Mercedes-Benz Werk in Kassel: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Mercedes-Benz Werk in Kassel ging aus der [[1810]] von [[Georg Alexander Carl Henschel|Georg Henschel]] gegründeten Glocken- und Kanonengießerei hervor. Ab [[1848]] wurden Lokomotiven produziert, ab [[1924]] Lkw. Nach der Zerstörung im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] wurde die Fabrik ab [[1945]]/[[1946]] erneut aufgebaut. Die Fahrzeugproduktion wurde [[1948]] wieder aufgenommen und ausgebaut. Inzwischen verlassen täglich etwa 2300 Achsen das Werk - 2007 waren es insgesamt rund 580.000 Stück.<ref>Aus der HNA vom 28. Mai 2008: Hier Arbeiten hier: Das Mercedes-Benz-Werk</ref>
  
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Im Jahr [[1969]] wurden die Hanomag-Henschel-Fahrzeugwerke AG mit der Daimler-Benz AG gegründet. Bis zum Jahr [[1980]] wurde das Werk schrittweise von der Lastwagenproduktion auf die Herstellung von Achsen umgestellt. Schon [[1970]] begann auch die Fertigung von Achsen für Daimler-Nutzfahrzeuge. 1980 lief schließlich der letzte Hauben-Lastwagen in Kassel vom Band. Die fünfmillionste Achse lieg im Jahr [[1989]] vom Band und der Konzern bennent sich in ''Mercedes-Benz AG'' (vorher Daimler-Benz AG) um.
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Der Antriebsstrang wurde [[1995]] zum eigenen Geschäftszweig. Kassel wird organisatorisch mit dem Standort in [https://de.wikipedia.org/wiki/Gaggenau Gaggenau] in Baden-Württemberg zusammengelegt. 1996 begann die Trailer-Achsenproduktion.
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Im Jahr [[1997]] wurden wegen eines Produktionsbooms 165 neue Stellen geschaffen. Befristete Arbeitsverträge wurden um ein Jahr verlängert.<ref>Artikel aus der HNA vom 4. Dezember 2014: Neueinstellungen im Achswerk</ref>
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Im März [[2004]] ging das elektronische Personalmanagement-System ''ePeople'' an den Start. Etwa eine Million Euro kostete die Einführung in Kassel. Mit dem System konnten sich Mitarbeiter intern auf ausgeschriebene Stellen bewerben. Mit einem persönlich Passwort konnten Mitarbeiter seither auch selbst ihre Kontoverbindung ändern, Bescheinigungen ausdrucken, Gehaltsabrechnungen und Beurteilungen einsehen.<ref>Artikel aus der HNA vom 26. März 2004: „Daimler-Chrysler und ich"</ref>
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Im Januar 2005 verabschiedete sich Werkleiter Heinz Illi mit 62 Jahren in den Ruhestand. Er war fast zehn Jahre für den Kasseler Standort zuständig. Sein Nachfolger wurde der damals 41-jährige Sven Ennerst.<ref>Aus der HNA vom 21. September 2004: Wechsel im Achsenwerk</ref>
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2007 erfolgte wieder eine Umbenennung des Standortes. Seither nennt sich das Kasseler Werk ''Mercedes-Benz Kassel – Ein Werk der Daimler AG''. Die Fertigung der Fertigung der 500.000. Trailer-Achse erfolgt 2011.
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== siehe auch ==
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* [[Rothenditmold]]
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== Weblinks und Quellen ==
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* [http://www.google.de/search?hl=de&q=daimler+mercedesplatz+kassel&btnG=Suche&meta= Mercedes-Benz Werk in Kassel]
  
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[[Kategorie:Stadt Kassel/Firmen]]
 
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[[Kategorie:Stadt Kassel]]
 
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Aktuelle Version vom 16. Dezember 2014, 18:17 Uhr

Das Mercedes-Benz Werk in Kassel befindet sich am Mercedesplatz 1 im Stadtteil Rothenditmold. Hier werden insbesondere Achssysteme für Transporter und schwere Lastwagen hergestellt. Der Standort hatte im Jahr 2012 etwa 3000 Stammbeschäftigte.

Geschichte

Das Mercedes-Benz Werk in Kassel ging aus der 1810 von Georg Henschel gegründeten Glocken- und Kanonengießerei hervor. Ab 1848 wurden Lokomotiven produziert, ab 1924 Lkw. Nach der Zerstörung im Krieg wurde die Fabrik ab 1945/1946 erneut aufgebaut. Die Fahrzeugproduktion wurde 1948 wieder aufgenommen und ausgebaut. Inzwischen verlassen täglich etwa 2300 Achsen das Werk - 2007 waren es insgesamt rund 580.000 Stück.[1]

Im Jahr 1969 wurden die Hanomag-Henschel-Fahrzeugwerke AG mit der Daimler-Benz AG gegründet. Bis zum Jahr 1980 wurde das Werk schrittweise von der Lastwagenproduktion auf die Herstellung von Achsen umgestellt. Schon 1970 begann auch die Fertigung von Achsen für Daimler-Nutzfahrzeuge. 1980 lief schließlich der letzte Hauben-Lastwagen in Kassel vom Band. Die fünfmillionste Achse lieg im Jahr 1989 vom Band und der Konzern bennent sich in Mercedes-Benz AG (vorher Daimler-Benz AG) um.

Der Antriebsstrang wurde 1995 zum eigenen Geschäftszweig. Kassel wird organisatorisch mit dem Standort in Gaggenau in Baden-Württemberg zusammengelegt. 1996 begann die Trailer-Achsenproduktion.

Im Jahr 1997 wurden wegen eines Produktionsbooms 165 neue Stellen geschaffen. Befristete Arbeitsverträge wurden um ein Jahr verlängert.[2]

Im März 2004 ging das elektronische Personalmanagement-System ePeople an den Start. Etwa eine Million Euro kostete die Einführung in Kassel. Mit dem System konnten sich Mitarbeiter intern auf ausgeschriebene Stellen bewerben. Mit einem persönlich Passwort konnten Mitarbeiter seither auch selbst ihre Kontoverbindung ändern, Bescheinigungen ausdrucken, Gehaltsabrechnungen und Beurteilungen einsehen.[3]

Im Januar 2005 verabschiedete sich Werkleiter Heinz Illi mit 62 Jahren in den Ruhestand. Er war fast zehn Jahre für den Kasseler Standort zuständig. Sein Nachfolger wurde der damals 41-jährige Sven Ennerst.[4]

2007 erfolgte wieder eine Umbenennung des Standortes. Seither nennt sich das Kasseler Werk Mercedes-Benz Kassel – Ein Werk der Daimler AG. Die Fertigung der Fertigung der 500.000. Trailer-Achse erfolgt 2011.

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Aus der HNA vom 28. Mai 2008: Hier Arbeiten hier: Das Mercedes-Benz-Werk
  2. Artikel aus der HNA vom 4. Dezember 2014: Neueinstellungen im Achswerk
  3. Artikel aus der HNA vom 26. März 2004: „Daimler-Chrysler und ich"
  4. Aus der HNA vom 21. September 2004: Wechsel im Achsenwerk