Kreis Hofgeismar: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Bildergalerie)
Zeile 37: Zeile 37:
 
Bild:Eberschütz-Kirche.JPG|Eberschütz
 
Bild:Eberschütz-Kirche.JPG|Eberschütz
 
Bild:Gottsbüren-Kirche.JPG|Gottsbüren
 
Bild:Gottsbüren-Kirche.JPG|Gottsbüren
 +
Bild:Zwergen-Kirche.JPG|Zwergen
 +
Bild:Obermeiser.JPG|Obermeiser
 +
Bild:Grimelsheim.JPG|Grimelsheim
 +
Bild:Ersen-Kirche.JPG|Ersen
 +
Bild:Liebenau-Kirche.JPG|Liebenau
 +
Bild:Lamerden-Kirche.jpg|Lamerden
 +
Bild:Ostheim.JPG|Ostheim
 +
Bild:Haueda-ev.Kirche.JPG|Haueda
 
</gallery>
 
</gallery>
  

Version vom 6. Mai 2007, 18:00 Uhr

Der ehemalige Kreis Hofgeismar wurde durch Organisationsedikt des Kurfürsten von Hessen-Kassel am 21.8.1821 gegründet. Er war ursprünglich Teil der Provinz Niederhessen und wurde gebildet mit den Ortschaften der Justizämter Hofgeismar, Carlshafen, Grebenstein und Sababurg (insgesamt 39.789 Einwohnern in 5.434 Häusern).

Lage-Hofgeismar.jpg

Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen im Jahre 1866 wurde der Kreis Hofgeismar von der preußischen Regierung neu gegliedert und 1867 Teil des neuen Regierungsbezirks Kassel der preußischen Provinz Hessen-Nassau. Kreisstadt war die Stadt Hofgeismar.

Im Rahmen der hessischen Gebietsreform entstand am 1. August 1972 aus den ehemaligen Kreisen Hofgeismar, Wolfhagen und Kassel der Landkreis Kassel.

Geschichte

Nach dem Einmarsch amerikanischer Soldaten am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Karl Höhner als kommissarischer Landrat im Kreis Hofgeismar eingesetzt und 1946 vom Kreistag als erster Landrat nach dem Krieg in seinem Amt bestätigt. Höhner gehörte bereits im Jahre 1919 zu den Gründern der Wohnungsbaugenossenschaft der Stadt Hofgeismar. In seine Amtszeit als Landrat fiel die Aufnahme von etwa 25.000 Flüchtlingen im Kreisgebiet. Sein Nachfolger war ab 1948 der langjährige Landrat Dr. Steinbrenner.

Am 1. Dezember 1946 billigte die hessische Bevölkerung im Rahmen einer Volksabstimmung die Verfassung des Landes Hessen, das als "Großhessen" von der amerikanischen Militärregierung gegründet worden war. Die demokratische Verfassung wurde 1952 zur Grundlage des neuen Kommunalverfassungsrechtes.

Flüchtlinge, Vertriebene, Ausgebombte, Heimkehrer oder elternlose Kinder mussten nach dem Zweiten Weltkrieg vielfach in ländlichen Bereichen untergebracht werden. Im Kreis Hofgeismar stieg die Bevölkerung um fast 50 % an, was sowohl die Behörden als auch die Organisationen der freien Wohlfahrtspflege vor riesige Aufgaben stellte. Bereits 1945 standen im Kreis Hofgeismar beispielsweise die ersten Helfer der Arbeiterwohlfahrt (AWO) bereit.

Auch die seelsorgerische Arbeit der katholischen Kirche wurde in dem bis dahin überwiegend protestantisch geprägten Gebiet vor neue Herausforderungen gestellt. Nach dem Krieg stieg die Zahl der Katholiken im Kreisgebiet auf mehr als 22.000 Personen. Heimatvertriebene – zum Beispiel aus dem sog. Sudetenland – mit zumeist katholischer Konfession fanden hier auf Dauer eine neue Heimat. In den 1950-er Jahren entstanden neue katholische Gotteshäuser in Immenhausen (1952], Grebenstein (1955), Karlshafen (1956], Lippoldsberg, Haueda und Hohenkirchen (alle 1957), Veckerhagen (1959) und in Hofgeismar das zweite katholische Gotteshaus „St. Marien“. Später kamen weitere Kirchen, beispielsweise in Trendelburg, Ehrsten und Calden (alle 1961) und Vernawahlshausen (1966) hinzu.

Zum ehemaligen Kreis Hofgeismar gehörten vor der hessischen Gebietsreform im Jahre 1972 zuletzt die Städte Hofgeismar, Bad Karlshafen, Helmarshausen, Trendelburg, Grebenstein, Immenhausen und Liebenau sowie 43 Landgemeinden, darunter Beberbeck, Hümme, Kelze, Hombressen, Carlsdorf, Schöneberg, Friedrichsdorf, Eberschütz, Stammen, Vaake, Veckerhagen oder Gieselwerder.

Literatur

  1. Kreis Hofgeismar, Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen III, Marburg/ Lahn 1966
  2. Joseph Weber, Entwicklung der katholischen Gemeinden im Kreis Hofgeismar, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1968, S. 44 ff.
  3. Erich Israel, Die Tätigkeit der Arbeiterwohlfahrt im Kreis, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1970, S. 33
  4. Heinrich Treibert, 150 Jahre Kreis Hofgeismar, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1971, S. 29 ff.

Bildergalerie