Hohenzollernviertel

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Heute bekannt als "Vorderer Westen", hat das Hohenzollernviertel seinen Namen von der ehem. Hohenzollernstraße, der heutigen Friedrich-Ebert-Straße.

Es waren die „feinen Leute“, die seit den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts im Hohenzollernviertel, dem heutigen Vorderen Westen, wohnten. Einige waren der Enge der Altstadt entflohen, andere investierten hier Teile ihres Vermögens, um in repräsentativen, im Stil der Gründerzeit errichteten Gebäuden in angenehmer Umgebung unter ihresgleichen zu leben.

Hier gab es wenig Gewerbe, schon gar keine Industrie – man wohnte ungestört in großen, hellen Wohnungen. Möglich gemacht hatte das der Kasseler Unternehmer Sigmund Aschrott, der landwirtschaftlich genutzte Flächen der Wehlheider Landwirte im Westen der Stadt erworben hatte, um sie für die Bebauung zu erschließen.

Obwohl auch dieses Stadtviertel von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges nicht ganz verschont blieb, hat es sich seinen Charme erhalten. Es ist noch immer geprägt von jener großzügigen Architektur, die von jeher schon die Menschen anzog. Noch heute gilt der Vordere Westen als bevorzugte Wohngegend.

Quelle

  • Uwe Feldner: Stadt-LEXIKON - (Fast) alles über KASSEL, erschienen im Herkules Verlag