Kirche Bergheim

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Die Kirche in Bergheim - eine zweischiffige Hallenkirche - gehört zu den ältesten Kirchen im Waldecker Land. Vermutlich entstand sie schon um die Jahrtausendwende vom ersten zum zweiten Jahrtausend nach Christus.

Gesichter an der Decke

Evangelische Martinskirche Bergheim

Im Jahre 1085 wurde die Bergheimer Kirche erstmals schriftlich erwähnt. Vom ursprünglichen Bau ist das zweischiffige romanische Langhaus erhalten. Nach dem Brand von 1331 wurden Chor und Turm neu errichtet sowie Süd- und Westwand des Schiffes erneuert.

Beeindruckend sind die vielen Wandmalereien, die zurzeit vollständig restauriert werden. Die ursprüngliche Ausmalung des Chores erfolgte um 1460 und zeigt an der Nordwand das Jüngste Gericht sowie einen Wandfries mit den zwölf Aposteln.

Das Schiff wurde 1573 durch B. Selzer ausgemalt. 1932 legte der Kirchenmaler Otto Kienzle die Malereien frei, in den 50er Jahren erfolgte eine erneute Überarbeitung durch den Maler Landgrebe.

Der Flügelaltar ist um 1470 entstanden und soll, wie auch das übrige Inventar, restauriert werden.

In den Deckenmalereien gut versteckt schauen seit Jahrhunderten viele kleine gemalte Gesichter auf die Kirchenbesucher herab. Auch fleißige Gottesdienstbesucher werden die gemalten Gesichter oft übersehen haben, glaubt Pfarrerin Kerstin Palisaar, und lädt ein, einmal selbst zu schauen und sich von dem eindruchsvollen Raum und seinen Malereien inspirieren zu lassen.


'Quelle: Artikel aus der HNA Waldeckische Allgemeine aus der Serie Kirchen im Waldecker Land

siehe auch

Weblinks