Lilli Jahn: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Lilli Jahn''', Tochter einer jüdischen Kaufmannsfamilie studierte Medizin und heiratete 1926 den jungen Arzt Ernst Jahn, mit dem sie in [[Immenhausen]] im [[Landkreis Kassel]] eine gemeinsame Hausarztpraxis eröffnet. Das Ehepaar hatte fünf Kinder, darunter der spätere Bundesjustizminister Gerhard Jahn. Im Juli 1943 wurde Lilli Jahn auf Betreiben des stellvertretenden Ortsgruppenleiters der NSDAP und Bürgermeisters aus Immenhausen vertrieben und über Dresden nach Ausschwitz deportiert. Im September 1944 erhielten die Kinder in Immenhausen die Nachricht vom Tod ihrer Mutter.
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'''Lilli Jahn''', geb. Schlüchterer (* 5. März 1900 in Köln), Tochter einer jüdischen Kaufmannsfamilie, studierte Medizin und heiratete 1926 den jungen Arzt Ernst Jahn, mit dem sie in [[Immenhausen]] im [[Landkreis Kassel]] eine gemeinsame Hausarztpraxis eröffnet. Das Ehepaar hatte fünf Kinder, darunter der spätere Bundesjustizminister Gerhard Jahn. Im Juli 1943 wurde Lilli Jahn auf Betreiben des stellvertretenden Ortsgruppenleiters der NSDAP und Bürgermeisters aus Immenhausen vertrieben und über Dresden nach Ausschwitz deportiert. Im September 1944 erhielten die Kinder in Immenhausen die Nachricht vom Tod ihrer Mutter.
  
An das Schicksal der im Zweiten Weltkrieg verfolgten Ärztin Lilly Jahn erinnert das von Martin Doerry editierte und kommentierte Buch [http://www.br-online.de/kultur/literatur/lesezeichen/20020915/20020915_1.html „Das Leben der Lilli Jahn 1900-1944“] mit zahlreichen Briefen der Verfolgten.  
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An das Schicksal der im Zweiten Weltkrieg verfolgten Ärztin Lilli Jahn erinnert das von Martin Doerry editierte und kommentierte Buch [http://www.br-online.de/kultur/literatur/lesezeichen/20020915/20020915_1.html „Das Leben der Lilli Jahn 1900-1944“] mit zahlreichen Briefen der Verfolgten.  
  
 
Zum Gedenken an Lilli Jahn pflanzte ihr Sohn Gerhard Jahn 1962 zwei Bäume zu Ehren seiner Mutter in Yad Vashem in Jerusalem. Ihre Großcousine und enge Freundin Lotte Paepcke überlebte die Nazizeit, wurde Schriftstellerin und erinnerte an sie im Jahre 1952 in ihrer Autobiografie „Unter einem fremden Stern“.  
 
Zum Gedenken an Lilli Jahn pflanzte ihr Sohn Gerhard Jahn 1962 zwei Bäume zu Ehren seiner Mutter in Yad Vashem in Jerusalem. Ihre Großcousine und enge Freundin Lotte Paepcke überlebte die Nazizeit, wurde Schriftstellerin und erinnerte an sie im Jahre 1952 in ihrer Autobiografie „Unter einem fremden Stern“.  

Version vom 20. Mai 2007, 19:41 Uhr

Lilli Jahn, geb. Schlüchterer (* 5. März 1900 in Köln), Tochter einer jüdischen Kaufmannsfamilie, studierte Medizin und heiratete 1926 den jungen Arzt Ernst Jahn, mit dem sie in Immenhausen im Landkreis Kassel eine gemeinsame Hausarztpraxis eröffnet. Das Ehepaar hatte fünf Kinder, darunter der spätere Bundesjustizminister Gerhard Jahn. Im Juli 1943 wurde Lilli Jahn auf Betreiben des stellvertretenden Ortsgruppenleiters der NSDAP und Bürgermeisters aus Immenhausen vertrieben und über Dresden nach Ausschwitz deportiert. Im September 1944 erhielten die Kinder in Immenhausen die Nachricht vom Tod ihrer Mutter.

An das Schicksal der im Zweiten Weltkrieg verfolgten Ärztin Lilli Jahn erinnert das von Martin Doerry editierte und kommentierte Buch „Das Leben der Lilli Jahn 1900-1944“ mit zahlreichen Briefen der Verfolgten.

Zum Gedenken an Lilli Jahn pflanzte ihr Sohn Gerhard Jahn 1962 zwei Bäume zu Ehren seiner Mutter in Yad Vashem in Jerusalem. Ihre Großcousine und enge Freundin Lotte Paepcke überlebte die Nazizeit, wurde Schriftstellerin und erinnerte an sie im Jahre 1952 in ihrer Autobiografie „Unter einem fremden Stern“.

In der Gedenkstätte Breitenau erinnert seit 1992 eine Vitrine mit Briefen und weiteren Erinnerungsstücken an Lilli Jahn.

In Immenhausen wurden 1995 eine Straße und 1999 die örtliche Grundschule nach ihr benannt. Eine Gedenktafel am Haus Lindenstr. 11 in Immenhausen erinnert ebenfalls an die jüdische Ärztin.

Auf der Homepage des Stadtmuseums Hofgeismar sind die Namen (bei Ehefrauen auch die Geburtsnamen), das Geburtsjahr und das Deportationsziel von 453 jüdischen Opfern der Nazi-Zeit vermerkt, die aus den Städten und Gemeinden der früheren Landkreise Hofgeismar, Kassel und Wolfhagen stammen.

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