Kirchberg: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 11. Februar 2008, 14:18 Uhr

Kirche zu Kirchberg

Kirchberg ist ein Stadtteil der nordhessischen Kleinstadt Niedenstein im Schwalm-Eder-Kreis mit ca. 920 Einwohnern.

Lage

Bei Kirchberg handelt es sich um ein unregelmäßiges Straßendorf, an der von Süden kommenden Straße von Wehren nach Wichdorf. Der Ort liegt am Nordwesthang des Wartberges und im Tal der Ems, in die hier die Matzoff und der Sombach einmünden.

Geschichte

Bodenfunde bezeugen eine Jahrtausende alte Siedlungskultur. Nach dem nahe gelegenen Wartberg (306 m) ist die "Wartberg-Kultur" benannt; er gilt als Hauptfundort jungsteinzeitlicher Funde aus der Zeit von 3500 bis 2800 vor Christus.

Etwa einen Kilometer nordwestlich von Kirchberg wurde Siedlungskeramik aus der Karolingerzeit gefunden und etwa einen halben Kilometer weiter südöstlich weitere Keramikfunde aus der römischen Kaiserzeit bis in die Karolingerzeit.

Unter dem ältesten Kirchenbau des Ortes wurde ein frühmittelalterliches Gräberfeld gefunden. Die Gräber waren teilweise reich ausgestatten. Sie wurden vorläufig auf um das Jahr 700 datiert.

Diese Funde deuten auf zahlreiche Siedlungsaktivitäten in der Gemarkung Kirchberg weit vor der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes hin, die im Jahr 1019 in den Jahrbüchern des Klosters Corvey erfolgt.

Das Dorf ist Eigentum der Reichsabtei Hersfeld und stand bis zum Jahr 1064 auch in deren Besitz. Im Jahr 1064 überträgt Kaiser Heinrich IV. Kirchberg an den Grafen Werner III. von Grüningen, was die Reichsabtei als Entfremdung des Besitzes ansieht. Am 24. Februar 1065 wird Graf Werner III. bei einem Handgemenge in Ingelheim erschlagen. Sein Sohn Graf Werner IV. von Grüningen, der wegen seiner Minderjährigkeit noch unter Vormundschaft steht, gibt den Ort bereits 1066 an die Reichsabtei zurück.

Im Jahr 1275 hat das Stift Fritzlar den Flachszehnten in Kirchberg inne.

Altes Gutshoftor

Ab 1403 gehört Kirchberg zum Amt Gudensberg. 1430 wird das Dorf nach Beilegung von Streitigkeiten der Familien Hund, von Dalwigk und von Holzhausen den Rittern Hund zugesprochen. Das Kloster Hersfeld belehnt Die Hund darauf mit dem Ort bis in das Jahr 1618. Das hohe und niedere Gericht zu Kirchberg liegt ab 1497 ebenfalls bei den Rittern Hund.

1522 wird der Ort Eigendorf der Ritter Hund. 1569 gehört das Dorf den Hund und dem Landgrafen, der Rauchhühner und den Hofschilling erhält. 1575 und 1585 gehört Kirchberg zum Amt Gudensberg. Zu dieser Zeit hat das Dorf 66 Hausgesesse. Die niedere Gerichtsbarkeit liegt beim Gericht Kirchberg, welches die Ritter Hund inne haben. Die peinliche Gerichtsbarkeit wird durch das Gericht Hessen ausgeübt.

1655 wird, nach dem Aussterben der Ritter Hund, Wilhelm von Buttlar mit den hersfeldischen Lehnsgütern zu Kirchberg belehnt. Die Familie von Buttlar wird folgend bis zur Aufhebung des Lehnswesens mit Kirchberg belehnt. 1682 haben die von Buttlar auch das nieder Gericht inne. Das peinliche Gericht wird weiterhin durch das Gericht Hessen ausgeübt.

1742 gehört Kirchberg zum Amt Gudensberg und zum Gericht Buttlar-Elberberg.

Im Jahr 1807 nach Errichtung des Königreichs Westphalen durch Napoleon Bonaparte gehört Kirchberg zum Kanton und Friedensgericht Niedenstein. Nach Wiederherstellung des Kurfürstentums Hessen-Kassel wird der Ort dem Amt Fritzlar zugeordnet. Nach der Kurhessischen Verwaltungsreform von 1821 gehört Kirchberg zum neuen Kreis Fritzlar und zum Justizamt, ab 1867 Amtsgericht, Gudensberg. 1861 hat Kirchberg 714 evangelische und 12 jüdische Einwohner.

1961 leben in Kirchberg 711 Menschen, davon sind 634 evangelisch und 70 römisch-katholisch. 1969 wird ein Neubaugebiet an der Gleichener Straße ausgewiesen.

1971 wird in Kirchberg das Dorfgemeinschaftshaus gebaut und eingeweiht, zu diesem Zeitpunkt leben 737 Menschen in 232 Haushalten in dem Dorf. Ab dem 31. Dezember des gleichen Jahres gibt die Gemeinde Kirchberg ihre Selbständigkeit auf und wird ein Stadtteil von Niedenstein.

1993 wird die Kirchberger Pfarrstelle zum ersten Mal in der Geschichte des Ortes mit einer Frau besetzt.

Siehe auch

Blick auf die Rieder Straße

Weblinks



Stadtteile der Stadt Niedenstein
WappenNiedenstein.jpg

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