugeordnet.

Der Verein blickt mit stolz auf eine 76 jährige Geschichte zurück. Die Entwicklung des Vereins wurde geprägt durch Mitglieder mit viel Willensstärke und Leistungsbereitschaft unter Führung seiner 1. Vorsitzenden: Albert Welker, Heinrich Winnemuth, Karl Drubel, Werner Hornig, Hilmar Schröder, Heinz Grollmuß, Dietmar Schoß, Jens Beeken und Michael Stammel.

Die Schützinnen und Schützen betreiben Schießsport gemäß Schießsportordnung mit dem Luftgewehr, der Luftpistole, dem Kleinkaliber und der Sportpistole. Sie qualifizieren sich als Mannschaft oder als Einzelschützen/in auf Kreis-, Bezirks- oder Landesebene.

Besonders stolz ist der Verein auf Schützenbruder Karl Drubel, der 1986 mit dem Luftgewehr Landesschützenkönig in der Wettkampfklasse Altersschützen wurde.

Die Mitglieder, begeisterte Schützinnen und Schützen, pflegen gemäß der Schützentradition das Gesellige, wie Schützenfeste, Königsbälle und Freizeitveranstaltungen. Als Mitglied im Kulturverein Mielenhausen e.V. ist der Verein eingebunden in die Pflege und Gestaltung eines regen kulturellen Dorflebens in Mielenhausen. Mit zur Zeit 98 Mitglieder ist der Verein Mitglied im Kreisverband Münden, NSSV, Deutschen Schützen- und Sportbund.

1. Vorsitzende von - bis

  • Albert Welker 1931 - 1934
  • Heinrich Winnemuth 1934 - Kriegsausbruch 1939
  • Heinrich Winnemuth 1955 - 1960
  • Karl Drubel 1960 - 1961
  • Werner Hornig 1961 - 1970
  • Hilmar Schröder 1970 - 1981
  • Heinz Grollmuß 1982 - 1990
  • Dietmar Schoß 1990 - 1996
  • Jens Beeken 1996 - 2001
  • Michael Stammel 2001 -

Heinz Köwing 2007 August

Radwege

Mit dem Fahrrad durch das Schedetal.

siehe auch

Weblinks

Überregional:

Städte und Gemeinden im Landkreis Göttingen
Wappen Landkreis Goettingen.png

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