Marianne Schlitzberger

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ausdrucksstarke Holzobjekte prägten das künstlerische Werk von Marianne Schlitzberger (* 19.9.1948 † 8.11.2011) aus Fürstenwald.

Mit traditionellen Werkzeugen gab sie hölzernen Fundstücken aus Wald und Flur neue Gestalt, auch in Kombination mit alten Metallstücken oder Steinen.

Am 8.11.2011 ist Marianne Schlitzberger im Alter von 63 Jahren verstorben.

Engagierte Streiterin für benachteiligte Jugendliche und kreative Künstlerin

Artikel aus HNA-online vom 10.11.2011 von Peter Kilian

(* 19.9.1948 † 8.11.2011)

Fürstenwald. Marianne Schlitzberger ist gestorben. Die engagierte und in vielen Ehrenämtern tätige Ehefrau des früheren Kasseler Landrats, Dr. Udo Schlitzberger, starb in der Nacht zum Dienstag im Alter von 63 Jahren nach schwerer Krankheit.

In Erinnerung bleibt eine Frau, die selbst noch während ihrer Erkrankung voller Tatenkraft, Elan und Lebensfreude steckte. Ihr Credo, Aufgaben nicht nur zu verwalten, sondern zielstrebig an deren Lösungen zu arbeiten, behielt sie bis zum Schluss bei.

Politisch engagierte sich die in Ehrsten als dritte Tochter eines Zimmermannes geborene Marianne Mader bereits von frühester Jugend an. Bei den Jusos fand die junge Frau eine Heimat, die sich dadurch - nicht nur wegen ihrer Haarfarbe - den Spitznamen „rote Marianne“ erwarb. Nachdem sie ihr Abitur auf dem zweiten Bildungsweg erworben hatte, studierte Marianne Schlitzberger an der Kasseler Gesamthochschule Sozialpädagogik.

Benachteiligten jungen Menschen eine Chance zu geben, lag Marianne Schlitzberger fortan besonders am Herzen. So arbeitete sie in ihrem neuen Heimatdorf Fürstenwald im Jugendzentrum mit, war in der Familienbildungsstätte der AWO Hofgeismar aktiv und war ein Motor im Aus- und Fortbildungsverbund des Landkreises Kassel. Dort gestaltete sie maßgeblich den Wiederaufbau und die Sanierung des Wasserschlosses Wülmersen, der Zehntscheune Wolfhagen, der Mühle Laar sowie der Wirtschaftsgebäude und des Fräuleinhauses in Grebenstein-Burguffeln.

Trotz ihrer vielfältigen Betätigungsfelder verlor Marianne Schlitzberger niemals ihren Heimatort aus dem Blick. So gründete sie den Förderverein zum Erhalt der Kirche mit und war im Förderverein der Fachklinik Fürstenwald aktiv. Als Ortsbeiratsmitglied und Gemeindevertreterin bestimmte sie die Caldener Kommunalpolitik mit.

In den letzten Jahren erwarb sich Marianne Schlitzberger einen Namen als Künstlerin. Sie bearbeitete gefundene Holzobjekte und gab ihnen ein unverwechselbares Gesicht. Ihre erste Ausstellung hatte sie 2004 in Wülmersen. Weitere folgten unter anderem in Wilhelmsthal, Bad Karlshafen, Vellmar, Baunatal, Kassel, Kaufungen und dem Budge-Stift in Frankfurt.

Für den 10. November war die Eröffnung einer gemeinsamen Ausstellung mit Ulla Rühl (Vellmar) im Landgericht Kassel geplant. Sie wird auf den Dezember verschoben.

Marianne Schlitzberger hinterlässt neben ihrem Ehemann einen erwachsenen Sohn.

siehe auch

Weblinks