Mehmet E. Göker: Unterschied zwischen den Versionen

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*'''November 2010''': Die Kasseler Staatsanwaltschaft lässt 17 Büros und Wohungen durchsuchen. Es besteht der Verdacht, Göker verkaufe immer noch private Krankenversicherungen über Strohmänner. Das soll Göker auf Grundlage des '''früheren Datensatzes''', der Adressen von potenziellen Kunden enthält, der [[MEG]] getan haben. Die Kasseler Staatsanwaltschaft stellt die Vermutung an, Göker habe sich diese Datensätze nach der MEG-Insolvenz zu Unrecht angeeignet, um damit weiter Geschäfte zu machen, was einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den '''unlauteren Wettbewerb''' und und den Tatbestand der '''Insolvenzverschleppung''' darstellt.
 
*'''November 2010''': Die Kasseler Staatsanwaltschaft lässt 17 Büros und Wohungen durchsuchen. Es besteht der Verdacht, Göker verkaufe immer noch private Krankenversicherungen über Strohmänner. Das soll Göker auf Grundlage des '''früheren Datensatzes''', der Adressen von potenziellen Kunden enthält, der [[MEG]] getan haben. Die Kasseler Staatsanwaltschaft stellt die Vermutung an, Göker habe sich diese Datensätze nach der MEG-Insolvenz zu Unrecht angeeignet, um damit weiter Geschäfte zu machen, was einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den '''unlauteren Wettbewerb''' und und den Tatbestand der '''Insolvenzverschleppung''' darstellt.
 
*'''22. Dezember 2010''': Der Ex-[[MEG24]]-Chef muss an die '''Allianz Krankenversicherung''' '''125.000 Euro''' zahlen. Dabei handelt es sich um Vorschüsse, bzw. Provisionen, die die Allianz AG der [[MEG24]] für künftige Vertragsabschlüsse gezahlt hatte. Da diese Vertragsabschlüsse nie erzielt wurden, forderte die Allianz das Geld mit Erfolg zurück.
 
*'''22. Dezember 2010''': Der Ex-[[MEG24]]-Chef muss an die '''Allianz Krankenversicherung''' '''125.000 Euro''' zahlen. Dabei handelt es sich um Vorschüsse, bzw. Provisionen, die die Allianz AG der [[MEG24]] für künftige Vertragsabschlüsse gezahlt hatte. Da diese Vertragsabschlüsse nie erzielt wurden, forderte die Allianz das Geld mit Erfolg zurück.
'''31. Mai 2011''': Göker muss sich erneut vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft Göker Untreue vor. Er soll von einem damaligen Organisationsdirektor der MEG Provisionszahlungen in Höhe von 20500 Euro in bar entgegengenommen haben. Göker hätte das Geld an die MEG oder den spätere Insolvenzverwaklter weiterleiten müssen, was er laut Staatsanwaltschaft aber nicht getan habe.
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*'''31. Mai 2011''': Göker muss sich erneut vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft Göker Untreue vor. Er soll von einem damaligen Organisationsdirektor der MEG Provisionszahlungen in Höhe von 20500 Euro in bar entgegengenommen haben. Göker hätte das Geld an die MEG oder den spätere Insolvenzverwaklter weiterleiten müssen, was er laut Staatsanwaltschaft aber nicht getan habe. Im [[September]] wird er in Abwesenheit zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt. Göker legt gegen das Urteil Revision ein.
 
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==Sponsorentätigkeit==
 
==Sponsorentätigkeit==

Version vom 21. November 2011, 11:43 Uhr

Mehmet E. Göker - sieht sich gerne als Macher und Visionär

Mehmet E. Göker ist ein Unternehmer aus Kassel, der im April 2003 das mittlerweile insolvente Unternehmen MEG24 gegründet hat. Vor der Übernahme seiner Firma durch die Aragon AG, die ein Insolvenzverfahren mit der Firma durchführt, war er Sponsor regionaler Sportvereine wie zum Beispiel des KSV Hessen Kassel. Göker ist in Kassel geboren und hat dort auch seinen Wohnsitz.

Werdegang

Chronik der Anklagen und Ermittlungen

Göker muss sich mit etlichen Gläubigern und der Staatsanwaltschaft Kassel auseinandersetzen
  • September 2007: Razzia bei MEG. Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und der Beitragsvorenthaltung gegen Mehmet E. Göker.
  • 2008: Auferlegung einer Geldstrafe von 720.000 Euro (720 Tagessätze zu 1000 Euro). Der Verdacht, Göker habe keine Sozialbeiträge für seine schein-selbstständigen Versicherungsvermittler abgeführt, bestätigte sich vor dem Kasseler Landgericht.
  • November 2009: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Göker wegen des Verdachts der Untreue und Insolvenzverschleppung.Die Kasseler Staatsanwaltschaft sagt zu den Ermittlungen: Wolle man„belastbare Ergebnisse“ haben, brauche das Zeit.
    Göker vor Gericht
  • Februar 2010: Ermittlungen wegen Verrat von Geschäftsgeheimnissen wegen angestellt, bestätigt die Kasseler Staatsanwaltschaft.
  • November 2010: Die Kasseler Staatsanwaltschaft lässt 17 Büros und Wohungen durchsuchen. Es besteht der Verdacht, Göker verkaufe immer noch private Krankenversicherungen über Strohmänner. Das soll Göker auf Grundlage des früheren Datensatzes, der Adressen von potenziellen Kunden enthält, der MEG getan haben. Die Kasseler Staatsanwaltschaft stellt die Vermutung an, Göker habe sich diese Datensätze nach der MEG-Insolvenz zu Unrecht angeeignet, um damit weiter Geschäfte zu machen, was einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und und den Tatbestand der Insolvenzverschleppung darstellt.
  • 22. Dezember 2010: Der Ex-MEG24-Chef muss an die Allianz Krankenversicherung 125.000 Euro zahlen. Dabei handelt es sich um Vorschüsse, bzw. Provisionen, die die Allianz AG der MEG24 für künftige Vertragsabschlüsse gezahlt hatte. Da diese Vertragsabschlüsse nie erzielt wurden, forderte die Allianz das Geld mit Erfolg zurück.
  • 31. Mai 2011: Göker muss sich erneut vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft Göker Untreue vor. Er soll von einem damaligen Organisationsdirektor der MEG Provisionszahlungen in Höhe von 20500 Euro in bar entgegengenommen haben. Göker hätte das Geld an die MEG oder den spätere Insolvenzverwaklter weiterleiten müssen, was er laut Staatsanwaltschaft aber nicht getan habe. Im September wird er in Abwesenheit zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt. Göker legt gegen das Urteil Revision ein.

Sponsorentätigkeit

Als Göker noch sein Unternehmen MEG ( später MEG AG ) leitete, agierte er als Sponsor verschiedener Sportvereine.

KSV

Das umfangreichste Sponsoring fand bei dem Kasseler Fußballverein KSV Hessen Kassel statt. Er stellte Trikots, Busse sowie 6 stellige Geldspenden zur Verfügung. Am 9. Juni 2008 gab Göker seine Zusage, neuer Vorstandschef des KSV Hessen Kassel zu werden, nachdem der Vertrag mit dem bisherigen Chef Marc Arnold aufgelöst wurde. Dieser wechselte nach Braunschweig. 8 Tage später, am 16. Juni 2008 bei der Jahreshauptversammlung des KSV Hessen Kassel zog er seine Zusage zurück. Er begründete diese Entscheidung damit, dass er übler Beschimpfung ausgesetzt war, die auch seine Familie erreicht haben soll. Zitat Mehmet E. Göker vom 16.Juni 2008: „Ich stehe für kein Amt beim KSV mehr zur Verfügung“.

BG 74 / MEG Göttingen

Frühjar 2009 - Göker schließt einen Sponsoringvertrag mit der starting five GmbH, die das Basketballteam BG74 verwaltet.

Im März 2009 sicherte sich Mehmet Göker durch einen Sponsorenvertrag die Namensrechte des Göttinger Basketball-Bundesligisten. Nach anfänglichen Desinteresse entschied sich Göker schließlich doch für ein Sponsoring. Dazu sagte er:„Der Göttinger Basketball hat sich so gut entwickelt, dass sich die MEG mittlerweile sehr gut damit identifizieren kann.“ Im September 2009 endete das Sponsoring und somit auch die Namensgebung. Der Verein heißt nun wieder BG 74.

Der Fall des VfB Süsterfeld

Im Jahr 2008 wurde Mehmet Göker Vorstandschef des Vfb Süsterfeld. Zu dieser Zeit konnte der Verein nicht ahnen, dass der Vorstandschef und alleinige Geldgeber ein Jahr später sein Unternehmen verlieren und damit kein Geld zur Verfügung mehr stellen wird. Nachdem Göker als Geldgeber weggefallen war musste auch der VfB Insolvenz anmelden. Der Insolvenzantrag wurde jedoch im Dezember 2010 vom Amtsgericht Kassel abgelehnt mit der Begründung, das Vereinsvermögen reiche nicht einmal für die Deckung der Verfahrenskosten. Der ehemalige Pressesprecher des Vereins, Frank Dietrich sagte zu dem Fall:„Die Schulden belaufen sich nach meiner Kenntnis aber auf mindestens 300.000 Euro" Der Verein steht nun vor seiner Auflösung. Außerdem wurde gegen die Ex-Vereinsspitze ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die ehemaligen Vereinsobersten werden von der Kasseler Staatsanwaltschaft der Steuerhinterziehung und Beitragsvorenthaltung bezichtigt.

Film

Kassel-Premiere von Versicherungsvertreter

Der Film „Versicherungsvertreter - Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker“ hatte am 19. Oktober 2011 beim Internationalen Dokumentarfilmfestival in Leipzig Premiere. Gedreht hat die Dokumentation der Kasseler Filmemacher und Grimme-Preisträger Klaus Stern.[1] Am 8. Novemebr hatte der Film Premiere in Kassel. das Gloria-Kino zeigte den Dokumentarfilm über Mehmet Göker als Auftakt zum Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest.

siehe auch

Quellen und Links

  1. Aus HNA.de vom 19. Oktober 2011: Göker kommt ins Kino