Königlich Preußische Forstakademie Hannoversch Münden

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Die Königlich Preußische Forstakademie Hannoversch Münden wurde im Jahre 1868 gegründet.

Zu ihren ersten Professoren gehörte der Chemiker Alexander Mitscherlich. Das von ihm entwickelte Sulfitverfahren zur Zellstoffgewinnung führte auch zur Gründung einer Fabrik im Jahre 1877. In Hann. Münden wurde im Jahre 1936 eine Straße nach ihm benannt, an der einst sein Labor gestanden hatte und 1980 ein Gedenkstein aufgestellt.

Geschichte

Mit der Gründung der Forstakademie im Jahr 1868 bis zu ihrer Umsiedlung 1970 nach Göttingen wurden die umliegenden Forstämter Gahrenberg, Kattenbühl und Bramwald zu Lehrrevieren der Akademie.

Am Hubertustag ging es mit allen Forststudenten zur Jagd in die Wälder. Am Abend wurde die Beute vor dem Mündener Rathaus zur Strecke gelegt und zünftig verblasen. Im Frack und Zylinder glossierte einer der Studenten in seiner Piefkenrede den Mündener Jahresablauf.

Hubertus-Legende

Die historischen Ursprünge um die Hubertus-Legende reichen weiter in die Geschichte der Menschheit zurück als angenommen: Von einem wundersamen Hirsch ist immer wieder in verschiedenen Kulturen berichtet worden. Zum erstenmal tauchte solch ein Hirsch in indisch-buddhistischen Quellen aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. auf.

Auch der römische Heerführer Placidus trug im 1. Jahrhundert n.Chr. zur Legendenbildung bei. Ihm, den als wilden Jäger beschriebenen Krieger, begegnete gleichfalls ein wundersamer Hirsch. Daraufhin versagte er den Dienst an der Waffe, ließ sich als Christ taufen und wurde als Eustachius heiliggesprochen.

Erst 500 Jahre später, nach den in Fragmenten erhalten gebliebenen Aufzeichnungen eines Klosterbruders, traf der Jagdknappe Hubertus auf einen kruzifixgeschmückten Hirsch. Tief beeindruckt, entsagte er der Jagd und strebte eine kirchliche Karriere an. Als Bischof von Lüttich wurde er nach seinem Tod als Volksheiliger verehrt. 1744 wurde der 3. November als Tag der Jäger unter dem Patronat des Heiligen Hubertus eingeführt.

Früher als die Jäger - im 12. Jahrhundert - hat die „Genootschaft van de Beinslagers“ in Belgien den Heiligen Hubertus als ihren Schutzpatron ausgewählt. Das war die Bruderschaft der Schlächter und Metzger.

siehe auch