Kurhessisches Diakonissenhaus: Unterschied zwischen den Versionen

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Eine stillgelegte Papiermühle in der Nähe von [[Treysa]] war die erste Heimat des '''Kurhessischen Diakonissenhauses''', das heute zu den angesehensten Krankenhäusern in [[Kassel]] gehört.  
 
Eine stillgelegte Papiermühle in der Nähe von [[Treysa]] war die erste Heimat des '''Kurhessischen Diakonissenhauses''', das heute zu den angesehensten Krankenhäusern in [[Kassel]] gehört.  
  
Der Name erklärt sich aus der Hessischen Geschichte: [[Kurhessen]], das ehemalige Fürstentum [[Hessen-Cassel]], entstand nach dem Tode [[Philipp der Großmütige|Philipps des Großmütigen]] (1504-1567), als das Land Hessen unter seinen Söhnen aufgeteilt wurde. Hessen-Cassel, das heutige [[Nordhessen]], erhielt der älteste Sohn, [[Landgraf Wilhelm IV.]]. Mit dem 1803 vollzogenen Reichsdeputationshauptschluss wurde Hessen-Kassel zum Kurfürstentum des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation erhoben. Von diesem Zeitpunkt an ist die Bezeichnung Kurhessen oder Kurfürstentum Hessen für Hessen-Kassel gebräuchlich.  
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Der Name erklärt sich aus der Hessischen Geschichte: [[Kurhessen]], das ehemalige Fürstentum [[Hessen-Cassel]], entstand nach dem Tode [[Philipp I. (Hessen)|Philipps des Großmütigen]] (1504-1567), als das Land Hessen unter seinen Söhnen aufgeteilt wurde. Hessen-Cassel, das heutige [[Nordhessen]], erhielt der älteste Sohn, [[Landgraf Wilhelm IV.]]. Mit dem 1803 vollzogenen Reichsdeputationshauptschluss wurde Hessen-Kassel zum Kurfürstentum des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation erhoben. Von diesem Zeitpunkt an ist die Bezeichnung Kurhessen oder Kurfürstentum Hessen für Hessen-Kassel gebräuchlich.  
  
 
Das Kurhessische Diakonissenhaus wurde 1864 im Herzen des kurhessischen Landes, in Treysa, gegründet. Gründer war aber nicht ein Hesse, sondern der Angehörige einer hugenottischen Familie: Pfarrer [[Franz von Roques]]. Über die folgenden 20 Jahre hinweg erwies sich der Standort Treysa jedoch als zu weit abgelegen, sodass zur Existenzsicherung eine Verlegung des Mutterhauses nach Kassel erwogen und schließlich auch durchgeführt wurde.
 
Das Kurhessische Diakonissenhaus wurde 1864 im Herzen des kurhessischen Landes, in Treysa, gegründet. Gründer war aber nicht ein Hesse, sondern der Angehörige einer hugenottischen Familie: Pfarrer [[Franz von Roques]]. Über die folgenden 20 Jahre hinweg erwies sich der Standort Treysa jedoch als zu weit abgelegen, sodass zur Existenzsicherung eine Verlegung des Mutterhauses nach Kassel erwogen und schließlich auch durchgeführt wurde.

Version vom 17. Januar 2008, 18:47 Uhr

Das Kurhessische Diakonissenhaus vermutlich im Jahr 1897. Es ist eine undatierte Aufnahme von der Parkseite her, Foto: HNA-Archiv

Eine stillgelegte Papiermühle in der Nähe von Treysa war die erste Heimat des Kurhessischen Diakonissenhauses, das heute zu den angesehensten Krankenhäusern in Kassel gehört.

Der Name erklärt sich aus der Hessischen Geschichte: Kurhessen, das ehemalige Fürstentum Hessen-Cassel, entstand nach dem Tode Philipps des Großmütigen (1504-1567), als das Land Hessen unter seinen Söhnen aufgeteilt wurde. Hessen-Cassel, das heutige Nordhessen, erhielt der älteste Sohn, Landgraf Wilhelm IV.. Mit dem 1803 vollzogenen Reichsdeputationshauptschluss wurde Hessen-Kassel zum Kurfürstentum des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation erhoben. Von diesem Zeitpunkt an ist die Bezeichnung Kurhessen oder Kurfürstentum Hessen für Hessen-Kassel gebräuchlich.

Das Kurhessische Diakonissenhaus wurde 1864 im Herzen des kurhessischen Landes, in Treysa, gegründet. Gründer war aber nicht ein Hesse, sondern der Angehörige einer hugenottischen Familie: Pfarrer Franz von Roques. Über die folgenden 20 Jahre hinweg erwies sich der Standort Treysa jedoch als zu weit abgelegen, sodass zur Existenzsicherung eine Verlegung des Mutterhauses nach Kassel erwogen und schließlich auch durchgeführt wurde.