Kunsthochschule Kassel: Unterschied zwischen den Versionen

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== Konzept ==
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== Geschichte ==
Im Laufe ihrer 230-jährigen Geschichte (gegründet als Kasseler Akademie [[1777]] durch Landgraf [[Friedrich II. (Hessen-Kassel)|Friedrich II.]] (1760-1785)) hat die '''Kunsthochschule [[Kassel]]''' viele Wandlungen erfahren, reagierte in ihrem Lehr- und Unterrichtsangebot auf die Strömungen der Zeit, z. B. durch neue Fachgebiete wie „[[Virtuelle Realität]]en“ oder „[[Systemdesign]]“ etc. und prägte mit neuen pädagogischen Ansätzen die Ausbildung an anderen [[Kunstakademie]]n. Hier waren bedeutende Künstler als Lehrer tätig wie z.B. [[Johann Heinrich Tischbein der Ältere]] oder der [[documenta]]-Gründer [[Arnold Bode]]. Manch einer der Studenten zählt heute zur weltweit renommierten Künstlergarde wie beispielsweise [[Hans Haacke]], der durch sein Projekt "Dem Deutschen Volk" im [[Reichstagsgebäude|Berliner Reichstag]] für Aufsehen gesorgt hat, und der Oscar-Preisträger Thomas Stellmach aus dem Trickfilmbereich.  
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Im Laufe ihrer 230-jährigen Geschichte (gegründet als Kasseler Akademie 1777 durch [[Landgraf Friedrich II.]] (1760-1785)) hat die '''Kunsthochschule [[Kassel]]''' viele Wandlungen erfahren, reagierte in ihrem Lehr- und Unterrichtsangebot auf die Strömungen der Zeit, z. B. durch neue Fachgebiete wie „Virtuelle Realitäten“ oder „Systemdesign“ etc. und prägte mit neuen pädagogischen Ansätzen die Ausbildung an anderen Kunstakademien. Hier waren bedeutende Künstler als Lehrer tätig wie z.B. [[Johann Heinrich Tischbein der Ältere]] oder der [[documenta]]-Gründer [[Arnold Bode]]. Manch einer der Studenten zählt heute zur weltweit renommierten Künstlergarde wie beispielsweise [[Hans Haacke]], der durch sein Projekt "Dem Deutschen Volk" im Berliner Reichstag für Aufsehen gesorgt hat, und der Oscar-Preisträger Thomas Stellmach aus dem Trickfilmbereich.  
  
Auch heute zählt die Kunsthochschule Kassel mit ihren Studiengängen Freie Kunst, [[Visuelle Kommunikation]], [[Produktdesign]], [[Kunstpädagogik]] und [[Kunstwissenschaft]] zu den wenigen Akademien, die wissenschaftliche und künstlerische Studiengänge zusammenführen. Die Kunsthochschule vereint also künstlerischen Freigeist mit wissenschaftlicher Ratio und erlaubt Ihnen Kunst und Kultur aus verschiedenen Blickwinkeln kennen zu lernen. Dieser interdisziplinäre Ansatz wird bereits seit über 30 Jahren verfolgt und wird ständig weiterentwickelt.  
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'''Die Kunsthochschule''' (früher [http://www.uni-kassel.de/fb12/afks/Deutsch/obj_text/S_56.htm HBK] = Hochschule für bildende Künste) ist an der [[Menzelstraße]] in unmittelbarer Nachbarschaft der [[Karlsaue]] im Ortsteil [[Südstadt]] beheimatet. Mit ihr sind Namen wie [[Johann Heinrich Tischbein der Ältere|Johann Tischbein d.Ä]], [[Hans Söder]], [[Stephan Hirzel]], [[Hans Leistikow]], [[Ernst Röttger]], [[Hermann Mattern]], [[Arnold Bode]] oder [[Gustav Lange]] verbunden.
  
Charakteristisch für das Studium in Kassel ist, dass die Studiengänge nicht wie an vielen anderen Hochschulen nebeneinander existieren und sich lediglich konkurrierend dulden, sondern die Dozenten Synergien nutzen und zahlreiche interdisziplinäre Vorhaben entwickeln und verwirklichen.
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===Rundgang===
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In etlichen Ausstellungen und einem jährlichen "Rundgang" am Ende des Sommersemesters werden Arbeiten der Studenten auch der Öffentlichkeit präsentiert. In diesem Rahmen sind auch die Ateliers und Werkstätten geöffnet.
  
Die organisatorische und strukturelle Verbindung wird von uns in enger inhaltlicher Zusammenarbeit von [[Universität Kassel]] und Kunstakademie sinnvoll ergänzt, da Sie als zukünftige StudentInnen und Lehrende die Gelegenheit haben, in einen regen Austausch mit den Wissenschaftlern und StudentInnen anderer Fachbereiche zu treten. Die Kunsthochschule pflegt auch einen regen Austausch mit Kunsthochschulen im europäischen und außereuropäischen Ausland und gibt Ihnen Gelegenheit andere Hochschulen kennen zu lernen.  
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=== Renovierung und Umbau ===
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* Ab [[2008]] wurde die Kunsthochschule renoviert. Insgesamt fünf Millionen Euro flossen bis [[2011]] in die Renovierung. Ein Großteil des Geldes stammte vom Land Hessen.
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* Die Fassade wurde [[2010]] für knapp 2 Mio. Euro erneuert. Der Hörsaal sowie die Heizungs- und Sanitäreinrichtungen wurden bis Frühjahr [[2011]] modernisiert.
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* Der frührere Kohlenkeller wurde [[2010]] in einen Lagerraum umgewandelt.
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* Im Frühjahr 2016 wurde bekannt, dass die Kunsthochschule für 21 Millionen Euro saniert und erweitert werden soll. Der größte Teil des Geldes wird in die Instandsetzung des Betons und die energetische Sanierung fließen.  Im Nordbau hatte der Zahn der Zeit am Sichtbeton und den Stahlträgern genagt. Das Geld für diesen Teil der Bauarbeiten stammte vom Land. Aus einem weiteren Fördertopf, den Bund und Land füllen, kommen die 5 Mio. Euro, mit denen eine 500 Quadratmeter große Ausstellungshalle im Innenhof des Nordflügels entstehen soll.<ref>[http://www.hna.de/kassel/suedstadt-ort92873/kasseler-kunsthochschule-wird-mio-euro-saniert-6317227.html Artikel aus HNA.de vom 17. April 2016: Kasseler Kunsthochschule wird für 21 Mio. Euro saniert]</ref>
  
Die Kunsthochschule Kassel bietet neben den studiengangsspezifischen Einrichtungen disziplinenübergreifende Werkstätten. Mit der herausragenden Anzahl von insgesamt 14 Werkstätten setzt die Kunsthochschule damit Traditionen wie die des Bauhauses fort, handwerkliche und künstlerische Kompetenzen konstruktiv miteinander zu verbinden.
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== Übersicht==
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|ca.1946/47||||Werkakademie ([[Stephan Hirzel]], Direktor 1948-65)<br>([[Hans Leistikow]], Leiter der Graphikklasse 1949-59 ) ||Schule für Handwerk und Kunst
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In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts hat die Kunsthochschule ihren Standort in zwei Gebäudekomplexen von [[Paul Friedrich Posenenske]] am Rande der [[Karlsaue (Kassel)|Karlsaue]] gefunden.  
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== Konzept ==
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Auch heute zählt die Kunsthochschule Kassel mit ihren Studiengängen Freie Kunst, Visuelle Kommunikation, Produktdesign, Kunstpädagogik und Kunstwissenschaft zu den wenigen Akademien, die wissenschaftliche und künstlerische Studiengänge zusammenführen. Die Kunsthochschule vereint also künstlerischen Freigeist mit wissenschaftlicher Ratio.
  
== Studienangebot ==
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Charakteristisch für das Studium in Kassel ist, dass die Studiengänge nicht wie an vielen anderen Hochschulen nebeneinander existieren und sich lediglich konkurrierend dulden, sondern die Dozenten Synergien nutzen und zahlreiche interdisziplinäre Vorhaben entwickeln und verwirklichen.
  
Die Kunsthochschule Kassel bietet ein breites Angebot verschiedener Lehrbereiche:
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Die Kunsthochschule Kassel bietet neben den studiengangsspezifischen Einrichtungen disziplinenübergreifende Werkstätten. Mit insgesamt 14 Werkstätten setzt die Kunsthochschule damit Traditionen wie die des Bauhauses fort, handwerkliche und künstlerische Kompetenzen konstruktiv miteinander zu verbinden.
* [[Kunstpädagogik]] (Grund-, Haupt- und Realschule, Gymnasium)
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* [[Kunstgeschichte|Kunstwissenschaften]]
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* [[Bildende Kunst]]
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* [[Gestaltung|Produkt Design]] (Industrie Design, Möbel- und Ausbau-Design, Systemdesign, [[Textildesign]])
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* [[Visuelle Kommunikation]] (Grafik Design, Illustration, Neue Medien, Fotografie, Film und Fernsehen, Animationsfilm, freie Grafik, neue und alte Medien)
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== Varia ==
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In den 1960er-Jahren hat die Kunsthochschule ihren Standort in zwei Gebäudekomplexen von [[Paul Friedrich Posenenske]] am Rande der [[Karlsaue]] gefunden.
  
*An der Kunsthochschule Kassel entstanden die mit dem [[Oscar]] prämierten Kurzfilme [[Balance (Film)|Balance]] der Brüder [[Wolfgang Lauenstein|Wolfgang]] und [[Christoph Lauenstein]] (1989) und [[Quest (Kurzfilm)|Quest]] von [[Thomas Stellmach]] und [[Tyron Montgomery]] (1996).
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== Studienangebot ==
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Die Kunsthochschule Kassel bietet verschiedene Lehrbereiche:
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* Kunstpädagogik (Grund-, Haupt- und Realschule, Gymnasium)
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* Kunstgeschichte/ Kunstwissenschaften
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* Bildende Kunst
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* Gestaltung/ Produkt Design (Industrie Design, Möbel- und Ausbau-Design, Systemdesign, Textildesign)
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* Visuelle Kommunikation (Grafik Design, Illustration, Neue Medien, Fotografie, Film und Fernsehen, Animationsfilm, freie Grafik, neue und alte Medien)
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== Varia ==
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* An der Kunsthochschule Kassel entstanden die mit dem "Oscar" prämierten Kurzfilme "Balance" der Brüder Wolfgang und Christoph Lauenstein (1989) und "Quest" von Thomas Stellmach und Tyron Montgomery (1996).
  
== bekannte Professoren/Studenten (Ausw.) ==
 
  
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== bekannte Professoren und Absolventen (''Auswahl'') ==
 
[[Karl Oskar Blase]] | [[Arnold Bode]] | [[Michael Buthe]] | [[Gunter Demnich]] | [[Hans Everding]] | [[Christof Gassner]] | [[Hans Haacke]] | [[Johann Erdmann Hummel]] | [[Günter Kupetz]] | [[Floris Neusüss]] | [[Karl Schaper]] | [[Johann Heinrich Tischbein der Ältere|Johann Heinrich Tischbein]] | [[Mona Yahia]] |
 
[[Karl Oskar Blase]] | [[Arnold Bode]] | [[Michael Buthe]] | [[Gunter Demnich]] | [[Hans Everding]] | [[Christof Gassner]] | [[Hans Haacke]] | [[Johann Erdmann Hummel]] | [[Günter Kupetz]] | [[Floris Neusüss]] | [[Karl Schaper]] | [[Johann Heinrich Tischbein der Ältere|Johann Heinrich Tischbein]] | [[Mona Yahia]] |
  
 
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==
* [http://www.kunsthochschule-kassel.de www.kunsthochschule-kassel.de] Seite der Kunsthochschule Kassel
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* [http://www.kunsthochschule-kassel.de www.kunsthochschule-kassel.de Seite der Kunsthochschule Kassel]
* [http://www.outbox-kassel.de outbox] Projektdatenbank studentischer Arbeiten und Projekte
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* [http://www.outbox-kassel.de outbox Projektdatenbank studentischer Arbeiten und Projekte]
* [http://www.kunsthochschule-kassel.de/artefact arte.fact] Onlinezeitung der Kunsthochschule Kassel
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* [http://www.kunsthochschule-kassel.de/artefact arte.fact Onlinezeitung der Kunsthochschule Kassel]
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* [http://www.deboor.de/ort_1700_kunstakademie_kassel.htm deboor.de Private Seite zur frühen Geschichte der Akademie]
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* Ausführliche Informationen zu Aktuellem und Geschichte finden sich auf der [http://www.kunsthochschulekassel.de/willkommen/?  Homepage der Kunsthochschule]
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* [http://www.uni-kassel.de/fb12/afks/Deutsch/obj_text/S_56.htm Ausführliches zu Geschichte und Bauwerken unter: HBK im Architekturführer Kassel]
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* zur Lage s.a. [http://www.stadtplan-kassel.de Stadtplan Kassel] (auch Luftbilder)
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* oder hinkommen mit [http://www.kvg.de/index.php?id======9 Online-Fahrplan der KVG]
  
* [http://www.deboor.de/ort_1700_kunstakademie_kassel.htm deboor.de] Private Seite zur frühen Geschichte der Akademie
 
  
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[[Kategorie:Hochschule in Hessen]]
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[[Kategorie:Stadt Kassel]]
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[[Kategorie:Stadt Kassel/Kunst und Kultur]]
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[[Kategorie:Stadt Kassel/Südstadt]][[Kategorie:Kunst und Kultur]]

Aktuelle Version vom 19. April 2016, 16:35 Uhr

Kunsthochschule Kassel

Geschichte

Im Laufe ihrer 230-jährigen Geschichte (gegründet als Kasseler Akademie 1777 durch Landgraf Friedrich II. (1760-1785)) hat die Kunsthochschule Kassel viele Wandlungen erfahren, reagierte in ihrem Lehr- und Unterrichtsangebot auf die Strömungen der Zeit, z. B. durch neue Fachgebiete wie „Virtuelle Realitäten“ oder „Systemdesign“ etc. und prägte mit neuen pädagogischen Ansätzen die Ausbildung an anderen Kunstakademien. Hier waren bedeutende Künstler als Lehrer tätig wie z.B. Johann Heinrich Tischbein der Ältere oder der documenta-Gründer Arnold Bode. Manch einer der Studenten zählt heute zur weltweit renommierten Künstlergarde wie beispielsweise Hans Haacke, der durch sein Projekt "Dem Deutschen Volk" im Berliner Reichstag für Aufsehen gesorgt hat, und der Oscar-Preisträger Thomas Stellmach aus dem Trickfilmbereich.

Die Kunsthochschule (früher HBK = Hochschule für bildende Künste) ist an der Menzelstraße in unmittelbarer Nachbarschaft der Karlsaue im Ortsteil Südstadt beheimatet. Mit ihr sind Namen wie Johann Tischbein d.Ä, Hans Söder, Stephan Hirzel, Hans Leistikow, Ernst Röttger, Hermann Mattern, Arnold Bode oder Gustav Lange verbunden.

Rundgang

In etlichen Ausstellungen und einem jährlichen "Rundgang" am Ende des Sommersemesters werden Arbeiten der Studenten auch der Öffentlichkeit präsentiert. In diesem Rahmen sind auch die Ateliers und Werkstätten geöffnet.

Renovierung und Umbau

  • Ab 2008 wurde die Kunsthochschule renoviert. Insgesamt fünf Millionen Euro flossen bis 2011 in die Renovierung. Ein Großteil des Geldes stammte vom Land Hessen.
  • Die Fassade wurde 2010 für knapp 2 Mio. Euro erneuert. Der Hörsaal sowie die Heizungs- und Sanitäreinrichtungen wurden bis Frühjahr 2011 modernisiert.
  • Der frührere Kohlenkeller wurde 2010 in einen Lagerraum umgewandelt.
  • Im Frühjahr 2016 wurde bekannt, dass die Kunsthochschule für 21 Millionen Euro saniert und erweitert werden soll. Der größte Teil des Geldes wird in die Instandsetzung des Betons und die energetische Sanierung fließen. Im Nordbau hatte der Zahn der Zeit am Sichtbeton und den Stahlträgern genagt. Das Geld für diesen Teil der Bauarbeiten stammte vom Land. Aus einem weiteren Fördertopf, den Bund und Land füllen, kommen die 5 Mio. Euro, mit denen eine 500 Quadratmeter große Ausstellungshalle im Innenhof des Nordflügels entstehen soll.[1]

Übersicht

Übersicht:
2000 Kunsthochschule Kassel
(Universität Kassel)
Werkakademie (Handwerkskammer Kassel)
1971 Gesamthochschule Kassel , Fachbereiche Kunst
1970 Hochschule für bildende Künste
ca.1960 Hochschule für bildende Künste
(Arnold Bode,Professor für Malerei 1948 bis 1961 )
ca.1946/47 Werkakademie (Stephan Hirzel, Direktor 1948-65)
(Hans Leistikow, Leiter der Graphikklasse 1949-59 )
Schule für Handwerk und Kunst
ca.1900 Kunstakademie (Hans Söder, außerordentlicher Professor und geschäftsführender Direktor 1923) Kunstgewerbeschule
ca.1880 Kunstakademie
1869 Werkkunstschule
1779 Maler- und Bildhauerakademie
1777 L´Académie de Peinture et de Sculpture de Cassel = Kunstakademie Kassel
( Johann Heinrich Tischbein der Ältere, Mitbegründer)
Simon Louis du Ry, Direktor

Konzept

Auch heute zählt die Kunsthochschule Kassel mit ihren Studiengängen Freie Kunst, Visuelle Kommunikation, Produktdesign, Kunstpädagogik und Kunstwissenschaft zu den wenigen Akademien, die wissenschaftliche und künstlerische Studiengänge zusammenführen. Die Kunsthochschule vereint also künstlerischen Freigeist mit wissenschaftlicher Ratio.

Charakteristisch für das Studium in Kassel ist, dass die Studiengänge nicht wie an vielen anderen Hochschulen nebeneinander existieren und sich lediglich konkurrierend dulden, sondern die Dozenten Synergien nutzen und zahlreiche interdisziplinäre Vorhaben entwickeln und verwirklichen.

Die Kunsthochschule Kassel bietet neben den studiengangsspezifischen Einrichtungen disziplinenübergreifende Werkstätten. Mit insgesamt 14 Werkstätten setzt die Kunsthochschule damit Traditionen wie die des Bauhauses fort, handwerkliche und künstlerische Kompetenzen konstruktiv miteinander zu verbinden.

In den 1960er-Jahren hat die Kunsthochschule ihren Standort in zwei Gebäudekomplexen von Paul Friedrich Posenenske am Rande der Karlsaue gefunden.

Studienangebot

Die Kunsthochschule Kassel bietet verschiedene Lehrbereiche:

  • Kunstpädagogik (Grund-, Haupt- und Realschule, Gymnasium)
  • Kunstgeschichte/ Kunstwissenschaften
  • Bildende Kunst
  • Gestaltung/ Produkt Design (Industrie Design, Möbel- und Ausbau-Design, Systemdesign, Textildesign)
  • Visuelle Kommunikation (Grafik Design, Illustration, Neue Medien, Fotografie, Film und Fernsehen, Animationsfilm, freie Grafik, neue und alte Medien)

Varia

  • An der Kunsthochschule Kassel entstanden die mit dem "Oscar" prämierten Kurzfilme "Balance" der Brüder Wolfgang und Christoph Lauenstein (1989) und "Quest" von Thomas Stellmach und Tyron Montgomery (1996).


bekannte Professoren und Absolventen (Auswahl)

Karl Oskar Blase | Arnold Bode | Michael Buthe | Gunter Demnich | Hans Everding | Christof Gassner | Hans Haacke | Johann Erdmann Hummel | Günter Kupetz | Floris Neusüss | Karl Schaper | Johann Heinrich Tischbein | Mona Yahia |

Weblinks

  • Artikel aus HNA.de vom 17. April 2016: Kasseler Kunsthochschule wird für 21 Mio. Euro saniert