Kassel

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wilhelmshöhe

Kassel (bis 1926 amtlich: "Cassel") ist die Metropole von Nordhessen und die historische Hauptstadt Hessens (später: Hessen-Cassel und Kurhessen). Kassel hatte von 1277 bis 1866 Hauptstadtfunktionen inne. Heute ist die Stadt Sitz des Regierungsbezirks Kassel und des Landkreises Kassel.

Nach Frankfurt und Wiesbaden ist Kassel die drittgrößte Stadt des Bundeslandes Hessen.

International bekannt ist Kassel vor allem durch den Bergpark Wilhelmshöhe mit den Wasserspielen (siehe auch Wasserkünste) und die seit 1955 stattfindende Kunstausstellung documenta. Seit März 199 nennt sich Kassel daher auch documenta-Stadt.

Aktuelle Ansichten aus der Stadt gibt es über eine Webcam.

Wolkenfester über Kassel
Blick entlang der oberen Treppenstraße Richtung Scheidemannplatz; Foto: Dirk Schmidt ("Celsius") 06-2006)

Stadtbild

Architektur

Im 2. Weltkrieg wurde insbesondere die Kasseler Innenstadt weitestgehend zerstört. Es sind nur noch wenige historische Gebäude erhalten, das Stadtbild wird vielmehr durch typische 50er-Jahre-Architektur geprägt. Die Treppenstraße in Kassel ist 1953 beispielsweise im zeittypischen Stil entstanden (s. Foto oben).

Grünflächen

Kassel ist eine Stadt, die durch viele Grünflächen glänzt. Am bekanntesten sind

Datei:Spitzhacke am Fuldaufer von Claes Oldenburg 2006 R Stiehl.jpg
An der Fulda ("Spitzhacke" von Claes Oldenburg)

Verkehr

Radwege

Radwege mit Verbindung zum Fulda-Radweg R1

  • Mit dem Fahrrad entlang der Fulda:

Der Fulda-Radweg verläuft mit 215 km von der Fuldaquelle unterhalb der Wasserkuppe in der Rhön bis nach Hann. Münden, wo "Fulda und Werra sich küssen und ihren Namen büßen müssen", dann entlang der Fulda durch Kassel.

  • Streckenverlauf Fuldaradweg:

Wasserkuppe - Gersfeld - Ebersburg - Fulda - Schlitz - Bad Hersfeld - Bebra - Rotenburg a. d. Fulda - Morschen - Melsungen - Röhrenfurth - Lobenhausen - Körle - Wagenfurth - Grebenau - Büchenwerra - Guxhagen - Edermünde - Baunatal-Guntershausen - Baunatal-Rengershausen - Dittershausen - Dennhausen - Fuldabrück-Bergshausen - Kassel - Kassel Wolfsanger - Wahnhausen - Hann. Münden

[Zusammenstellung]

Straßen

In Kassel gibt es 1365 benannte Straßen, davon 505 mit einem persönlichen Namensbezug. Seit 2002 werden alle neuen Straßenschilder, die sich auf Personen beziehen, automatisch von der Stadtverwaltung mit Zusatzschildern versehen - beispielsweise auf der Marbachshöhe. Wer bestehende Namensschilder - wie kürzlich die Malwida-von-Meysenbug-Gesellschaft - mit Zusatzschildern bestücken will, muss pro Schild, so Friedhelm Brandt vom Vermessungsamt, 50 Euro Materialkosten bezahlen. Im Amt für Vermessung und Geoinformation wird ein „verstärktes Interesse“ an Zusatzschildern festgestellt. Der Text, der mit dem Stadtarchiv Kassel abgestimmt werden muss, ist maximal drei Zeilen lang. Inzwischen haben im Stadtgebiet 88 Straßenschilder Zusätze. Insgesamt 43 Schilder für 13 Straßen gehen auf das Konto des Bürgervereins Bad Wilhelmshöhe.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Kassel und gehören zum Landkreis Kassel:

Ahnatal, Vellmar, Fuldatal, Niestetal, Kaufungen, Lohfelden, Fuldabrück, Baunatal, Schauenburg, Habichtswald. Davon wachsen Vellmar und Fuldatal im Norden, Kaufungen im Osten, Lohfelden im Südosten und Baunatal im Süden immer näher an das Stadtgebiet heran.

Stadtteile

Neben den historisch gewachsenen Stadtteilen, sind einige ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen nach Kassel eingemeindet worden. Das Jahr der Eingemeindung findet sich in Klammern.

Martinskirche
Königstrasse

01 Mitte

02 Südstadt

03 West

04 Wehlheiden (1899)

05 Bad Wilhelmshöhe (1926, Wahlershausen 1906)

06 Brasselsberg

07 Süsterfeld-Helleböhn

08 Harleshausen (1936)

09 Kirchditmold (1906)

10 Rothenditmold (1906)

11 Nord-Holland

12 Philippinenhof-Warteberg

13 Fasanenhof (1926)

14 Wesertor

15 Wolfsanger-Hasenhecke (1936)

16 Bettenhausen (1906)

17 Forstfeld

18 Waldau (1936)

19 Niederzwehren (1936)

20 Oberzwehren (1936)

21 Nordshausen (1936)

22 Jungfernkopf

23 Unterneustadt

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung Kassels geht auf das Jahr 913 zurück.

Zur Geschichte Kassels von 1900 bis 1999 schrieb die HNA eine Serie "100 Jahre Kassel".

Stadtoberhäupter

(seit 1821)

Karl Branner
Lauritz Lauritzen

Stadtverordnetenversammlung

Städtepartnerschaften

Kassel unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten:

Ständehaus

Ständehaus

Das Ständehaus in Kassel – heute Hauptsitz des Landeswohlfahrtsverbandes – wurde 1836 als erstes Parlamentsgebäude in Hessen errichtet. Es ist eines der wenigen historischen Gebäude der Kasseler Innenstadt, welches die Verwüstungen des Zweiten Weltkrieges – wenn auch nicht unbeschadet – überstanden hat.

1836 wurde das Ständehaus als erstes hessisches Parlamentsgebäude errichtet, die Abgeordneten des Kurhessischen Landtages nahmen das auch in seiner architektonischen Gestaltung bewusst als Palais für die Bürger errichtete Gebäude voller Enthusiasmus in Besitz.

Die Annexion Kurhessens durch Preußen 1866 wandelte Rolle und Aufgabe des dort tätigen Parlamentes. Fortan tagten Kommunal- und Provinziallandtage im Ständehaus.

Medien

Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine ist die einzige in Kassel erscheinende Tageszeitung. Sie stellt auch die Plattform für dieses im Januar 2004 gestartete Wiki. Sie entstand in den 1970er Jahren durch die Fusion mehrerer Kasseler Zeitungen und bedient auch das weitere Umland, genauer gesagt die Kreise Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder-Kreis, Werra-Meißner-Kreis sowie Hersfeld-Rotenburg. In Südniedersachsen unterhält die HNA Redaktionen in Göttingen, Hann. Münden, Northeim und im Solling (Uslar). Seit dem Verkauf im Jahr 2002 an die Gruppe des Münchner Verlegers Dirk Ippen wird der Lokalberichterstattung wesentlich mehr Platz eingeräumt als zuvor. Insbesondere im Ressort Politik bedient sich die HNA weniger bei Agenturen, sondern setzt verstärkt auf eigene Hintergrundartikel.

Zwei Mal in der Woche wird das Anzeigenblatt Extra-Tip an alle Kasseler Haushalte verteilt. Er finanziert sich nur durch Kleinanzeigen und Werbeeinnahmen und verfügt über einen kleinen stark meinungsbildenden redaktionellen Teil.

Das (K)Magazin erscheint monatlich und berichtet über kulturelle Themen der Region Nordhessen.

Verkehr

Durch seine zentrale Lage ist diese Stadt gut zu erreichen. Kassel liegt an den Bundesautobahnen A 7, A 44 und A 49. Neben dem Fernbahnhof Bahnhof Wilhelmshöhe verbindet die RegioTram am Hauptbahnhof die Stadt mit dem Umland.

siehe auch: Flughafen Kassel-Calden, Nordhessischer Verkehrsverbund (NVV), Herkulesbahn, Hessencourrier

Bildung und Forschung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Karlskirche
Löwenburg
Das Staatstheater in Kassel

Architekturzeichnungen finden sich in einem online-Katalog der Staatlichen Museen Kassel.

Theater

Musik

Foto: Museum Fridericianum Kassel

Museen und Galerien

Die Stadt Kassel verfügt über eine große Anzahl von bedeutenden Museen und Galerien. Das Fridericianum am heutigen Friedrichsplatz gilt als der erste öffentliche Museumsbau auf dem europäischen Kontinent.

Einmalig in Deutschland ist das Museum für Sepulkralkultur, das neben einer Dauerausstellung von Grabmälern, Grabartikeln, Informationen zu Sterbe- und Begräbnisriten, über Tod und Sterben und damit auch über das Leben immer wieder Sonderausstellungen zu diesen Themen bietet.

Brauchtum und Spezialitäten

Die Einwohner der Stadt unterscheiden sich zwischen Kasselern, Kasselanern und Kasselänern.

Sport

Wichtige Persönlichkeiten

Weblinks