Kloster Merxhausen: Unterschied zwischen den Versionen

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* [http://www.geschichtsverein-bademstal.de/Historisches/Ortsteile/Merxhausen/merxhausen.html Merxhausen auf der Website des Kultur- und Geschichtsvereins Bad Emstal e.V.]
  
  

Version vom 7. Februar 2007, 13:00 Uhr

Breitenau, Augustiner Kloster und Hospital in Merxhausen, früher Hospital, Erziehungsheim, Landesheilanstalt, ist eine gotische Klosteranlage bei Emstal in Nordhessen südwestlich von Kassel.

1213 wurde die Klosterstiftung der Herren von Blumenstein bei Dörnberg in Nordhessen durch den Erzbischof von Mainz als so genanntes Augustiner- Chorherren-Doppelstift belegt. Nach 43 jähriger Bauzeit wurde die Klosterkirche 1256 durch die Weihung zweier Altäre geweiht. Im 13. Jahrhundert wanderten die Chorherren ab und das Kloster wurde seitdem als Nonnenkloster genutzt. 1475 wurde das Kloster durch einen Brand zerstört, es zerfiel und das Klosterleben wurde eingestellt. Durch Landgraf Wilhelm 2. von Hessen werden die verbliebenen Nonnen in andere Klöster verlegt. Augustiner- Chorherren aus dem westfälischen Bödecken übernehmen das Kloster und bauen es wieder auf. Doch schon 1527 wird das Kloster aufgehoben und 27. Chorherren und Brüder werden abgefunden. Landgraf Philipp der Großmütige wandelte das Kloster ebenso wie die Klöster in Gronau und Hofheim in ein Hospital für arme Kranke aus der Landbevölkerung um. Damit bleibt dem Hospital der gesamte Klosterbesitz erhalten. Nach der Teilung Hessens 1575 gehörtes Kloster Merxhausen mit 365 Kranken zu den vier Hohen Hospitälern, die bis 1810 unter einer gemeinsamen Verwaltung standen. 1631 (im Dreißigjährigen Krieg) wurde das nunmehrige Hospital von Tillys Truppen zunächst zerstört, aber wieder umgehend neu aufgebaut. Die Betreuung der Kranken übernahmen auswärtige Ärzte. 1881 wurde das Hospital für Kranke aus den Städten gegen Zahlung der Kosten geöffnet. In dieser Zeit wurde der erste Arzt fest angestellt. 1929 wird das Hospital in Landesheilanstalt umbenannt. Im 3. Reich starben Patienten an Euthanasiemaßnahmen.

Nach dem Krieg wurde dort ein Fürsorge-Erziehungsheim für Mädchen eingerichtet. 1968 berichtete Ulrike Meinhof aus Breitenau und löste damit die Heimatkampagne der Apo aus. Seit der Schließung des Heimes wird die historische Klosteranlage als Psychiatrisches Krankenhaus des Landeswohlfahrtsverband Hessens genutzt.

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