Hessisch Lichtenau

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Hessisch Lichtenau
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Werra-Meißner-Kreis
Höhe: 387
Fläche: 105,87 qkm
Einwohner: 13.290 (31.12.2004)
Postleitzahl: 37230 - 37235
Vorwahl: 05602
Kfz-Kennzeichen: ESW
Gemeindeschlüssel: 06 6 36 006
Adresse der
Stadtverwaltung:
Landgrafenstr. 52
37235 Hessisch Lichtenau
Website: www.hessisch-lichtenau.de
Bürgermeister: Jürgen Herwig (SPD)

Hessisch Lichtenau ist eine Kleinstadt im Werra-Meißner-Kreis mit etwa 13.300 Einwohnern.

Stadtteile

> Informationen zu den Stadtteilen

Sehenswürdigkeiten

  • Das geschlossene Fachwerkensemble der Innenstadt,
  • Die gotische Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert in der Landgrafenstraße,
  • das Rathaus mit dem städtischen Wahrzeichen am Giebel - dem Löwen und der Laterne - (1665),
  • die Marienkapelle aus den Jahren 1370 bis 1410 (1889 und 1981 renoviert),
  • der Junkerhof, der einstige Burgsitz der Herren von Meysebug.

Geografie

Hessisch Lichtenau liegt auf der Wasserscheide zwischen Fulda und Werra am Hohen Meißner im östlichen Nordhessen.

Durch die Stadt fließt die Losse, die oberhalb der Kernstadt entspringt.

Geschichte

Nach der Trennung von der Landgrafschaft Thüringen legte Landgraf Heinrich I. von Hessen an der alten Handelsstraße ("Leipziger Straße"), die Thüringen und Hessen verband, und der "Sälzerstraße", auf der das Salz von Sooden transportiert wurde, eine neue Stadt an, die auch die Grenzfestung Reichenbach entlasten sollte. Die Stadt entstand durch Zusammenlegung mehrerer kleiner Orte und wurde erstmals am 25. März 1289 urkundlich erwähnt. Sie hatte zwei Hauptstraßen, die Mittelstraße, die Obertor und Untertor verband und eine Ringstraße.

Im 16. Jahrhundert wurde auch Lichtenau protestantisch. Johannes Feige, 1482 in Lichtenau geboren, gestorben am 20. März 1543 in Kassel, war maßgeblich an der Einführung der Reformation in Hessen durch Landgraf Philipp I. beteiligt, ebenso an der Errichtung der Universität Marburg, deren 1. Kurator er war.

Unter dem Dreißigjährigen Krieg hat die Stadt sehr gelitten. Sie wurde am Osterdienstag des Jahres 1637 erobert und 84 Wohnhäuser, das Rathaus und alle öffentlichen und kirchlichen Gebäude in Brand gesteckt.

Kirchen

Evangelische Kirche

Pfarrgemeinde Christkönig Hessisch-Lichtenau

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Zahl der Katholiken in Hessisch Lichtenau durch die Ansiedlung zahlreicher Heimatvertriebener aus dem Sudentenland und Schlesien auf etwa 2.400 an. Die Seelsorge übernahmen Salesianerpatres aus Kassel-Bettenhausen. Zunächst wurden die Gottesdienste in der evangelischen Kirche gehalten. Danach stand das Augusta-Viktoria-Haus, dann der Saal des „Grünen Baums" zur Verfügung. Auf mehreren Dörfern wurde regelmäßig in evangelischen Kirchen oder Sälen die Messe gefeiert. Bei aller guten Hilfe und Unterstützung, eigene Kirchengebäude wurden erforderlich. Die Kapelle "Maria Hilfe der Christen" in Fürstenhagen war 1949 ein erster Schritt. 1952 wurde dann ein Grundstück in Hessisch Lichtenau erworben und durch die finanzielle und bauplanerische Unterstützung des Bonifatiuswerkes wurde der Bau der Christkönigkirche ermöglicht, die am 15. August 1954 durch den damaligen Fuldaer Bischof Adolf Bolte geweiht wurde.

- siehe auch Christkönig Hessisch-Lichtenau -

Radwandern

Der Lossetalradweg: Die Gesamtlänge des Lossetalradweges beträgt 33 km.

Er führt vom Auestadion in Kassel über Kaufungen, Helsa, Eschenstruth, Fürstenhagen bis nach Hessisch Lichtenau. Eine Strecke, die mit dem Fahrrad leicht zu bewältigen ist.

Herkules - Wartburg - Radweg:

Durch Hessisch Lichtenau verläuft auch der Herkules-Wartburg-Radweg von Kassel nach Eisenach, der in einem Rundkurs von 215 km auch durch die Fluss- und Tallandschaften von Losse, Wehre und Werra und in die Landschaft am Hohen Meißner führt.

Verkehrsanbindung

Rundwanderweg

Mit der westlich gelegenen Großstadt Kassel ist Hessisch Lichtenau auch mit einer Eisenbahnstrecke (Regiotram) von Kassel über Kaufungen und Helsa nach Hessisch Lichtenau (Lossetalbahn) verbunden.

Wandertipps

siehe auch

Weblinks

siehe auch:
Kreiskarte


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WappenWerraMeißner.jpg

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