Kassel

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Kassel (bis 1926 amtlich: "Cassel") ist die Metropole von Nordhessen und die historische Hauptstadt Hessens (später: Hessen-Cassel und Kurhessen).

Kassel
Besucherandrang am fontaenenteich 2005 r stiehl.jpg
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Fläche: 106,79 km²
Einwohner: 198.589 (Februar 2007)
Postleitzahlen: 34001 - 34134
Telefonvorwahl: 0561
Kfz-Kennzeichen: KS
Adresse der
Stadtverwaltung:
Obere Königsstr. 8
34117 Kassel
Offizielle Webseite: www.stadt-kassel.de
Oberbürgermeister: Bertram Hilgen (SPD)
Wolkenfelder über Kassel
(Foto: HNA-Fotograf Jochen Herzog)
Unterneustadt
(Foto: Guido Walter)

Allgemeine Informationen

Nach Frankfurt und Wiesbaden ist Kassel (198.589 Einwohner Stand:02/ 2007) die drittgrößte Stadt des Bundeslandes Hessen. Lage Die Stadt liegt im sogenannten Kasseler Becken im Nordhessischen Bergland an der Fulda, in früheren Zeiten eine wichtige Schifffahrtsstraße der hessischen Landgrafen.

Nordhessens Wirtschafts-, Verwaltungs- und Kulturzentrum Kassel hatte von 1277 bis 1866 Hauptstadtfunktionen inne. Heute ist die kreisfreie Stadt unter anderem Sitz des Regierungsbezirks Kassel und des Landkreises Kassel, des Bundessozialgerichts, des Hessischen Landesamts für Regionalentwicklung und Landwirtschaft, der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Kurhessen und Waldeck oder der Gesamthochschule-Universität Kassel.

International bekannt ist Kassel vor allem durch den Bergpark Wilhelmshöhe (siehe auch Wasserkünste) und die seit 1955 stattfindende Kunstausstellung documenta. Seit März 1999 nennt sich Kassel daher auch documenta-Stadt.

Kasseler Ansichten Aktuelle Ansichten aus der Stadt gibt es über Webcams.

Sehenswüdigkeiten

Orangerie in der Karlsaue mit Marmorbad und Küchenpavillon
(Foto: Rosmarie Stiehl)

Die Stadt

Architektur

Blick entlang der oberen Treppenstraße Richtung Scheidemannplatz
(Foto: Dirk Schmidt)

Im 2. Weltkrieg wurde insbesondere die Kasseler Innenstadt weitestgehend zerstört, bei Luftangriffen am 22.10.1943 über 78 % der Stadt. Es sind nur noch wenige historische Gebäude erhalten, das Stadtbild wird vielmehr durch typische 50er-Jahre-Architektur geprägt. Die Treppenstraße in Kassel ist 1953 beispielsweise im zeittypischen Stil entstanden (s. Foto).

Allerdings wurden einige historische Bauwerke wieder aufgebaut, beispielsweise die Martinskirche aus dem 14./ 15. Jahrundert, die Brüderkirche aus dem 14. Jahrundert, die Karlskirche, mit deren Errichtung in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts begonnen wurde, der Marstall aus dem späten 16. Jahrhundert (heute Markthalle), das Fridericianum am Friedrichsplatz, in den Jahren 1769 bis 1776 erbaut, das ehemalige Palais Bellevue aus dem 18. Jahrhundert oder die Orangerie, mit den erhaltenen Eckpavillons, dem Marmorbad und dem Küchenpavillon.

siehe dazu auch:

Grünflächen

Kassel ist eine Stadt, die durch viele Grünflächen glänzt. Am bekanntesten sind

Löwenburg
(Foto: Guido Walter)

Der Bergpark Wilhelmshöhe im Stadtteil Wilhelmshöhe wird geprägt durch das Schloss und die über einer Wasserkaskade aufragenden Statue des Herkules, zugleich das Wahrzeichen der Stadt; in den Jahren 1793 bis 1801 entstand im Park auch die künstliche Ruine der Löwenburg.

Die Karlsaue wurde im Jahre 1954 im Zuge der damaligen Bundesgartenschau umgestaltet. Die 125 Hektar große Anlage, von Ortsansässigen schlicht als "Aue" bezeichnet, befindet sich im Gebiet des Stadtteils Südstadt; sie ist eine ursprünglich barocke, innerstädtische Parkanlage in der Fuldaaue am westlichen Fuldaufer und reicht bis an die Innenstadt von Kassel heran.

Die Parkanlage, die auf dem flachen Gelände einer ehemaligen Fuldainsel zwischen Kleiner Fulda und Fulda angelegt wurde, beinhaltet künstlich angelegte Gewässer - Teiche, Seen und Gräben - die die barocke Grundkonzeption der Anlage noch heute veranschaulichen.

Stadtklima

  • Wetterrückblick für Kassel für die Jahre 2006 und 2007: Wetter (Kassel)

Stadtoberhäupter

Stadtoberhäupter seit 1821
Karl Branner
Lauritz Lauritzen

Städtepartnerschaften

Kassel unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

Stadtteile

Neben den historisch gewachsenen Stadtteilen, sind einige ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen nach Kassel eingemeindet worden. Das Jahr der Eingemeindung findet sich in Klammern.

Martinskirche

01 Mitte

02 Südstadt

03 West

04 Wehlheiden (1899)

05 Bad Wilhelmshöhe (1926, Wahlershausen 1906)

06 Brasselsberg

07 Süsterfeld-Helleböhn

08 Harleshausen (1936)

09 Kirchditmold (1906)

10 Rothenditmold (1906)

11 Nord-Holland

12 Philippinenhof-Warteberg

13 Fasanenhof (1926)

14 Wesertor

15 Wolfsanger - Hasenhecke (1936)

16 Bettenhausen (1906)

17 Forstfeld

18 Waldau (1936)

19 Niederzwehren (1936)

20 Oberzwehren (1936)

21 Nordshausen (1936)

22 Jungfernkopf

23 Unterneustadt

24 Bossental

Stadtverkehr und Verkehrsanbindung

Autobahn und Bundesstrassen

Durch seine zentrale Lage ist diese Stadt gut zu erreichen. Kassel liegt an den Bundesautobahnen A 7, A 44 und A 49.

Das Dach auf dem Vorplatz des Bahnhof Wilhelmshöhe bei Nacht; dieser war beim Bau nicht nur für Nordhessen eine Sensation.
(Foto: Phillip Donth)

Bahn

Neben dem Fernbahnhof Bahnhof Wilhelmshöhe verbindet die RegioTram am Hauptbahnhof die Stadt mit dem Umland.

Flughafen

siehe dazu: Flughafen Kassel-Calden,

ÖPNV

siehe dazu: Nordhessischer Verkehrsverbund (NVV), Herkulesbahn, Hessencourrier

Radwege

Radwege mit Verbindung zum Fulda-Radweg R1

  • Mit dem Fahrrad entlang der Fulda:
Datei:Spitzhacke am Fuldaufer von Claes Oldenburg 2006 R Stiehl.jpg
An der Fulda ("Spitzhacke" von Claes Oldenburg)
(Foto: Rosmarie Stiehl)

Der Fulda-Radweg verläuft mit 215 km von der Fuldaquelle unterhalb der Wasserkuppe in der Rhön bis nach Hann. Münden, wo "Fulda und Werra sich küssen und ihren Namen büßen müssen", dann entlang der Fulda durch Kassel.

  • Streckenverlauf Fuldaradweg:

Wasserkuppe - Gersfeld - Ebersburg - Fulda - Schlitz - Bad Hersfeld - Bebra - Rotenburg a. d. Fulda - Morschen - Melsungen - Röhrenfurth - Lobenhausen - Körle - Wagenfurth - Grebenau - Büchenwerra - Guxhagen - Edermünde - Baunatal-Guntershausen - Baunatal-Rengershausen - Dittershausen - Dennhausen - Fuldabrück-Bergshausen - Kassel - Kassel Wolfsanger - Wahnhausen - Hann. Münden

  • Fulda-Weser-Radweg (255 km):

Bad KarlshafenGewissenruhGieselwerderGottstreuWeißehütteReinhardshagen - VeckerhagenVaakeHann. MündenWilhelmshausenWahnhausenFuldatalKasselBergshausenFuldabrückBaunatal/ RengershausenBaunatal/ Guntershausen - GuxhagenBüchenwerraGrebenauWagenfurthMelsungenMalsfeldBeiseförthBinsförthMorschenBaumbachBraachRotenburgBreitenbachBlankenheimMecklarFriedlosBad Hersfeld – Kohlhausen – Kesperhausen – Mengshausen – Solms – Unter-Schwarz – Queck – Hutzdorf – Pfordt – Harteshausen – Lüdermünd – Kämmerzell – Gläserzell – Fulda – Gersfeld.

Karl-Branner Brücke

[Zusammenstellung]

Strassen und Plätze

In Kassel gibt es 1365 benannte Straßen, davon 505 mit einem persönlichen Namensbezug. Seit 2002 werden alle neuen Straßenschilder, die sich auf Personen beziehen, automatisch von der Stadtverwaltung mit Zusatzschildern versehen - beispielsweise auf der Marbachshöhe. Wer bestehende Namensschilder - wie kürzlich die Malwida-von-Meysenbug-Gesellschaft - mit Zusatzschildern bestücken will, muss pro Schild, so Friedhelm Brandt vom Vermessungsamt, 50 Euro Materialkosten bezahlen.

Im Amt für Vermessung und Geoinformation wird ein „verstärktes Interesse“ an Zusatzschildern festgestellt. Der Text, der mit dem Stadtarchiv Kassel abgestimmt werden muss, ist maximal drei Zeilen lang. Inzwischen haben im Stadtgebiet 88 Straßenschilder Zusätze. Insgesamt 43 Schilder für 13 Straßen gehen auf das Konto des Bürgervereins Bad Wilhelmshöhe.

siehe zu den Strassen und Plätzen in Kassel auch die Übersichten unter:

Stadtverordnetenversammlung

Stadtverordnetenversammlung

Die Stadtverordnetenversammlung ist das oberste Organ der Stadt; ihr gehören 71 Stadtverordnete an:

SPD: 28 Sitze | CDU: 21 Sitze | Grüne: 11 Sitze | Kasseler Linke ASG: 5 Sitze | FDP: 4 Sitze | FWG: 1 Sitz | AUF-Kassel: 1 Sitz

(Ergebnis der Kommunalwahl vom 26. März 2006)

Forschung und Bildung

siehe dazu auch:

Geschichte

In seiner wechselvollen Geschichte wird Kassel bereits im Jahre 913 als fränkischer Königshof erwähnt, erhielt 1189 Stadtrechte und war ab dem Jahre 1277 Residenz der Landgrafen (seit 1803 der Kurfürsten) von Hessen-Kassel.

Herkules und Kaskaden
(Foto: Dirk Schmidt)

Im Jahre 913 wurde Kassel erstmals urkundlich erwähnt. Gut 200 Jahre später wird der ehemalige fränkische Königshof um das Jahr 1150 als Residenz der Grafen von Hessen ausgebaut. Als Stadt ist Kassel erstmals 1189 bezeugt, seit dem 13. Jahrhundert als Hauptstadt der Landgrafschaft Hessen, später Hessen-Kassel.

Die Stadtgeschichte ist seither eng verflochten mit dem hessischen Herrscherhaus. Unter Landgraf Philipp I. dem Großmütigen wurde die Landgrafschaft Hessen 1526 in Folge der Homberger Synode protestantisch. Hessen gehörte neben Sachsen und Württemberg zu den mächtigen Vorkämpfern der Reformation im Deutschen Reich. Nach dem Tod des Landgrafen gehörte Kassel dann zum Fürstentum der Landgrafschaft Hessen-Kassel, die 1567 entstand, als die Landgrafschaft Hessen nach den Erbregeln des Hauses Hessen aufgeteilt wurde. Der älteste Sohn des Landgrafen, Wilhelm IV. erhielt etwa die Hälfte des Landesterritoriums einschließlich der alten Hauptstadt Kassel, woraus das Fürstentum der Landgrafschaft Hessen-Kassel entstand.

Entscheidend prägte in der Folgezeit Landgraf Carl von Hessen-Kassel (1654 – 1730) das Stadtbild durch seine ambitionierten barocken Bauten. Er siedelte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auch französische Glaubensflüchtlinge (Hugenotten) an, die nach dem Edikt von Fontainebleau und der Aufhebung der Religionsfreiheit in Frankreich im Jahre 1685 ihre Heimat verloren hatten. Der Dreißigjährige Krieg hatte auch der Landgrafschaft Hessen-Kassel schwere wirtschaftliche Schäden zugefügt, so dass nach Kriegsende ein Hauptaugenmerk auf die Neubesiedlung von Wüstungsgemarkungen, zum Beispiel in der Nähe der Städte Hofgeismar oder Trendelburg gelegt wurde.

Schloss Wilhelmshöhe
(Foto: Guido Walter)

Für die nach 1685 aufgenommenen Hugenotten entstand in Kassel die Oberneustadt. Am 3. August 1688 legte Landgraf Karl den Grundstein. Hier sollten sich die Hugenotten eine neue Heimat aufbauen. Neben Karlshafen war es die zweite Neugründung einer Stadt für die angesiedelten Hugenotten, hinzu kamen 19 kleinere Orte, beispielsweise das Dorf Carlsdorf als älteste hessische Hugenottenkolonie, oder ab dem Jahr 1699 die Dörfer Kelze oder Schöneberg, nahe der Stadt Hofgeismar.

Seitdem haben die hugenottischen Namen einen festen Platz in der Geschichte des Landes und der früheren Hauptstadt Kassel. Zu ihnen gehört die Baumeisterfamilie du Ry. Über drei Generationen waren in Kassel tätig; besonders der letzte, Simon Louis du Ry, prägte die Architektur Kassels von Friedrichsplatz und Königsplatz bis zum Schloss Wilhelmshöhe.

Zu Beginn des 19 Jahrhunderts gehörte Kassel unter französischer Herrschaft zum Königreich Westfalen, das mit König Jérôme, dem jüngsten Bruder von Napoléon Bonaparte, an der Spitze errichtet wurde.

1806 besetzten napoléonische Truppen die Stadt. Nach dem Frieden von Tilsit im Jahre (1807) entstand aus dem ehemaligen Herzogtum Braunschweig, Kurhessen und vormals hannoverschen und preußischen Gebietsteilen das Königreich Westphalen mit der Hauptstadt Kassel.

Von 1807 bis 1813 war Kassel Hauptstadt des Königreichs Westphalen.

Nach der Völkerschlacht bei Leipzig löste sich das Königreich Westfalen auf. Durch den Wiener Kongress 1814/ 1815 wurden die alten Regierungsstrukturen weitestgehend wiederhergestellt und Veränderungen aus der Zeit des Königreichs Westphalen abgeschafft, die unter anderem in der Einführung der Gewerbefreiheit und des Code Civil zum Ausdruck gekommen waren.

Das neue Rathaus (ca. 1912) nach einer Ansichtskarte

Unter Kurfürst Wilhelm II. und dessen Sohn Friedrich Wilhelm I. wurde ab 1844 im Kurfürstentum Hessen-Kassel mit dem Bau der Friedrich-Wilhelms–Nordbahn von Karlshafen über Kassel bis nach Bebra begonnen. Die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn war die erste kurhessische Eisenbahnstrecke. Der erste eröffnete Abschnitt war die Strecke GrebensteinHümme am 30. März 1848. Zeitgleich wurde der Streckenabschnitt Hümme-Bad Karlshafen eröffnet, der auch als Carlsbahn bezeichnet wurde und die einzige Eisenbahnverbindung von Kassel zu einem Weserhafen (in Karlshafen) darstellte.

Nach der preußischen Annexion Kurhessens 1866 wurde die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn in Hessische Nordbahn umbenannt.

Der kurhessische Staat erlosch 1866, nachdem er von Preußen in Folge des Deutschen Krieges annektiert worden war. Zwei Jahre später wurde er mit dem ebenfalls annektierten Herzogtum Nassau und der durch preußische Truppen besetzten Freien Stadt Frankfurt zur preußischen Provinz Hessen-Nassau vereinigt, in der das bisherige Kurhessen den Regierungsbezirk Kassel bildete.

Von 1866 bis 1945 war Kassel die Hauptstadt der preußischen Provinz Hessen-Nassau.

zur Stadtgeschichte siehe auch:

Zur Geschichte Kassels in den Jahren von 1900 bis 1999 schrieb die HNA eine Serie: "100 Jahre Kassel".

Kirche

Evangelische Kirche

Karlskirche

siehe dazu:

Katholische Kirchengemeinden in Kassel

Kultur

Kassel verfügt über ein Staatstheater, diverse Kunstsammlungen und Museen (unter anderem das Deutsche Tapetenmuseum und das Brüder Grimm-Museum); im Hauptbahnhof ist seit dem Jahre 1995 auch das Zentrum für Film, Medien und Kunst ansässig (siehe: Kulturbahnhof).

Alle vier Jahre, finden jeweils im Herbst die Kasseler Musiktage und die Kunstausstellung documenta (zuletzt 2007) statt.

siehe dazu auch:

Das Staatstheater in Kassel
Neue Galerie
Documentahalle

Theater

Musik

Museen und Galerien

Foto: Museum Fridericianum Kassel

Die Ursprünge der Kasseler Sammlungen reichen bis an das Ende des Mittelalters zurück. Bereits Ende des 16. Jahrhunderts wurde im Obergeschoss des Marstalls eine eigene Kunstkammer eingerichtet. und Landgraf Karl, der von 1677 bis 1730 regierte, setzte nach außen ein Zeichen. Er ließ 1696 das 1604/05 als Theater errichtete Ottoneum zum Kunsthaus umbauen. Es war das erste (nicht öffentliche) Museum in Kassel, in dem die Kunstkammer, naturwissenschaftliche Sammlungen und Gemälde Platz fanden.

Die Stadt Kassel verfügt heute über eine große Anzahl von bedeutenden Museen und Galerien (siehe auch Sammlungen und Museen).

Das Fridericianum am heutigen Friedrichsplatz gilt als der erste öffentliche Museumsbau auf dem europäischen Kontinent.

Einmalig in Deutschland ist das Museum für Sepulkralkultur, das neben einer Dauerausstellung von Grabmälern, Grabartikeln, Informationen zu Sterbe- und Begräbnisriten, über Tod und Sterben und damit auch über das Leben immer wieder Sonderausstellungen zu diesen Themen bietet.

Museen in Kassel

Im barocken Palais Bellevue an der Schönen Aussicht, oberhalb der Karlsaue gelegen, ist das Brüder Grimm-Museum zu Hause, das Einblicke in Leben und Werk der Brüder Grimm bietet. Ein Ort, an dem sich Touristen, aber auch Germanisten aus aller Welt einfinden, die sich vor allem für die Grimm’schen Märchen interessieren.

Documenta-Stadt Kassel

siehe dazu auch: Documenta

documenta-Arbeiten im Kasseler Außenraum:
aus der gleichnamigen Broschüre zur Ausstellung "50 Jahre documenta"

Seit 1977 sind einige Außenskulpturen der documenta für den dauerhaften Verbleib angekauft worden oder als Geschenke in der Stadt verblieben.

  • 1) Jonathan Borofsky: Man walking to the sky, 1992

(Himmelsstürmer) lackierter Stahl, Fiberglas, Aluminium, Höhe ca. 25 m, documenta 9 (1992), Vorplatz Kulturbahnhof (ursprünglich Friedrichsplatz)

  • (2) Thomas Schütte: Die Fremden, 1992

Die Fremden, Keramik glasiert, documenta 9 (1992), Portal ehemaliges Rotes Palais (heute Kaufhaus Sinn Leffers), Friedrichsplatz

  • (3) Walter de Maria: Der vertikale Erdkilometer, 1977

Der vertikale Erdkilometer, Messing, Länge 1 km, Durchmesser 5 cm, Einfassung: Sandstein 200 x 200 cm, documenta 6 (1977), Friedrichsplatz

  • (4) Joseph Beuys: 7000 Eichen - Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung, 1982-1987

7000 Eichen: 3826 Eichen, 1086 Eschen, 651 Linden, 549 Platanen, 391 Ahorne, 216 Rot-Apfeldorne, 163 Robinien, 91 Kastanien, 7 Ulmen, 6 Mehlbeeren, 6 Japanische Schnurbäume, 7 Hainbuchen, 2 Walnussbäume, 1 Ginko, 1 Lederhülsenbaum, 1 Tulpenbaum und je eine Basaltstele documenta 7 (1982) - documenta 8 (1987), Stadtgebiet Kassel

  • (5) Horst H. Baumann: Laser-Environment, 1977

Laser-Environment: (seit 2000: Laser Scape 2000), Laserstrahlen, Reflektoren, documenta 6 (1977) - Zwehrenturm, Herkules, Orangerie, Vesta/Karlswiese, Karlsaue

  • (6) Max Neuhaus: Three to one, 1992

Klanginstallation, documenta 9 (1992), Treppenhaus des AOK-Gebäudes, Schöne Aussicht

  • (7) Ulrich Rückriem: Ein Granitblock in drei Teile gespalten, der mittlere Teil in vier Teile geschnitten.

Granitblock: Alle Teile zur ursprünglichen Blockform zusammengefügt, der untere Teil als Fundament in die Erde eingelassen, 1982; Südafrikanischer Granit, 330 x 198 x100 cm, documenta 7 (1982) Neue Galerie, Schöne Aussicht, Freigelände

Datei:Himmelsstürmer am Kulturbahnhof 2005 R Stiehl.jpg
Himmelsstürmer am Kulturbahnhof
(Foto: Rosmarie Stiehl)
  • (8) Per Kirkeby: Raumskulptur, 1992

Raumskulptur: Ziegelmauerwerk, 875 x 1074 x 399 cm, documenta 9 (1992), An der Karlsaue, östlich der documenta-Halle

  • (9) Haus-Rucker-Co: Rahmenbau, 1977

Rahmenbau: Stahl, Stahlgitter, 14 x 16,5 x 31 m, documenta 6 (1977), Gustav-Mahler-Treppe, Auehang

  • (10) Claes Oldenburg: Spitzhacke, 1982

Spitzhacke, Stahl, Höhe 12 m, documenta 7 (1982), Fuldaufer, Nähe Drahtbrücke

  • (11) Anatol: Das Traumschiff Tante Olga, 1977

Traumschiff, documenta 6 (1977), Polyester, Höhe ca. 3 m, Heinrich-Schütz-Schule, Freiherr-vom-Stein-Straße, Freigelände

  • (12) Jimmie Durham: "This Stone is from the Mountain / This Stone is from the Red Palace"

"This Stone is from the Mountain / This Stone is from the Red Palace", documenta 9 (1992), Sandstein, 2 Teile, Karlsaue, Gustav-Mahler Treppe

  • (13) Erich Hauser: Stahlskulptur, 1977

Stahlskulptur, documenta 6 (1977), Friedrichsplatz, Anfang der Gustav-Mahler Treppe

Medien

Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine ist die einzige in Kassel erscheinende Tageszeitung. Sie stellt auch die Plattform für dieses im Januar 2004 gestartete Wiki. Sie entstand in den 1970er Jahren durch die Fusion mehrerer Kasseler Zeitungen und bedient auch das weitere Umland, genauer gesagt die Kreise Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder-Kreis, Werra-Meißner-Kreis sowie Hersfeld-Rotenburg. In Südniedersachsen unterhält die HNA Redaktionen in Göttingen, Hann. Münden, Northeim und im Solling (Uslar). Seit dem Verkauf im Jahr 2002 an die Gruppe des Münchner Verlegers Dirk Ippen wird der Lokalberichterstattung wesentlich mehr Platz eingeräumt als zuvor. Insbesondere im Ressort Politik bedient sich die HNA weniger bei Agenturen, sondern setzt verstärkt auf eigene Hintergrundartikel.

Zwei Mal in der Woche wird das Anzeigenblatt Extra-Tip an alle Kasseler Haushalte verteilt. Er finanziert sich nur durch Kleinanzeigen und Werbeeinnahmen und verfügt über einen kleinen stark meinungsbildenden redaktionellen Teil.

Zwehrener Turm

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Kassel und gehören zum Landkreis Kassel:

Ahnatal, Vellmar, Fuldatal, Niestetal, Kaufungen, Lohfelden, Fuldabrück, Baunatal, Schauenburg, Habichtswald. Davon wachsen Vellmar und Fuldatal im Norden, Kaufungen im Osten, Lohfelden im Südosten und Baunatal im Süden immer näher an das Stadtgebiet heran.

Persönlichkeiten

Datei:Friedrich-Statue am Friedrichsplatz R Stiehl.jpg
Landgraf Friedrich II.
(Foto: Rosmarie Stiehl)

siehe dazu:

siehe auch:

Spezialitäten und Brauchtum

Merke: Die Einwohner der Stadt unterscheiden sich zwischen Kasselern, Kasselanern und Kasselänern.

Sport

Fans des KSV Hessen Kassel auf der Tribüne im Auestadion.
(Foto: J. Herzog)

siehe dazu auch:

siehe auch

Weblinks