Kloster Merxhausen: Unterschied zwischen den Versionen

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Das ehemalige Augustiner Kloster in [[Merxhausen]], in späteren Jahren Hospital und Landesheilanstalt, ist eine gotische Klosteranlage bei [[Bad Emstal|Emstal]] in [[Nordhessen]] südwestlich von [[Kassel]].
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Das ehemalige Augustiner-Kloster in [[Merxhausen]], in späteren Jahren Hospital und Landesheilanstalt, ist eine gotische Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert.
  
1213 wurde die Klosterstiftung der Herren von Blumenstein bei Dörnberg in Nordhessen durch den Erzbischof von Mainz als sogenanntes Augustiner-Chorherren-Doppelstift belegt. Nach 43 jähriger Bauzeit wurde die Klosterkirche 1256 durch die Weihung zweier Altäre geweiht. Im 13. Jahrhundert wanderten die Chorherren ab und das Kloster wurde seitdem als Nonnenkloster genutzt. 1475 wurde das Kloster durch einen Brand zerstört, es zerfiel und das Klosterleben wurde eingestellt. Durch Landgraf Wilhelm 2. von Hessen werden die verbliebenen Nonnen in andere Klöster verlegt. Augustiner- Chorherren aus dem westfälischen Bödecken übernahmen das Kloster und bauten es  wieder auf. Doch schon 1527 wird das Kloster aufgehoben und 27. Chorherren und Brüder werden abgefunden.  
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1213 wurde die Klosterstiftung der Herren von Blumenstein bei [[Dörnberg]] durch den [[Erzbistum Mainz|Erzbischof von Mainz]] als sogenanntes Augustiner-Chorherren-Doppelstift belegt. Nach 43-jähriger Bauzeit wurde die Klosterkirche im Jahre 1256 geweiht.  
  
[[Landgraf Philipp I.|Landgraf Philipp der Großmütige]] wandelte das Kloster ebenso wie die Klöster in Gronau und Hofheim in ein Hospital für arme Kranke aus der Landbevölkerung um. Damit bleibt dem Hospital der gesamte Klosterbesitz erhalten.  
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Nachdem die Chorherren abgewandert waren, wurde das Kloster als Nonnenkloster genutzt. Nachdem das Klostergebäude im Jahre 1475 durch einen Brand zerstört worden war, wurde das Klosterleben eingestellt. Unter [[Landgraf Wilhelm II.]] von Hessen wurden die verbliebenen Nonnen in andere Klöster verlegt. Augustiner-Chorherren aus dem westfälischen Bödecken übernahmen das Kloster und bauten es  wieder auf.  
  
Nach der Teilung Hessens 1575 gehörtes Kloster Merxhausen mit 365 Kranken zu den vier Hohen Hospitälern, die bis 1810 unter einer gemeinsamen Verwaltung standen. 1631 (im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]]) wurde das nunmehrige Hospital von Tillys Truppen zunächst zerstört, aber wieder umgehend neu aufgebaut. Die Betreuung der Kranken übernahmen auswärtige Ärzte. 1881 wurde das Hospital für Kranke aus den Städten gegen Zahlung der Kosten geöffnet. In dieser Zeit wurde der erste Arzt fest angestellt. 1929 wird das Hospital in Landesheilanstalt umbenannt. Im 3. Reich starben Patienten an Euthanasiemaßnahmen.  
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Im Zuge der [[Reformation]] in Hessen wurde das Kloster 1527 und 27 Chorherren und Brüder abgefunden. [[Landgraf Philipp I.]] wandelte das Kloster - ebenso wie weitere Klöster - in ein Hospital für arme Kranke aus der Landbevölkerung um. Dabei blieb dem Hospital der gesamte Klosterbesitz erhalten.
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Nach der Teilung Hessens im Jahre 1575 gehörte Kloster Merxhausen mit 365 Kranken zu den vier Hohen Hospitälern, die bis 1810 unter einer gemeinsamen Verwaltung standen.  
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1631 (im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]]) wurde das Hospital von Tillys Truppen zunächst zerstört, aber umgehend wieder aufgebaut. Die Betreuung der Kranken übernahmen auswärtige Ärzte.  
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1881 wurde das Hospital auch für Kranke aus den Städten gegen Zahlung der Kosten geöffnet. In dieser Zeit wurde der erste Arzt fest angestellt. 1929 wurde das Hospital dann in ''Landesheilanstalt'' umbenannt.  
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Im "Dritten Reich" starben hier Patienten an Euthanasiemaßnahmen.  
  
 
Seit der Schließung des Heimes wird die historische Klosteranlage als Psychiatrisches Krankenhaus des Landeswohlfahrtsverband Hessens genutzt.
 
Seit der Schließung des Heimes wird die historische Klosteranlage als Psychiatrisches Krankenhaus des Landeswohlfahrtsverband Hessens genutzt.

Version vom 6. Juli 2008, 00:16 Uhr

Das ehemalige Augustiner-Kloster in Merxhausen, in späteren Jahren Hospital und Landesheilanstalt, ist eine gotische Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert.

1213 wurde die Klosterstiftung der Herren von Blumenstein bei Dörnberg durch den Erzbischof von Mainz als sogenanntes Augustiner-Chorherren-Doppelstift belegt. Nach 43-jähriger Bauzeit wurde die Klosterkirche im Jahre 1256 geweiht.

Nachdem die Chorherren abgewandert waren, wurde das Kloster als Nonnenkloster genutzt. Nachdem das Klostergebäude im Jahre 1475 durch einen Brand zerstört worden war, wurde das Klosterleben eingestellt. Unter Landgraf Wilhelm II. von Hessen wurden die verbliebenen Nonnen in andere Klöster verlegt. Augustiner-Chorherren aus dem westfälischen Bödecken übernahmen das Kloster und bauten es wieder auf.

Im Zuge der Reformation in Hessen wurde das Kloster 1527 und 27 Chorherren und Brüder abgefunden. Landgraf Philipp I. wandelte das Kloster - ebenso wie weitere Klöster - in ein Hospital für arme Kranke aus der Landbevölkerung um. Dabei blieb dem Hospital der gesamte Klosterbesitz erhalten.

Nach der Teilung Hessens im Jahre 1575 gehörte Kloster Merxhausen mit 365 Kranken zu den vier Hohen Hospitälern, die bis 1810 unter einer gemeinsamen Verwaltung standen.

1631 (im Dreißigjährigen Krieg) wurde das Hospital von Tillys Truppen zunächst zerstört, aber umgehend wieder aufgebaut. Die Betreuung der Kranken übernahmen auswärtige Ärzte.

1881 wurde das Hospital auch für Kranke aus den Städten gegen Zahlung der Kosten geöffnet. In dieser Zeit wurde der erste Arzt fest angestellt. 1929 wurde das Hospital dann in Landesheilanstalt umbenannt.

Im "Dritten Reich" starben hier Patienten an Euthanasiemaßnahmen.

Seit der Schließung des Heimes wird die historische Klosteranlage als Psychiatrisches Krankenhaus des Landeswohlfahrtsverband Hessens genutzt.

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