Johann Christian Ruhl

Aus Regiowiki
Version vom 16. Januar 2015, 17:26 Uhr von Sbeutner (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Johann Christian Ruhl (*15. Dezember 1764 in Kassel, †1842 in Kassel) war Bildhauer, Illustrator und Architekt in Kassel.

Leben und Wirken

Er studierte Bildhauerei bei dem Hofbildhauer Samuel Nahl und wurde Hofbildhauer und Professor an der Akademie der bildenden Künste in Kassel.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts arbeitete Johann Christian Ruhl gemeinsam mit Karl Heinrich Schwarzkopf als Modelleur für die Porzellanmanufaktur Fürstenberg in Fürstenberg an der Weser. Dort schuf er unter anderem die Büsten Königs Jérôme von Westfalen und seiner Ehefrau Katharina von Württemberg aus Biskuitporzellan. Danach durfte er den Titel „Sculpteur du Roi“ tragen.

Ruhls am Fuße der Wilhelmshöher Allee (Königsstraße 1 / Ecke Friedrichsstraße) erworbene, von Heinrich Christoph Jussow entworfene Villa war ein beliebter Treffpunkt für die Künstler und Meinungsmacher der Zeit. Hier verkehrten unter anderem die Brüder Grimm und die romantischen Schriftsteller Clemens und Bettina Brentano sowie Achim von Arnim.

Familie

Johann Christian Ruhl war eines von acht Kindern von Johannes Ruhl und Martha Cathrina Dilling.

Seine Söhne hatten ebenfalls künstlerisches Talent und Geschick und gelangten in ihren Berufen zu Ruhm und Ehre: Der älteste Sohn war der Maler und Akademiedirektor Ludwig Sigismund Ruhl. Zu Bekanntheit brachte es auch sein zweiter Sohn Julius Eugen Ruhl, ebenfalls Architekt und erster Direktor der kurhessischen Staatsbahn.

Weblinks

Kurfürstentum Hessen

Kurfürstentum Hessen| Kurprinz-Mitregent Wilhelm| Kurfürst Wilhelm II.| Kurfürstin Auguste| Gräfin von Schaumburg| Julius Eugen Ruhl| Ernst Koch| Friedrich-Wilhelm-Nordbahn| Preußen| Altstädter Friedhof| Johann Christian Ruhl|