Korbach: Unterschied zwischen den Versionen

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* [http://www.bi-muellverbrennung-korbach.de Bürgerinitiative für ein lebenswertes Korbach]
 
* [http://www.bi-muellverbrennung-korbach.de Bürgerinitiative für ein lebenswertes Korbach]
 
* [http://www.feierabend.com/cgi-bin/channel/regio.pl?regio=korbach HP der Korbacher Regionalgruppe von Feierabend.com]
 
* [http://www.feierabend.com/cgi-bin/channel/regio.pl?regio=korbach HP der Korbacher Regionalgruppe von Feierabend.com]
* [http://www.repage5.de/member/corbach/ Korbacher Zeittafel von HJR]
 
 
* [[Tim Korschewsky|Tim Korschewsky (deutscher Kanute)]]
 
* [[Tim Korschewsky|Tim Korschewsky (deutscher Kanute)]]
 
* [http://www.rv-korbach.de/ Radsport in Korbach]
 
* [http://www.rv-korbach.de/ Radsport in Korbach]

Version vom 14. Dezember 2008, 01:41 Uhr

Korbach
Wappen Karte
Wappen von Korbach
Deutschlandkarte, Position hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 384 m
Fläche: 123,98 km²
Einwohner: etwa 25.000
Postleitzahl: 34497
Vorwahl: 05631
Kfz-Kennzeichen: KB
Adresse der
Stadtverwaltung:
Stechbahn 1
Website: www.korbach.de
Information
Webcam: Webcam.

Korbach ist die Kreisstadt im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen mit etwa 25.000 Einwohnern.


Geographie

Korbach liegt im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen, jeweils 60 Kilometer entfernt von Kassel und Marburg und etwa 70 Kilometer entfernt von Paderborn.

Eine Bahnlinie der Kurhessenbahn verbindet Korbach mit Kassel (über Bad Arolsen und Wolfhagen) und mit Brilon-Wald (über Willingen).

Die Stadt liegt 303-615 m über dem Meeresspiegel. Durch die Kernstadt fließt der Kuhbach.

Die Stadt mit ihren 14 Ortsteilen umfasst ein Gebiet von 124 Quadratkilometern.

Im Jahre 2007 zählte Korbach 24.384 Einwohner, von denen 18.950 in der Kernstadt lebten.

Die Ortsteile Lelbach, Lengefeld, Nordenbeck, Ober-Ense und Nieder-Ense liegen wie die Kernstadt auf oder am Rande einer Hochebene, der Waldecker Tafel. Im östlichen Teil des Stadtgebietes liegen die Ortsteile Helmscheid, Strothe und Meineringhausen, im Westen die Ortsteile Alleringhausen, Eppe, Nieder-Schleidern und Hillershausen.

Der Widdehagen mit 635 m Höhe ist die höchste Erhebung, nahe dem Ortsteil Rhena, etwas niedriger ist mit 562 m Höhe der Eisenberg, auf dem der Ortsteil Goldhausen liegt.

Geschichte

Korbach ist eine über 1000 Jahre alte, ehemalige Hansestadt und erhielt im Jahre 1188 Stadtrechte.

Von der Geschichte der Stadt berichtet auch die Serie über markante "Häuser in Korbach", die zwischen 1995 und 2000 in der HNA - Waldeckischen Allgemeinen erschienen ist. Im Jahr 2002 erschien die Serie zudem als Buch unter dem Titel: "Korbacher Bauten erzählen Geschichte - meine Stadt".

Im Zuge der hessischen Kreisreform wurden die ehemals selbständigen Kreise Waldeck und Frankenberg (Eder) zum 1. Januar 1974 zum "Landkreis Waldeck-Frankenberg" vereinigt. Kreisstadt wurde Korbach.

Ein Portrait der Stadt

Kirche St. Kilian Baubeginn: 1335. Fertigstellung: 1450

Tradition und Moderne

Über die Herkunft und Bedeutung des Stadtnamens werden verschiedene Ansichten vertreten. Einigkeit herrscht, daß der Name altsächischen Ursprungs ist. Die älteste Form lautet Curbecki (980). Einer Auffassung zufolge soll die erste Silbe aus dem mittelniederdeutschen "kurren, korren" gebildet worden sein, was soviel wie das Murmeln eines Baches bedeutet.[1] Nach anderer Ansicht leitet sich die Silbe "Cor" oder "Cur" von "Kür" und "küren" ab, was "Wahl" bzw. "wählen" bedeutet.[2] Demnach handelte es sich bei Korbach um einen am Bache gewählten Platz, möglicherweise auch um einen Versammlungsort an einem Bach, an dem das Volk einen Anführer wählte.[3]

Aus dem Anfangsbuchstaben C wurde im Lauf der Zeit K. Im Lauf der Zeit, das meint nicht weniger als 1000 Jahre. So alt ist die ehemalige Hansestadt und heutige Kreisstadt Waldeck-Frankenbergs nämlich bereits.

Im Jahr 980 wurde Korbach als Curbecki erstmals urkundlich erwähnt. In Korbach gab es einen fränkischen Königshof, aus dem sich im Mittelalter die Stadt entwickelte. 1188 erhielt die Stadt das Soester Stadtrecht und war dem Bund der Hansestädte angegliedert (Zeittafel).

Korbach gilt heute als romantisches Fachwerkzentrum zwischen Hochsauerland und Edersee. Die gut erhaltene Altstadt mit viel Fachwerk und ihren gotischen Hallenkirchen und Lagerhäusern zeugt von Korbachs großer Vergangenheit. Sehenswert sind die St. Kilianskirche mit ihrem figurenreichen Südportal, die spätgotische St. Nikolaikirche und das Museum mit wertvollen Kunstschätzen.

In Korbach verschmelzen deutsche Kleinstadttradition und moderne Gegenwart. In diesem Jahrhundert hat sich die Stadt zu einem bedeutenden Einkaufszentrum mit Fußgängerzone, Gewerbe- und Freizeitzentrum entwickelt.

Korbach bietet seinen Bewohnern und Besuchern zahlreiche Freizeitmöglichkeiten: ein Sport- und Freizeitbad mit 50-Meter-Rutsche, Whirlpool, Sauna, Solarium und Dampfbad, Motor- und Segelflugplätze, Tennisplätze, Fitnesszentren, Angelteiche, Reitgelegenheiten, Rundwanderwege, Grillhütten und Kneipp-Wassertretanlagen.

Zentrum für Schule und Verwaltung

Das historische Korbacher Rathaus
Conti-Gebäude

Korbach liegt in der Ferienregion Waldecker Land. Mit ihren 14 Ortsteilen ist die Waldeck-Frankenberger Kreisstadt der wirtschaftlicher, kultureller und administrativer Mittelpunkt für ein weites Umland.

Traditionell steht Hessens einzige Hansestadt dem Handel und Gewerbe aufgeschlossen gegenüber. Korbach hat sich zum Einkaufs-, Gewerbe- und Handelszentrum zwischen Kassel, Paderborn und Marburg entwickelt. Hier sind Unternehmen mit Weltruf - wie die Continental Gummiwerke AG, die Conti Tech Schlauch GmbH, horizont group, KoCos Meßtechnik AG und Vauth-Sagel GmbH & Co.KG/Mauser - ansässig. Das Gewicht der Stadt verdeutlicht auch ihre ihre große Zahl an Schulen: Korbach zählt acht Grundschulen, davon zwei mit Förderstufe. Neben dem Gymnasium Alte Landesschule, dem ältesten Gymnasium des Waldecker Landes, sind hier auch die Beruflichen Schulen mit beruflichem Gymnasium zu finden. Und es gibt noch weitere Einrichtungen: Zum Beispiel die Krankenpflegeschule am Stadtkrankenhaus, Sonderschulen, die Lehrwerkstätten der Kreishandwerkerschaft, der Innung fürs Bauhandwerk und das Fröbelseminar.

Profit vom schnellen Fluss Der Arbeitsplatz für viele Menschen der Region ist in Korbach. Die Waldeck-Frankenberger Kreisstadt hat eine überdurchschnittlich ausgeprägte Wirtschaftsstruktur. Das Potenzial der ehemaligen Hansestadt liegt in der Vielfalt und im Mix ganz unterschiedlicher Branchen.

Die Bandbreite der in Korbach ansässigen Unternehmen reicht vom Mittelstand bis zu moderner Großindustrie, von alteingesessenen Handelshäusern und Handwerksbetrieben bis hin zu einer wachsenden Zahl an Firmengründungen.

Korbachs rühmt sich in Sachen Wirtschaft und Handel als eine „Stadt der kurzen Wege“. Kleine und mittelständische Unternehmen profitieren hier vom schnellen Fluss von Gütern, Wissen und Dienstleistungen.

Die Wirtschaftsstruktur weist verarbeitendes Gewerbe in der Kautschukindustrie, der Metallindustrie, der Elektroindustrie, im Baugewerbe, im Handwerk sowie in Handels- und Dienstleistungsbetrieben aus.

Korbach ist aber auch der Standort zahlreicher Verwaltungen, der Energie- und Wasserversorgung (EWF GmbH) und der Hessenklinik, dem Stadtkrankenhaus, als einem der größten Arbeitgeber der Stadt. In Korbach wird nicht nur gearbeitet, sondern auch investiert - derzeit sogar in außergewöhnlicher Weise. Der Anbau für die Hessenklinik und der Neubau des Logistikzentrums der Continental AG stellen zurzeit die größten Bauprojekte im gesamten Landkreis dar.

Einzelnachweise:

  1. Walter HEINEMEYER, Korbachs Anfänge im Kräftespiel der Franken und Sachsen, in: Geschichtsblätter für Waldeck, 73. Band (1985), S. 21 [24].
  2. Wolfgang MEDDING, Korbach - Die Geschichte einer deutschen Stadt, 2. unveränderte Auflage 1980, S. 10.
  3. Wolfgang MEDDING, a.a.O.

Kirchen

Die Nikolaikirche in Korbach mit dem markanten schiefen Turmdach
Der Untere Herrenhof beherbergte die Landkanzlei bis 1687
Die Gerichtsbarkeit in Korbach hat eine lange, wechselvolle Geschichte

Personen

Partnerstädte

Radwandern und Wandern

Radtour: Drei-Seen-Rundfahrt

(Quelle: RV 1896 Korbach e.V.)

Fahrtroute: Korbach Lelbach, Rhena, Bömighausen, Neerdar, Usseln, Willingen, Schwalefeld, Bontkirchen, Diemelsee, Heringhausen, Rhenege, Adorf, Vasbeck, Canstein, Udorf, Kohlgrund, Rhoden, Dehausen, Ammenhausen, Herbsen, Külte, Wetterburg, Twistesee, Braunsen, Elleringhausen, Niederwaroldern, Höringhausen, Strothe, Korbach.

Wandertipp: Barbarossaweg

Der Kunstpfad "ARS NATURA" führt unter anderem entlang des Fernwanderweg X 8, auch "Barbarossaweg" (von Korbach zum Kyffhäuser) und verläuft durch den Schwalm-Eder-Kreis. Die Grundidee ist, entlang der Fernwanderwege die Natur zu einem Galerieraum werden zu lassen, indem man entlang der Wege Kunstwerke errichtet.

Entlang des „Barbarossawegs“ sind im Schwalm-Eder-Kreis bis 2007 auf rund 75 km etwa 105 Kunstwerke entstanden. Bei Bad Zwesten wurde im Jahre 2005 der Rundwanderweg X 8a fertiggestellt, an dem 10 Kunstwerke installiert wurden.

siehe auch

Strassen in Korbach

HNA - Geschäftsstelle in Korbach, Flechtdorfer Straße

Straßennamen hat es nicht immer gegeben. Offiziell wurden sie in Korbach erst Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt. Bis dahin gab es viele namenlose Straßen. Natürlich hatte man Standortbezeichnungen schon früher. Sie waren aber recht allgemeiner Art: An der Neustädter Kirche etwa oder Am Markt. Andere bezeichneten ein ganzes Stadtviertel.

Bei der Namengebung griff man zurück auf Flurbezeichnungen (Am Waldecker Berg) oder auf die Lage der Straße (Oberstraße). Die Ausfallstraßen bezeichnete man nach ihren Zielorten (Wildunger Landstraße). Viele Straßen tragen aber auch den Namen einer bekannten oder bedeutenden Persönlichkeit, von Stadtältesten oder Ehrenbürgern. Bei Vergabe von Namen aus Politik und Regierung ist man heute in Korbach vorsichtig geworden, um späteren Umbenennungen aus dem Weg zu gehen. So wurde aus dem Adolf-Hitler-Platz nach 1945 wieder der Berndorfer Torplatz, aus der Litzmannstraße die Friedrichstraße, aus der Hindenburgstraße wieder wie früher die Bahnhofstraße.

Die enorme Entwicklung der Stadtbebauung nach dem Zweiten Weltkrieg brachte es mit sich, dass zahlreiche neue Straßen entstanden. Sie alle brauchten neue Namen. So entstand ein Blumenviertel, in jüngster Zeit auch ein Dichterviertel. Zahlreiche westdeutsche Städte, in die es einst Korbacher verschlagen hatte, standen Pate, aber auch mitteldeutsche Städte. Auch ehemalige ostdeutsche Städte und Gebiete, aus denen viele Korbacher Neubürger vertrieben worden waren, gaben neuen Straßen ihre Namen.

Straßennamen

Weblinks

Enser Tor


Städte und Gemeinden im Landkreis Waldeck-Frankenberg
WappenWaldeckFrankenberg.jpg

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