Hofgeismar – Kirche St. Peter

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Katholische Pfarrkirche "St. Peter" - Hofgeismar

Die katholische Kirche St. Peter in Hofgeismar (auch: „St. Petri - Kirche“) wurde im neugotischen Stil von dem Architekten Georg Carl Wilhelm Kegel entworfen und am damaligen Stadteingang „Kasseler Tor“ in den Jahren 1897 und 1898 errichtet.

Geschichte

Die katholische Gemeindeseelsorge in der seit der Reformation stark evangelisch geprägten Stadt Hofgeismar begann in nennenswertem Unfang wieder im Jahre 1892. Der Bau der katholischen St.-Petri-Kirche schloß sich 1897/ 98 an, nachdem sich die zunächst eingerichtete Kapelle in einem Haus an der Niedermeiser Straße als zu klein erwiesen hatte. Zuvor waren im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in der Altstädter Kirche bereits monatliche Gottesdienste für die katholischen Angehörigen der Garnison und einige Zivilpersonen gehalten worden.

Der Architekt der St. Petri - Kirche, Regierungsbaumeister Kegel entwarf 24 katholische Kirchen und Kapellen im Gebiet des Bistums Fulda sowie zahlreiche Profanbauten. Er bevorzugte neugotische und neuromanische Elemente, aber auch Formen aus der Renaissance. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören die beiden großen katholischen Pfarrkirchen St. Marien (genannt: Rosenkranzkirche) und St. Familia in Kassel.

Der Grundstein für die St. Petri-Kirche wurde am 27. Mai 1897 (am Fest "Christi Himmelfahrt") gelegt und bereits am Pfingstsonntag des Jahres 1898 konnte die Kirche geweiht werden. Die Kirche wurde dem heiligen Apostel Petrus geweiht und damit auch an die ehemalige „Petrikirche“ in Hofgeismar erinnert, die über Jahrhunderte hinweg im Bereich des heutigen Petriplatzes gestanden hatte.

Das katholische Pfarrhaus an der Dragnonerstraße kam 1906 hinzu.

Die ursprüngliche Inneneinrichtung der heutigen Pfarrkirche ist nach einer umfassenden Restaurierung des Bauwerks in den 1970-er Jahren bis heute zu einem Großteil erhalten.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Zahl der katholischen Bevölkerung durch den Zuzug vieler Flüchtlinge – besonders aus dem sog. Sudetenland (Tschechien) – in Hofgeismar stark an, im ehemaligen Kreisgebiet auf etwa 22.000 Gläubige im Jahre 1948. Im Jahre 1959 kam mit der Kirche St. Marien eine weitere katholische Kirche in Hofgeismar hinzu.

Literatur

  • Joseph Weber, Entwicklung der katholischen Gemeinden im Kreis Hofgeismar, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1968, S. 44 ff.

siehe auch

Katholische Pfarrkirche "St. Peter" - Hofgeismar

Weblinks