Jüdischer Friedhof in Hofgeismar: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Jahre [[1695]] erwarb die jüdischen Gemeinde "auf dem Schanzen“ vor dem [[Sälber Tor]] (in der Nähe des [[Kantor Rohde - Park in Hofgeismar|Kantor Rohde - Parks]] und der heutigen Kreisklinik) ein Grundstück für einen Friedhof.  
 
Im Jahre [[1695]] erwarb die jüdischen Gemeinde "auf dem Schanzen“ vor dem [[Sälber Tor]] (in der Nähe des [[Kantor Rohde - Park in Hofgeismar|Kantor Rohde - Parks]] und der heutigen Kreisklinik) ein Grundstück für einen Friedhof.  
  
Auf dem Friedhof waren nach einem Verzeichnis von 1937 etwa 300 Gräber vorhanden, der älteste Grabstein stammte damals aus dem Jahre [[1737]]. Gerüchten zufolge wurde auf Veranlassung des damaligen Bürgermeisters in der NS-Zeit ein Teil der Grabsteine zur Ausmauerung des ehemaligen Wippeteichs verwendet. Nach Angaben der Hofgeismarerin [[Julia Drinnenberg]] wollten die Nationalsozialisten den Friedhof komplett abreißen, um das Gelände landwirtschaftlich zu nutzen. Dies schafften sie nie, vereinzelte Gräber seien aber abgerissen worden.
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Auf dem Friedhof waren nach einem Verzeichnis von 1937 etwa 300 Gräber vorhanden, der älteste Grabstein stammte damals aus dem Jahre [[1737]]. Auf Veranlassung des damaligen Bürgermeisters wurden in der NS-Zeit ein Teil der Grabsteine zur Ausmauerung des ehemaligen Wippeteichs verwendet <ref>[http://www.alemannia-judaica.de/hofgeismar_friedhof.htm Informationen auf www.alemannia-judaica.de]</ref>. Nach Angaben der Hofgeismarerin [[Julia Drinnenberg]] wollten die Nationalsozialisten den Friedhof komplett abreißen, um das Gelände landwirtschaftlich zu nutzen. Dies schafften sie nie, vereinzelte Gräber seien aber abgerissen worden.
  
 
Ein weiterer jüdischer Friedhof im Stadtgebiet befindet sich im Stadtteil [[Hümme]] Er wurde dort im Jahre 1853 angelegt.
 
Ein weiterer jüdischer Friedhof im Stadtgebiet befindet sich im Stadtteil [[Hümme]] Er wurde dort im Jahre 1853 angelegt.

Aktuelle Version vom 28. August 2013, 00:44 Uhr

Hofgeismar-JüdischerFriedhof.JPG

Ein jüdischer Friedhof entstand in Hofgeismar ab dem Ende des 17. Jahrhunderts.

Im Jahre 1695 erwarb die jüdischen Gemeinde "auf dem Schanzen“ vor dem Sälber Tor (in der Nähe des Kantor Rohde - Parks und der heutigen Kreisklinik) ein Grundstück für einen Friedhof.

Auf dem Friedhof waren nach einem Verzeichnis von 1937 etwa 300 Gräber vorhanden, der älteste Grabstein stammte damals aus dem Jahre 1737. Auf Veranlassung des damaligen Bürgermeisters wurden in der NS-Zeit ein Teil der Grabsteine zur Ausmauerung des ehemaligen Wippeteichs verwendet [1]. Nach Angaben der Hofgeismarerin Julia Drinnenberg wollten die Nationalsozialisten den Friedhof komplett abreißen, um das Gelände landwirtschaftlich zu nutzen. Dies schafften sie nie, vereinzelte Gräber seien aber abgerissen worden.

Ein weiterer jüdischer Friedhof im Stadtgebiet befindet sich im Stadtteil Hümme Er wurde dort im Jahre 1853 angelegt.

Gedenkstein am jüdischen Friedhof

An die Störung der Grabesruhe zur Zeit der Nationalsozialisten erinnert ein Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof in Hofgeismar mit den Namen der Verstorbenen, deren Grabsteine seinerzeit entfernt wurden. Der Gedenkstein entstand nach einer Idee von Julia Drinnenberg und wurde im August 2013 enthüllt. [2]

Jüdische Gemeinde in Hofgeismar

Eine jüdische Gemeinde in Hofgeismar ist in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts belegt, die im Jahre 1764 im Bereich Petriplatz/ Loggenhagen eine Synagoge errichtete. Einzelne Stadtbewohner jüdischen Glaubens wurden bereits 1470 in Hofgeismar urkundlich erwähnt. Sie gehörten zunächst zur Gesamtgemeinde aller Juden in der Landgrafschaft Hessen-Kassel. Im Jahre 1783 gehörten der Hofgeismarer jüdischen Gemeinde 107 Gemeindemitglieder an, ihre Zahl stieg bis zum Jahre 1861 auf 219 Personen.

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Informationen auf www.alemannia-judaica.de
  2. HNA-online vom 23.8.2013: Neuer Gedenkstein am jüdischen Friedhof in Hofgeismar wurde enthüllt - Tafel erinnert an Gräber

Weblinks