Johannes Krabbe Mundensis

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Berühmte Mündener

Johannes Krabbe Mundensis

Trug seine Heimatliebe im Namen: Johannes Krabbe Mundensis. Repro: nh

Die Mathematik und die Sterne hatten es ihm angetan - und seine Heimatstadt Münden: Johannes Krabbe legte sich den Beinamen „Mundensis“ zu, um seine Verbundheit mit der Dreiflüssestadt noch zu bekunden, als er längst nicht mehr dort wohnte.

1553 in Münden geboren zog es ihn später an die Universitäten. Die Lateinschule in Münden hatte er vorsorglich besucht: Universitätssprache war Latein. Krabbe wird Landvermesser und Kartenzeichner, kartiert beispielsweise den Solling. Er entwirft und baut Astrolabien und schreibt Bücher über Astronomie. Er ist ein Gelehrter in einer Zeit, als die Wissenschaft und das Sterndeuten noch eng miteinander verknüpft sind. So provoziert seine kritische Vorhersage für das Jahr 1607 eine heftige Auseinandersetzung zwischen der Stadt Braunschweig und dem Herzog.

Krabbe diente gleich drei Herzögen am Hofe zu Wolfenbüttel: 1585 siedelt Krabbe nach Wolfenbüttel, wo Herzog Julius ihn zum Geometer beruft. 1592 wird er Leib- und Kammerdiener von Herzog Heinrich Julius. Nach dessen Tod dient er Friedrich Ulrich.