Hofgeismar - Würfelturmsage: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Würfelturm''' war einer der Wachtürme der alten Stadt [[Hofgeismar]].  An ihn erinnert im heutigen Stadtbild nur eine mäßig gelungene Nachbildung in der Nähe der Würfelturm-Grundschule.  
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Der '''Würfelturm''' war einer der Wachtürme der alten Stadt [[Hofgeismar]] im [[Landkreis Kassel]].  An ihn erinnert im heutigen Stadtbild nur eine Nachbildung in der Nähe der Würfelturm-Grundschule. Um den Turm rankt sich eine Sage.
  
 
== Die Würfelturm-Sage ==
 
== Die Würfelturm-Sage ==
=== Wo Würfel eine Stadt retteten ===
 
  
Die Sage, die sich um den Würfelturm rankt, führt in das Jahr 1401 und die monatelange Belagerung der ehemals [[Erzbistum Mainz|mainzischen]] Stadt durch Hessen und Braunschweig:
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Die Sage, die sich um den Würfelturm rankt, führt in das Jahr [[1401]] und die monatelange Belagerung der ehemals [[Erzbistum Mainz|mainzischen]] Stadt durch Hessen und Braunschweig:
  
''Seinerzeit wurde bei Fritzlar [[Herzog Friedrich I. von Braunschweig-Lüneburg|Herzog Friedrich I. von Braunschweig]] ermordet und der verdächtige Haupttäter, [[Friedrich von Hertingshausen]] flüchtete nach [[Hofgeismar]]. Sowohl der damalige Landgraf Hermann von Hessen als auch die Braunschweiger Herzöge versuchten ihn zu fassen und belagerten die Stadt.''  
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''Seinerzeit wurde bei Fritzlar [[Herzog Friedrich I. von Braunschweig-Lüneburg|Herzog Friedrich I. von Braunschweig]] ermordet und der verdächtige Haupttäter, [[Friedrich von Hertingshausen]] flüchtete nach [[Hofgeismar]]. Sowohl der damalige Landgraf Hermann von Hessen als auch die Braunschweiger Herzöge versuchten ihn zu fassen und belagerten die Stadt. Bald war alles Essbare bei den Eingeschlossen und bei den Belagerern aufgebraucht und „Schmalhans war Küchenmeister“.  Letztlich entschloss man sich um die Stadt zu würfeln. Der Abgesandte der Belagerer hatte den ersten Wurf und würfelte mit seinen drei Würfeln 17 Augen. Daraufhin brach großer Jubel vor den Stadttoren aus. Der Hofgeismarer Abgesandte dachte bei sich „bange machen gilt nicht“, würfelte bedächtig und warf 18 Augen. Wie vereinbart, mussten die Belagerer daraufhin abziehen und die Stadt war gerettet.''
  
''Bald war alles Essbare bei den Eingeschlossen und bei den Belagerern aufgebraucht und „Schmalhans war Küchenmeister“.  Letztlich entschloss man sich um die Stadt zu würfeln. Der Abgesandte der Belagerer hatte den ersten Wurf und würfelte mit seinen drei Würfeln 17 Augen. Daraufhin brach großer Jubel vor den Stadttoren aus. Der Hofgeismarer Abgesandte dachte bei sich „bange machen gilt nicht“, würfelte bedächtig und warf 18 Augen.''
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== Würfelturmspiel ==
 
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Ein Würfelturm in Miniatur, 18,5 Zentimeter hoch, mit rotem Deckel, dazu ein Würfel und knapp drei Dutzend Holzdübel als Spielsteine, das sind die Bestandteile des „Hofgeismarer Würfelturmspiels“. Würfelturm und Würfelturmsage standen Pate für das Spiel, das sich der [[Hofgeismar]]er Unternehmer und Ideenlieferant Tony Prchal ausgedacht hat.
''Wie vereinbart, mussten die Belagerer daraufhin abziehen und die Stadt war gerettet.''
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=== Literatur und Quelle ===
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* [[Heinrich Rohde]], Weserwellen und Diemelgrand - Geschichten und Sagen aus dem Gebiete der oberen Weser, der Diemel und der Esse, 5. Auflage aus Anlaß seines 50. Todestages, herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Micha Röhring, Hofgeismar 1995, S. 18 ff.
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== Das Würfelturm-Denkmal ==
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=== Ein Glückswurf rettete einst die Stadt ===
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Ein Glückswurf rettete einst die Stadt Hofgeismar. Mit einem genialen Wurf rettete 1401 ein Hofgeismarer die Stadt vor Belagerern. Mit drei Würfeln erzielte er 18 Punkte, nachdem ein Soldat zuvor 17 gewürfelt hatte. Ein Denkmal in der Marktstraße erinnert an das denkwürdige Ereignis, das von der Künstlerin [[Karin Bohrmann-Roth]] geschaffen wurde. Am 11. August 2012 wurde es eingeweiht.
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=== Würfelturmsage in Bronze ===
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<small>[http://www.hna.de/nachrichten/kreis-kassel/hofgeismar/wuerfelturmsage-bronze-2453805.html Auszug aus einem Artikel in HNA-online vom 9.8.2012]</small>
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[[Hofgeismar]]. Wohl jeder in Hofgeismar wird schon einmal etwas über die Würfelturmsage gehört haben. Jene Begebenheit aus dem Jahr 1401, als Hofgeismar monatelang belagert wurde und die Eingeschlossenen aus Not um ihre Stadt würfelten. Nachdem ein Gesandter der Belagerer mit drei Würfeln 17 Augen erzielt hatte, sah man die Stadt bereits als verloren an. Doch kaum zu glauben: Der Hofgeismarer schaffte das Wunder und würfelte 18.
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Nun wird ein Denkmal in der Marktstraße an dieses Ereignis erinnern. ... 40000 Euro mussten aufgebracht werden, um das Denkmal mit den beiden lebensgroßen Figuren zu schaffen. Vom Heimat- und Verkehrsverein Hofgeismar sowie dem örtlichen Geschichtsverein bei der [[Grebenstein]]er Künstlerin [[Karin Bohrmann]] in Auftrag gegeben, wurden die Kosten komplett über Spenden abgedeckt.
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Eingebunden in die Einweihung sind die [[Hessische Würfelmeisterschaften|hessischen Würfelmeisterschaften]]. Mit etwas Glück wartet auf den Sieger der stolze Betrag von 10000 Euro. In den Vorjahren, so sagte der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, Wilfried Eckart, seien zwar etliche Spieler in die Endrunde gekommen, doch habe es dort keiner geschafft, 18 Augen zu würfeln. ... ''(kil)''
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== siehe auch ==
 
== siehe auch ==
[[Datei:HofgeismarWuerfelspielDenkmal.jpg|thumb|right|200px|Denkmal in der Hofgeismarer Marktstrasse]]
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[[Datei:HofgeismarWuerfelspielDenkmal.jpg|thumb|right|300px|Denkmal in der Hofgeismarer Marktstrasse]]  
 
* [[Kaiserkreuz in Kleinenglis]]
 
* [[Kaiserkreuz in Kleinenglis]]
* [[Hofgeismar - Würfelspiel-Denkmal in der Marktstraße|Würfelspiel-Denkmal in der Marktstraße]]
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* [[Würfelspiel-Denkmal]]
 
* [[Hofgeismar]]
 
* [[Hofgeismar]]
  
== Würfelturmspiel ==
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== Literatur und Quellen ==
Ein Würfelturm in Miniatur, 18,5 Zentimeter hoch, mit rotem Deckel, dazu ein Würfel und knapp drei Dutzend Holzdübel als Spielsteine, das  sind die Bestandteile des „Hofgeismarer Würfelturmspiels“. Würfelturm und Würfelturmsage standen Pate für das Spiel, das sich der [[Hofgeismar]]er Unternehmer und Ideenlieferant Tony Prchal ausgedacht hat.
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* [[Heinrich Rohde]], Weserwellen und Diemelgrand - Geschichten und Sagen aus dem Gebiete der oberen Weser, der Diemel und der Esse, 5. Auflage aus Anlaß seines 50. Todestages, herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Micha Röhring, Hofgeismar 1995, S. 18 ff.
 
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Aktuelle Version vom 9. November 2014, 18:12 Uhr

Nachbildung des Würfelturms

Der Würfelturm war einer der Wachtürme der alten Stadt Hofgeismar im Landkreis Kassel. An ihn erinnert im heutigen Stadtbild nur eine Nachbildung in der Nähe der Würfelturm-Grundschule. Um den Turm rankt sich eine Sage.

Die Würfelturm-Sage

Die Sage, die sich um den Würfelturm rankt, führt in das Jahr 1401 und die monatelange Belagerung der ehemals mainzischen Stadt durch Hessen und Braunschweig:

Seinerzeit wurde bei Fritzlar Herzog Friedrich I. von Braunschweig ermordet und der verdächtige Haupttäter, Friedrich von Hertingshausen flüchtete nach Hofgeismar. Sowohl der damalige Landgraf Hermann von Hessen als auch die Braunschweiger Herzöge versuchten ihn zu fassen und belagerten die Stadt. Bald war alles Essbare bei den Eingeschlossen und bei den Belagerern aufgebraucht und „Schmalhans war Küchenmeister“. Letztlich entschloss man sich um die Stadt zu würfeln. Der Abgesandte der Belagerer hatte den ersten Wurf und würfelte mit seinen drei Würfeln 17 Augen. Daraufhin brach großer Jubel vor den Stadttoren aus. Der Hofgeismarer Abgesandte dachte bei sich „bange machen gilt nicht“, würfelte bedächtig und warf 18 Augen. Wie vereinbart, mussten die Belagerer daraufhin abziehen und die Stadt war gerettet.

Würfelturmspiel

Ein Würfelturm in Miniatur, 18,5 Zentimeter hoch, mit rotem Deckel, dazu ein Würfel und knapp drei Dutzend Holzdübel als Spielsteine, das sind die Bestandteile des „Hofgeismarer Würfelturmspiels“. Würfelturm und Würfelturmsage standen Pate für das Spiel, das sich der Hofgeismarer Unternehmer und Ideenlieferant Tony Prchal ausgedacht hat.

siehe auch

Denkmal in der Hofgeismarer Marktstrasse

Literatur und Quellen

  • Heinrich Rohde, Weserwellen und Diemelgrand - Geschichten und Sagen aus dem Gebiete der oberen Weser, der Diemel und der Esse, 5. Auflage aus Anlaß seines 50. Todestages, herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Micha Röhring, Hofgeismar 1995, S. 18 ff.