Hesseburg

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Wo sich heute die Tillyschanze bei der Stadt Hann. Münden am Osthang des Reinhardswalds erhebt, stand einst die Hesseburg.

Von hier bietet sich nicht nur ein beeindruckender Blick auf die Stadt Hann. Münden sondern auch über die Höhenzüge des Reinhardswalds, des Kaufunger Walds und des Bramwalds.

Geschichte

In der Tat, die Anlage der Tillyschanze wurde seinerzeit an einem historischem Ort erbaut. Schon 1305 interessierte sich der hessische Landgraf Heinrich für diesen Bergvorsprung.

Als er den damals bis an Münden heranreichenden Reinhardswald in Besitz nahm, hatte er nichts Eiligeres zu tun, als über dieser braunschweigischen Stadt, deren Stapelrecht ihm ein Dorn im Auge war, wohl am Ort der heutigen Tillyschanze die Hesseburg anzulegen. Das gab auf der anderen Seite der Grenze erheblichen Ärger.

Um den Streit nicht eskalieren zu lassen, traf sich 1306 in Fulda der braunschweigische Herzog Albrecht II. mit dem hessischen Landgrafen. Beide verhandelten in Gegenwart des Königs. Beschlossen wurde, die Hesseburg innerhalb von 14 Tagen wieder abzureißen. Dies geschah wohl auch. Geblieben ist der mächtige Graben, der noch heute um die Aussichtsanlage herumläuft.

Nicht richtig ist jedoch, dass sich Fürsten und Könige auf der Hesseburg getroffen haben. Davon ist nirgends etwas überliefert. Auch war sie für solche Treffen nicht der passende Ort, da sie in der sehr kurzen Zeit ihres Bestandes über ein Anfangsstadium nicht hinausgekommen sein kann. Eine repräsentative Burg hätte auch nicht innerhalb von 14 Tagen abgerissen werden können.

Helmut Saehrendt, Kassel

siehe auch

Weblinks