Kunsthochschule Kassel

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Kunsthochschule Kassel

Konzept

Im Laufe ihrer 230-jährigen Geschichte (gegründet als Kasseler Akademie 1777 durch Landgraf Friedrich II. (1760-1785)) hat die Kunsthochschule Kassel viele Wandlungen erfahren, reagierte in ihrem Lehr- und Unterrichtsangebot auf die Strömungen der Zeit, z. B. durch neue Fachgebiete wie „Virtuelle Realitäten“ oder „Systemdesign“ etc. und prägte mit neuen pädagogischen Ansätzen die Ausbildung an anderen Kunstakademien. Hier waren bedeutende Künstler als Lehrer tätig wie z.B. Johann Heinrich Tischbein der Ältere oder der documenta-Gründer Arnold Bode. Manch einer der Studenten zählt heute zur weltweit renommierten Künstlergarde wie beispielsweise Hans Haacke, der durch sein Projekt "Dem Deutschen Volk" im Berliner Reichstag für Aufsehen gesorgt hat, und der Oscar-Preisträger Thomas Stellmach aus dem Trickfilmbereich.

Auch heute zählt die Kunsthochschule Kassel mit ihren Studiengängen Freie Kunst, Visuelle Kommunikation, Produktdesign, Kunstpädagogik und Kunstwissenschaft zu den wenigen Akademien, die wissenschaftliche und künstlerische Studiengänge zusammenführen. Die Kunsthochschule vereint also künstlerischen Freigeist mit wissenschaftlicher Ratio und erlaubt Ihnen Kunst und Kultur aus verschiedenen Blickwinkeln kennen zu lernen. Dieser interdisziplinäre Ansatz wird bereits seit über 30 Jahren verfolgt und wird ständig weiterentwickelt.

Charakteristisch für das Studium in Kassel ist, dass die Studiengänge nicht wie an vielen anderen Hochschulen nebeneinander existieren und sich lediglich konkurrierend dulden, sondern die Dozenten Synergien nutzen und zahlreiche interdisziplinäre Vorhaben entwickeln und verwirklichen.

Die organisatorische und strukturelle Verbindung wird von uns in enger inhaltlicher Zusammenarbeit von Universität Kassel und Kunstakademie sinnvoll ergänzt, da Sie als zukünftige StudentInnen und Lehrende die Gelegenheit haben, in einen regen Austausch mit den Wissenschaftlern und StudentInnen anderer Fachbereiche zu treten. Die Kunsthochschule pflegt auch einen regen Austausch mit Kunsthochschulen im europäischen und außereuropäischen Ausland und gibt Ihnen Gelegenheit andere Hochschulen kennen zu lernen.

Die Kunsthochschule Kassel bietet neben den studiengangsspezifischen Einrichtungen disziplinenübergreifende Werkstätten. Mit der herausragenden Anzahl von insgesamt 14 Werkstätten setzt die Kunsthochschule damit Traditionen wie die des Bauhauses fort, handwerkliche und künstlerische Kompetenzen konstruktiv miteinander zu verbinden.

In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts hat die Kunsthochschule ihren Standort in zwei Gebäudekomplexen von Paul Friedrich Posenenske am Rande der Karlsaue gefunden.

Studienangebot

Die Kunsthochschule Kassel bietet ein breites Angebot verschiedener Lehrbereiche:

  • Kunstpädagogik (Grund-, Haupt- und Realschule, Gymnasium)
  • Kunstgeschichte/ Kunstwissenschaften
  • Bildende Kunst
  • Gestaltung/ Produkt Design (Industrie Design, Möbel- und Ausbau-Design, Systemdesign, Textildesign)
  • Visuelle Kommunikation (Grafik Design, Illustration, Neue Medien, Fotografie, Film und Fernsehen, Animationsfilm, freie Grafik, neue und alte Medien)

Varia

  • An der Kunsthochschule Kassel entstanden die mit dem "Oscar" prämierten Kurzfilme "Balance" der Brüder Wolfgang und Christoph Lauenstein (1989) und "Quest" von Thomas Stellmach und Tyron Montgomery (1996).

bekannte Professoren/Studenten (Ausw.)

Karl Oskar Blase | Arnold Bode | Michael Buthe | Gunter Demnich | Hans Everding | Christof Gassner | Hans Haacke | Johann Erdmann Hummel | Günter Kupetz | Floris Neusüss | Karl Schaper | Johann Heinrich Tischbein | Mona Yahia |

Weblinks