Johanniterkommende Wiesenfeld

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Im 13. Jahrhundert entstanden die ehemalige Johanniterkommende Wiesenfeld - erstmals 1238 urkundlich erwähnt - und die Johanniterkirche. Die ehemalige Klosterkirche in Wiesenfeld - eine frühgotische Kirche aus dem 13. Jahrhundert mit stattlichem Wehrturm - bestimmt heute das Bild des Dorfes am Rand des Burgwalds im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Johanniterkommende existiert heute nicht mehr. Sie war die erste Niederlassung der Ordensgemeinschaft der Johanniter auf dem Gebiet des späteren Kurfürstentums Hessen.

Geschichte

Nach der Reformation in Hessen wurde das Klostergut zunächst von den hessischen Landgrafen verpachtet, im Jahr 1755 dann an zehn Hugenottenfamilien (aus der benachbarten Kolonie in Todenhausen (heute ein ein Ortsteil von Wetter im Landkreis Marburg-Biedenkopf) sowie weitere dreizehn Familien in Erbleihe übergeben. Die Kommende wurde aufgelöst.

Der planmäßig angelegte Ortskern mit den Resten des Klosterguts entstand als Hugenotten- und Waldenserkolonie.

Kräutergarten

Neben der Kirche wachsen im Kräutergarten heimische Blumen sowie verschiedene Heil- und Küchenpflanzen. Im Jahr 1990 wurde der Kräutergarten als Garten des Lebens angelegt und verweist auf einen Klostergarten (Wärzegoarde) aus dem Mittelalter.

Heute ist Wiesenfeld ein Ortsteil der Gemeinde Burgwald. Im Zuge der Gebietsreform in Hessen entstand zum 1. Juli 1971 die neue Großgemeinde, der sich am 1. Januar 1974 auch Bottendorf anschloss.

Die Hugenottenstube (Johanniterstr. 5, 35099 Burgwald-Wiesenfeld) beherbergt eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Hugenotten.

siehe auch

Weblinks

Literatur

  • Karl-Hermann Völker (Hrsg.), Wiesenfeld - Johanniterkommende, Hugenotten- und Waldenserkolonie, Industriehof. Eine Dorfgeschichte zur 750-Jahr-Feier in 1988, Frankenberg 1988