Mehmet E. Göker: Unterschied zwischen den Versionen

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(Chronik: Anklagen und Ermittlungen)
(Chronik der Anklagen und Ermittlungen)
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==Chronik der Anklagen und Ermittlungen==
 
==Chronik der Anklagen und Ermittlungen==
  
*2008: Auferlegung einer Geldstrafe von 720.000 Euro (720 Tagessätze zu 1000 Euro). Der Vorwurf, Göker habe keine Sozialbeiträge für seine ''schein-selbstständigen'' Versicherungsvermittler abgeführt, bestätigte sich vor dem Kasseler Landgericht.
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*2008: Auferlegung einer '''Geldstrafe von 720.000 Euro''' (720 Tagessätze zu 1000 Euro). Der Vorwurf, Göker habe keine '''Sozialbeiträge''' für seine ''schein-selbstständigen'' Versicherungsvermittler abgeführt, bestätigte sich vor dem Kasseler Landgericht.
*November 2009: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Göker wegen des Verdachts der Untreue und Insolvenzverschleppung.  
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*November 2009: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Göker wegen des Verdachts der Untreue und Insolvenzverschleppung.Die Kasseler Staatsanwaltschaft sagt zu den Ermittlungen: Wolle man„belastbare Ergebnisse“ haben, brauche das Zeit.
*November 2010: Die Kasseler Staatsanwaltschaft lässt 17 Büros und Wohungen durchsuchen. Es besteht der Verdacht, Göker verkaufe immer noch private Krankenversicherungen über Strohmänner. Das soll Göker auf Grundlage des früheren Datensatzes, der Adressen von potenziellen Kunden enthält, der [[MEG]] getan haben. Die Kasseler Staatsanwaltschaft stellt die Vermutung an, Göker habe sich diese Datensätze nach der MEG-Insolvenz zu Unrecht angeeignet, um damit weiter Geschäfte zu machen, was einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb darstellt.
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*November 2010: Die Kasseler Staatsanwaltschaft lässt 17 Büros und Wohungen durchsuchen. Es besteht der Verdacht, Göker verkaufe immer noch private Krankenversicherungen über Strohmänner. Das soll Göker auf Grundlage des '''früheren Datensatzes''', der Adressen von potenziellen Kunden enthält, der [[MEG]] getan haben. Die Kasseler Staatsanwaltschaft stellt die Vermutung an, Göker habe sich diese Datensätze nach der MEG-Insolvenz zu Unrecht angeeignet, um damit weiter Geschäfte zu machen, was einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den '''unlauteren Wettbewerb''' und und den Tatbestand der '''Insolvenzverschleppung''' darstellt.
*22. Dezember 2010: Der Ex-MEG-Chef muss an die Allianz Krankenversicherung 125.000 Euro zahlen. Dabei handelt es sich um Vorschüsse, bzw. Provisionen, die die Allianz AG der MEG24 für künftige Vertragsabschlüsse gezahlt hatte. Da diese Vertragsabschlüsse nie erzielt wurden, fordert die Allianz das Geld zurück.
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*22. Dezember 2010: Der Ex-MEG-Chef muss an die '''Allianz Krankenversicherung''' '''125.000 Euro''' zahlen. Dabei handelt es sich um Vorschüsse, bzw. Provisionen, die die Allianz AG der MEG24 für künftige Vertragsabschlüsse gezahlt hatte. Da diese Vertragsabschlüsse nie erzielt wurden, fordert die Allianz das Geld zurück.
  
 
==Sponsorentätigkeit==
 
==Sponsorentätigkeit==

Version vom 23. Dezember 2010, 13:41 Uhr

Mehmet Göker ist ein Unternehmer aus Kassel, der im April 2003 das mittlerweile insolvente Unternehmen MEG24 gegründet hat. Bevor er mit seiner Krankenversicherungsmakler-Firma Insolvenz anmelden musste, war er Sponsor regionaler Sportvereine wie zum Beispiel des KSV Hessen Kassel. Göker ist in Kassel geboren und hat dort auch seinen Wohnsitz.

Werdegang

Chronik der Anklagen und Ermittlungen

  • 2008: Auferlegung einer Geldstrafe von 720.000 Euro (720 Tagessätze zu 1000 Euro). Der Vorwurf, Göker habe keine Sozialbeiträge für seine schein-selbstständigen Versicherungsvermittler abgeführt, bestätigte sich vor dem Kasseler Landgericht.
  • November 2009: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Göker wegen des Verdachts der Untreue und Insolvenzverschleppung.Die Kasseler Staatsanwaltschaft sagt zu den Ermittlungen: Wolle man„belastbare Ergebnisse“ haben, brauche das Zeit.
  • November 2010: Die Kasseler Staatsanwaltschaft lässt 17 Büros und Wohungen durchsuchen. Es besteht der Verdacht, Göker verkaufe immer noch private Krankenversicherungen über Strohmänner. Das soll Göker auf Grundlage des früheren Datensatzes, der Adressen von potenziellen Kunden enthält, der MEG getan haben. Die Kasseler Staatsanwaltschaft stellt die Vermutung an, Göker habe sich diese Datensätze nach der MEG-Insolvenz zu Unrecht angeeignet, um damit weiter Geschäfte zu machen, was einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und und den Tatbestand der Insolvenzverschleppung darstellt.
  • 22. Dezember 2010: Der Ex-MEG-Chef muss an die Allianz Krankenversicherung 125.000 Euro zahlen. Dabei handelt es sich um Vorschüsse, bzw. Provisionen, die die Allianz AG der MEG24 für künftige Vertragsabschlüsse gezahlt hatte. Da diese Vertragsabschlüsse nie erzielt wurden, fordert die Allianz das Geld zurück.

Sponsorentätigkeit

Als Göker noch sein Unternehmen MEG ( später MEG AG ) leitete, agierte er als Sponsor verschiedener Sportvereine.

KSV

Das umfangreichste Sponsoring fand bei dem Kasseler Fußballverein KSV Hessen Kassel statt. Er stellte Trikots, Busse sowie 6 stellige Geldspenden zur Verfügung. Am 9. Juni 2008 gab Göker seine Zusage, neuer Vorstandschef des KSV Hessen Kassel zu werden, nachdem der Vertrag mit dem bisherigen Chef Marc Arnold aufgelöst wurde. Dieser wechselte nach Braunschweig. 8 Tage später, am 16. Juni 2008 bei der Jahreshauptversammlung des KSV Hessen Kassel zog er seine Zusage zurück. Er begründete diese Entscheidung damit, dass er übler Beschimpfung ausgesetzt war, die auch seine Familie erreicht haben soll. Zitat Mehmet E. Göker vom 16.Juni 2008: „Ich stehe für kein Amt beim KSV mehr zur Verfügung“.

BG 74 / MEG Göttingen

Im März 2009 sicherte sich Mehmet Göker durch einen Sponsorenvertrag die Namensrechte des Göttinger Basketball-Bundesligisten. Nach anfänglichen Desinteresse entschied sich Göker schließlich doch für ein Sponsoring. Dazu sagte er:„Der Göttinger Basketball hat sich so gut entwickelt, dass sich die MEG mittlerweile sehr gut damit identifizieren kann.“ Nach der Insolvenz der MEG24 endete auch das Sponsoring und somit die Namensgebung. Der Verein heißt nun wieder BG 74.

Der Fall des VfB Süsterfeld

Im Jahr 2008 wurde Mehmet Göker Vorstandschef des Vfb Süsterfeld. Zu dieser Zeit konnte der Verein nicht ahnen, dass der Vorstandschef und alleinige Geldgeber ein Jahr später Insolvenz anmelden wird. Nachdem Göker als Geldgeber weggefallen war musste auch der VfB Insolvenz anmelden. Der Insolvenzantrag wurde jedoch im Dezember 2010 vom Amtsgericht kassel abgelehnt mit der Begründung, das Vereinsvermögen reiche nicht einmal für die Deckung der Verfahrenskosten. Der ehemalige Pressesprecher des Vereins, Frank Dietrich sagte zu dem Fall:„Die Schulden belaufen sich nach meiner Kenntnis aber auf mindestens 300 000 Euro" Der Verein steht nun vor seiner Auflösung. Außerdem wurde gegen die Ex-Vereinsspitze ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die ehemaligen Vereinsobersten werden von der Kasseler Staatsanwaltschaft der Steuerhinterziehung und Beitragsvorenthaltung bezichtigt.