Merxhausen: Unterschied zwischen den Versionen

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* [http://www.ekkw.de/wolfhagen/gemeinden/bad_emstal.html Evangelische Kirchengemeinde]
 
* [http://www.ekkw.de/wolfhagen/gemeinden/bad_emstal.html Evangelische Kirchengemeinde]
 
* [http://www.geschichtsverein-bademstal.de/Historisches/Ortsteile/Merxhausen/merxhausen.html Merxhausen auf der Website des Kultur- und Geschichtsvereins Bad Emstal e.V.]
 
* [http://www.geschichtsverein-bademstal.de/Historisches/Ortsteile/Merxhausen/merxhausen.html Merxhausen auf der Website des Kultur- und Geschichtsvereins Bad Emstal e.V.]
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* [http://www.klosterspiele-merxhausen.de/frame_25.htm Klosterspiele Merxhausen]
  
  

Version vom 6. Juli 2008, 00:36 Uhr

Merxhausen ist ein Ortsteil von Bad Emstal südwestlich von Kassel mit sehenswerten historischen Gebäuden.

Geschichte

Zur Geschichte des Ortes

Der kleinste Ortsteil von Bad Emstal wurde vermutlich schon im Jahre 973 erstmals urkundlich erwähnt und dann in Urkunden im Jahre 1145 als ”Merkereshusen” und 1151 als ”Merkirshusen” genannt.

Seinerzeit stand der Ort im Besitz der Herren von Blumenstein, die auch das Patronatsrecht über die Pfarrkirche ausübten.

Die sehenswerten ehemaligen Klostergebäude beherbergen heute eine psychiatrische Klinik sowie eine heilpädagogische Einrichtung.

Seit dem 1. Januar 1972 bilden die vier Orte Balhorn, Merxhausen, Riede und Sand die Großgemeinde Bad Emstal.

siehe auch:

Kloster und Klosterkirche

Das ehemalige Augustiner-Kloster in Merxhausen, in späteren Jahren Hospital und Landesheilanstalt, ist eine gotische Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert.

1213 wurde die Klosterstiftung der Herren von Blumenstein bei Dörnberg durch den Erzbischof von Mainz als sogenanntes Augustiner-Chorherren-Doppelstift belegt. Nach 43-jähriger Bauzeit wurde die Klosterkirche im Jahre 1256 geweiht.

Nachdem die Chorherren abgewandert waren, wurde das Kloster als Nonnenkloster genutzt. Das Klostergebäude wurde im Jahre 1475 durch einen Brand zerstört und das Klosterleben eingestellt. Unter Landgraf Wilhelm II. von Hessen wurden die verbliebenen Nonnen in andere Klöster verlegt. Augustiner-Chorherren aus dem westfälischen Bödecken übernahmen daraufhin das Kloster und bauten es wieder auf.

Im Zuge der Reformation in Hessen wurde das Kloster 1527 und 27 Chorherren und Brüder abgefunden. Landgraf Philipp I. wandelte das Kloster - ebenso wie weitere Klöster - in ein Hospital für arme Kranke aus der Landbevölkerung um. Dabei blieb dem Hospital der gesamte Klosterbesitz erhalten.

Nach der Teilung Hessens im Jahre 1575 gehörte Kloster Merxhausen mit 365 Kranken zu den vier Hohen Hospitälern, die bis 1810 unter einer gemeinsamen Verwaltung standen.

1631 (im Dreißigjährigen Krieg) wurde das Hospital von Tillys Truppen zunächst zerstört, aber umgehend wieder aufgebaut. Die Betreuung der Kranken übernahmen auswärtige Ärzte.

1881 wurde das Hospital auch für Kranke aus den Städten gegen Zahlung der Kosten geöffnet. In dieser Zeit wurde der erste Arzt fest angestellt. 1929 wurde das Hospital dann in Landesheilanstalt umbenannt.

Im "Dritten Reich" starben hier Patienten an Euthanasiemaßnahmen.

Seit der Schließung des Heimes wird die historische Klosteranlage als Psychiatrisches Krankenhaus des Landeswohlfahrtsverband Hessens genutzt.

Klosterspiele auf der Freilichtbühne

Der Ort verfügt über eine Freilichtbühne, auf der im Sommer Theateraufführungen stattfinden. Die Darbietungen der Freilichtbühne "Klosterspiele Merxhausen" beziehen auch Patienten des psychiatrischen Krankenhauses in Merxhausen mit ein.

Die Aufführungen der Freilichtbühne finden alle zwei Jahre finden im Sommer innerhalb der Klosteranlage statt. In 2008 wird bereits auf „25 Jahre Theater im Klostergarten“ zurückgeblickt.

siehe auch

Weblinks



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