Kloster Helmarshausen

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EcoPfad Helmarshausen
Der Klosterhof in Helmarshausen
Das Evangeliar Heinrichs des Löwen (Faksimile)

Das ehemalige Kloster Helmarshausen (damals Helmwardeshusen) wurde im Jahr 997 gegründet und erhielt den Status einer freien Reichsabtei.

Aus dem ehemaligem Benediktinerkloster in Helmarshausen stammen bedeutende Kunstwerke, etwa das Evangeliar Heinrichs des Löwen aus dem Jahr 1173, von dem ein Faksimile in Helmarshausen zu besichtigen ist.

Geschichte

Bereits im Jahre 987 hatte Graf Eckhard von Reinhausen den Benediktinern einen befestigten Hof an der Diemel zur Errichtung eines Klosters übertragen und 1011 konnte die Abteikirche des Klosters von Bischof Meinwerk von Paderborn eingeweiht werden. Erste Ausgrabungen in den Jahren 1965 und 1966 brachten Erkenntnisse von der genauen Lage.

Im 12. Jahrhundert, zur Blütezeit des Klosters Helmarshausen, erfuhr die Klosterkirche mehrere Umbauten und der Grundriss wurde auf über 65 m verlängert. An die Kirche schlossen sich die Klostergebäude an.

Besonders Abt Thietmar II. (Ende des 11./ Anfang des 12. Jahrhunderts) führte das Kloster zur Blüte. In diese Zeit fällt auch die Goldschmiedetätigkeit des Mönchs Rogerus, der heute als bedeutenster mittelalterlicher Künstler anerkannt ist. Berühmt war das ehemalige Kloster in Helmarshausen aber auch wegen seiner Buchmalereien; u.a. dem mit Gold und Silber verzierten Evangeliar, das der Mönch Herimann eigens für Heinrich den Löwen fertigte.

Nachdem das Kloster Helmarshausen im Zuge der Reformation 1538 aufgelöst worden war, diente die Klosteranlage offenbar als bequemer "Steinbruch". Auch die Krukenburg in Helmarshausen verlor ihre Bedeutung als Schutzburg und verfiel zunehmend.

Die Grundmauern der ehemaligen Klosterkirche sind inzwischen wieder rekonstruiert. Und mit der Ausstellung "Buchmalerei im Mittelalter" und einer Faksimilie-Ausgabe des Evangeliars Heinrichs des Löwen erinnert das Heimatmuseum in Helmarshausen an die bedeutetende Epoche des Klosters.

Jubiläumsjahr 2007

Nach einer Pressemitteilung in der HNA – Ausgabe Hofgeismar vom 24. September 2007 wanderten sechs Helmarshäuser im Jubliäumsjahr 2007 in Mönchsgewändern von Köln in die Klosterburgstadt und erinnerten damit an das Helmarshäuser Doppeljubliäum:

Im Jahr 1107 erhielt nicht nur das ehemalige Benediktinerkloster die Gebeine des Heiligen Modoald von Trier und wurde mit diesen Reliquien zum Wallfahrtsort. Im selben Jahr kam auch der Mönch Rogerus von Köln nach Helmarshausen, der von dem damaligen Abt Thietmar I. berufen worden war, die Kunstwerkstätten des Klosters aufzubauen. Er wurde als Künstler und Autor einer lateinischen Schrift über die Kunsthandwerkstechniken des Mittelalters bekannt.

Im Schutz der Krukenburg

Die Ruine der Krukenburg oberhalb von Helmarshausen

Dem Schutz des Klosters in Helmarshausen sowie einer schon zu Beginn des 12. Jahrhunderts errichteten Bergkirche dient die Krukenburg, die im Jahre 1215 als Befestigungsanlage mit Ringmauer, Bergfried und Wohngebäuden auf dem Krukenberg errichtet wurde.

Bei der heute noch vorhandenen Ruine der Krukenburgkirche handelte es sich übrigens um einen Nachbau der Grabeskirche von Jerusalem.

Literatur

  • Hermann Schmidt, "Die Abteikirche des Benediktinerklosters Helmarshausen", im "Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1968", S. 30 ff.
  • Bücherliste des Heimatvereins

siehe auch

Start und Ziel für den Eco-Pfad Helmarshausen: der Klosterhof.

Weblinks