Langenthal: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 6. Januar 2008, 21:08 Uhr

Das "Kirschendorf" Langenthal ist ein Stadtteil der Stadt Trendelburg mit sehenswerten Fachwerkhäusern.

Der Ort liegt im Landkreis Kassel in Nordhessen und hat etwa 800 Einwohner.

Er liegt auf einer Höhe von 285 m, wenige Kilometer westlich der Diemel und südlich der Weser.

Geschichte

Urkundlich wurde Langenthal erstmals im Jahre 1168 erwähnt. Das Dorf wurde als Kolonie des Klosters Helmarshausen angelegt und blieb dem Ort Helmarshausen lange Zeit angegliedert. Helmarshäuser Mönche des Klosters rodeten um das Jahr 1168 am oberen Ende eine ausgedehnten Tales und errichteten hier auch eine Kapelle. An dieser Stelle wurde dann im Jahre 1556 die Dorfkirche errichtet, deren 450-jähriges Jubiläum im Jahre 2006 gefeiert wurde.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort mehrfach überfallen und die Häuser zerstört. Auch die Dorfkirche wurde bis auf die Grundmauern zerstört und danach als schlichter, barocker Saalbau mit Bruchsteinmauerwerk wieder errichtet. Die Kanzel stammt ebenfalls aus dieser Zeit (dem Jahr 1648), im Jahre 1678 wurden der Altarbereich erweitert und eine Empore eingebaut. Grundlegende Renovierungsarbeiten sind an der Kirche in den Jahren 1998 bis 2004 erfolgt.

Im "Bornegrund" stand nach einem Artikel im "Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar" (Band 1968, S. 53 f.) in früheren Jahren eine Glashütte, weitere Erwerbsmöglichkeiten bestanden durch Flachsanbau und Leineweberei. Besondere Bedeutung hatte aber die Landwirtschaft in dem besonders für den Kirschenanbau bekannten Dorf.

In einer zeitgenössischen Darstellung aus der zweiten Hälfe des 18. Jahrhunderts heisst es über die Langenthaler Kirschenmärkte:

„Statt dass wie an anderen Orten im Sommer Schützenhöfe gehalten werden und im Freien getanzt wird, hält man hier zur Kirschenzeit drei Kirschenmärkte und tanzt in einem nicht übrig großen Saale eines dortigen Wirtshauses. Die Kirschen geben zur Lustbarkeit den Namen her, während Bier und Branntwein die eigentliche Erquickung sind. Da drängen sich denn Tanzende und Zuschauer aus den benachbarten paderbornischen Dörfern, aus Helmarshausen, Deißel und Langenthal ...“ (zitiert aus der Chronik des Langenthaler Musikvereins nach Wilhelm Suchier, Beiträge zur Geschichte der Stadt Karlshafen.)

Der Musikverein Langenthal wurde lt. Vereinschronik im Jahre 1911 von den beiden Lehrern Ernst Horchler und Wilhelm Rode gegründet. Mit 13 Schülern wurde ein Spielmannszug - bestehend aus Pfeifern und Trommlern - gebildet. Weiterhin entstand ein Turnverein mit 20 aktiven Mitgliedern am Ort.

Etwa 600 Einwohner lebten zu Beginn der 1930-er Jahre im Dorf.

Am 31. Dezember 1970 gab die Gemeinde Langenthal ihre Selbständigkeit auf und wurde ein Stadtteil von Trendelburg.

Kultur

Theatergruppe „Langendölsche Uulen“; seit Herbst 2007 wird die Komödie "Alles nach Plan" aufgeführt.

Umgebung

Auf dem Hölleberg bei Langenthal befindet sich ein Fluggelände für Segel- und Motorflugzeuge sowie ein Motocross-Gelände. Hier am "Stahlberg und Hölleberg" befindet sich aber auch das grösste zusammenhängende Kalkmagerrasenvorkommen in Hessen, das durch großen Reichtum an Blütenpflanzen gekennzeichnet ist.

In der näheren Umgebung liegen mehrere sehenswerte Burgen, die Sababurg im Reinhardswald, die Burg Trendelburg und die Krukenburg oberhalb von Helmarshausen.

Weitere attraktive Ausflugsmöglichkeiten in der näheren Umgebung bestehen zur wenige Kilometer nördlich gelegenen Weser, zur nord-östlich gelegenen Stadt Bad Karlshafen, zur Wallfahrtskirche Gottsbüren, zur Burg Trendelburg, zum Wasserschloss in Wülmersen, zum Naturschutzgebiet Holzapetal oder zu den Wolkenbrüchen bei Trendelburg.

Wandern und Radwandern

Weblinks



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