Mühlsteine aus Borken(Hessen)

Aus Regiowiki
Version vom 27. Juni 2017, 23:08 Uhr von Fridor (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „==Handdrehmühlenproduktion im Borkener Stadtwald== Im Borkener Stadtwald, nördlich des Weinkopfes, wurden in der Latènezeit (etwa 500 v. Chr., vor etwa 2.50…“)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Handdrehmühlenproduktion im Borkener Stadtwald

Im Borkener Stadtwald, nördlich des Weinkopfes, wurden in der Latènezeit (etwa 500 v. Chr., vor etwa 2.500 Jahren) Mühlsteine für Handdrehmühlen gefertigt und auch im nordhessischen Bereich gehandelt. Das hierfür benötigte Steinmaterial bestand aus porösen feinporigen Basaltstein, der für die Handdrehmühlenherstellung sehr gut geeignet war. Der Abbau erfolgte oberirdisch. Die hierdurch entstandenen Pingen (trichterförmige Vertiefungen) von etwa 2 Meter Tiefe und 10 - 15 Meter Durchmesser kann man auch heute noch gut erkennen.

Entdecker

Der Lehrer Heinrich Pitz fand 1954 einige runde, zerbrochen Mühlsteinfragmente im Wald. Da es gleich mehrere waren, folgerte er daraus, dass sich dort eventuell eine Produktionsstätte befunden haben könnte. Diese Vermutung veranlasste etwa 50 Jahre später, im Jahr 2003, die Wissenschaftlerin Dr. Stefanie Wefers Nachforschungen anzustellen. Die Handdrehmühlenexpertin aus Mainz stellte anhand einer Begehung und Untersuchungen fest, dass von 13 Proben allein 4 Proben dem Borkener Steinbruch zugewiesen werden konnten.