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Die Kirche trägt den Namen des Dichters und Theologen Philipp Nicolai, der von 1588-1596 hier in [[Alt-Wildungen]] Pfarrer war.
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Nach den Plänen von [[Julius Ludwig Rothweil]] wurde die Kirche im Jahr 1729 neu errichtet und bildet seither mit dem nahe gelegenen [[Schloss Friedrichstein]] ein einmaliges barockes Ensemble.
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[[Philipp Nicolai]], der Liederdichter von „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, wurde 1587 als Pfarrer nach [[Nieder-Wildungen]] berufen. Ein Jahr später wechselte er nach [[Alt-Wildungen]] als Hofprediger und Prinzenerzieher. Die gewaltige Pest 1597 in Unna mit 1300 Beerdigungen überlebte er und schrieb dabei den „Freudenspiegel des ewigen Lebens“ mit den beiden dem Grafen zu Waldeck gewidmeten Liedern. Zum dreihundertsten Todestag 1908 erhielt die Alt-Wildunger Kirche seinen Namen.  
 
[[Philipp Nicolai]], der Liederdichter von „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, wurde 1587 als Pfarrer nach [[Nieder-Wildungen]] berufen. Ein Jahr später wechselte er nach [[Alt-Wildungen]] als Hofprediger und Prinzenerzieher. Die gewaltige Pest 1597 in Unna mit 1300 Beerdigungen überlebte er und schrieb dabei den „Freudenspiegel des ewigen Lebens“ mit den beiden dem Grafen zu Waldeck gewidmeten Liedern. Zum dreihundertsten Todestag 1908 erhielt die Alt-Wildunger Kirche seinen Namen.  
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Im Mai 1732 wurde die Evangelische Kirche nach elfjähriger Bauzeit eingeweiht.
 
Im Mai 1732 wurde die Evangelische Kirche nach elfjähriger Bauzeit eingeweiht.
  
 
Bereits [[Fürst Friedrich Anton Ulrich|Fürst Friedrich von Waldeck und Pyrmont]] hatte den Abbruch des vorher hier gestandenen, baufälligen Gebäudes befohlen. Sein [[Barock]]-Baumeister [[Julius Ludwig Rothweil|Julius Rothweil]] aus Arolsen wurde beauftragt, ein zum benachbarten [[Schloss Friedrichstein]] passendes Gotteshaus zu bauen.  
 
Bereits [[Fürst Friedrich Anton Ulrich|Fürst Friedrich von Waldeck und Pyrmont]] hatte den Abbruch des vorher hier gestandenen, baufälligen Gebäudes befohlen. Sein [[Barock]]-Baumeister [[Julius Ludwig Rothweil|Julius Rothweil]] aus Arolsen wurde beauftragt, ein zum benachbarten [[Schloss Friedrichstein]] passendes Gotteshaus zu bauen.  
  
Der Besucher gelangt über die beiden Treppenaufgänge zu einer kleinen zweiläufigen Treppe in den Turmeingang. Von dort, wie auch durch die beiden Nord- und Südseiteneingänge in das rechteckige Schiff mit dreiseitigem Chorabschluss. Im Innern fällt auf den ersten Blick die als bemalter Himmel gestaltete Holztonnenwölbung auf. Reich verziert mit Engelsköpfen und Fruchtgehängen die Kanzel, ebenso betont in Farbe gehalten der Altar darunter vom Korbacher Künstler [[Wolrad Brützel]]. Noch aus der alten Vorgängerkirche stammen der barocke Crucifikus und die vier Evangelisten aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, die den Altar schmücken.  
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Der Besucher gelangt über die beiden Treppenaufgänge zu einer kleinen zweiläufigen Treppe in den Turmeingang. Von dort, wie auch durch die beiden Nord- und Südseiteneingänge in das rechteckige Schiff mit dreiseitigem Chorabschluss. Im Innern fällt auf den ersten Blick die als bemalter Himmel gestaltete Holztonnenwölbung auf. Reich verziert mit Engelsköpfen und Fruchtgehängen die Kanzel, ebenso betont in Farbe gehalten der Altar darunter vom Barockkünstler [[Wolrad Brützel]]. Noch aus der alten Vorgängerkirche stammen der barocke Crucifikus und die vier Evangelisten aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, die den Altar schmücken.  
  
 
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== siehe auch ==
 
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* [[Alt-Wildungen]]
 
* [[Nikolaikirche]]
 
* [[Nikolaikirche]]
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* [[Kirchenkreis der Eder]]
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== Weblinks ==
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* [http://www.kirchenkreis-eder.de/kirche-vor-ort/kirchengemeinden/alt-wildungen/ Informationen zur Kirche in Alt-Wildungen auf www.kirchenkreis-eder.de]
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Aktuelle Version vom 15. September 2013, 15:40 Uhr

Die Kirche trägt den Namen des Dichters und Theologen Philipp Nicolai, der von 1588-1596 hier in Alt-Wildungen Pfarrer war.

Nach den Plänen von Julius Ludwig Rothweil wurde die Kirche im Jahr 1729 neu errichtet und bildet seither mit dem nahe gelegenen Schloss Friedrichstein ein einmaliges barockes Ensemble.

Dem Grafen gewidmet

Kirche Altwildungen

Kirche erhielt zum 300. Todestag von Philipp Nicolai seinen Namen

Philipp Nicolai, der Liederdichter von „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, wurde 1587 als Pfarrer nach Nieder-Wildungen berufen. Ein Jahr später wechselte er nach Alt-Wildungen als Hofprediger und Prinzenerzieher. Die gewaltige Pest 1597 in Unna mit 1300 Beerdigungen überlebte er und schrieb dabei den „Freudenspiegel des ewigen Lebens“ mit den beiden dem Grafen zu Waldeck gewidmeten Liedern. Zum dreihundertsten Todestag 1908 erhielt die Alt-Wildunger Kirche seinen Namen.

Im Mai 1732 wurde die Evangelische Kirche nach elfjähriger Bauzeit eingeweiht.

Bereits Fürst Friedrich von Waldeck und Pyrmont hatte den Abbruch des vorher hier gestandenen, baufälligen Gebäudes befohlen. Sein Barock-Baumeister Julius Rothweil aus Arolsen wurde beauftragt, ein zum benachbarten Schloss Friedrichstein passendes Gotteshaus zu bauen.

Der Besucher gelangt über die beiden Treppenaufgänge zu einer kleinen zweiläufigen Treppe in den Turmeingang. Von dort, wie auch durch die beiden Nord- und Südseiteneingänge in das rechteckige Schiff mit dreiseitigem Chorabschluss. Im Innern fällt auf den ersten Blick die als bemalter Himmel gestaltete Holztonnenwölbung auf. Reich verziert mit Engelsköpfen und Fruchtgehängen die Kanzel, ebenso betont in Farbe gehalten der Altar darunter vom Barockkünstler Wolrad Brützel. Noch aus der alten Vorgängerkirche stammen der barocke Crucifikus und die vier Evangelisten aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, die den Altar schmücken.


Quelle: Artikel aus der HNA - Waldeckische Allgemeine aus der Serie: Kirchen im Waldecker Land

siehe auch

Weblinks