Helmarshausen

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Das ehemals eigenständige Städtchen Helmarshausen ist mit etwa 1.800 Einwohnern heute ein Ortsteil der Stadt Bad Karlshafen.

Ein attraktives Ausflugsziel in Helmarshausen ist die Burgruine der Krukenburg.

Geschichte

Burgruine Krukenburg

Ortsgeschichte

Urkundlich wird Helmarshausen bereits im Jahre 944 erwähnt. Stadtrechte erhält der Ort ab 1254.

Eine ausführliche Ortsgeschichte findet sich auf den Seiten des Heimatvereins.

Eco Pfad Archäologie Helmarshausen

Der "Eco Pfad Archäologie Helmarshausen" führt interessierte Besucherinnen und Besucher von Helmarshausen auch zum Gelände des ehemaligen Klosters Helmarshausen und zur Krukenburg.

Die Krukenburg

Die Krukenburg wurde im Jahre 1215 als Befestigungsanlage mit Ringmauer, Bergfried und Wohngebäuden auf dem Krukenberg errichtet. Sie diente dem Schutz einer schon zu Beginn des 12. Jahrhunderts errichteten Bergkirche sowie des damaligen Klosters Helmarshausen. Bei der heute noch vorhandenen Ruine der Krukenburgkirche handelte es sich ursprünglich um einen Nachbau der Grabeskirche von Jerusalem.

Von dem bis heute erhaltenen Bergfried der Krukenburg, der im Jahre 1968 zum Aussichtsturm ausgebaut wurde, überblickt man das Diemeltal und den Reinhardswald bis hin zum Solling.

Das ehemalige Kloster Helmarshausen

Kloster Helmarshausen

Das ehemalige Kloster Helmwardeshusen wurde im Jahr 997 gegründet und erhielt den Status einer freien Reichsabtei.

Aus dem ehemaligem Benediktinerkloster in Helmarshausen stammen bedeutende Kunstwerke, etwa das Evangeliar Heinrichs des Löwen aus dem Jahr 1173.

Bereits im Jahre 987 hatte Graf Eckhard von Reinhausen den Benediktinern einen befestigten Hof an der Diemel zur Errichtung eines Klosters übertragen und 1011 konnte die Abteikirche des Klosters von Bischof Meinwerk von Paderborn eingeweiht werden. Erste Ausgrabungen in den Jahren 1965 und 1966 brachten Erkenntnisse von der genauen Lage der im Laufe der Jahrhunderte verschwundenen Kirche.

Nachdem das Kloster Helmarshausen im Zuge der Reformation 1538 aufgelöst worden war, diente die Klosteranlage offenbar als bequemer "Steinbruch". Auch die Krukenburg verlor ihre Bedeutung und verfiel.

Die Grundmauern der Klosterkirche sind inzwischen wieder rekonstruiert. Und mit der Ausstellung "Buchmalerei im Mittelalter" und einer Faksimilie-Ausgabe des Evangeliars Heinrichs des Löwen erinnert das Heimatmuseum in Helmarshausen an die bedeutetende Epoche des Klosters in Helmarshausen.

Literatur

  • Hermann Schmidt, Die Abteikirche des Benediktinerklosters Helmarshausen, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1968, S. 30 ff.
  • Bücherliste des Heimatvereins

Jubiläumsjahr 2007

Nach einer Pressemitteilung in der HNA – Ausgabe Hofgeismar vom 11.9.2007 wandern sechs Helmarshäuser im Jubliäumsjahr 2007 in Mönchsgewändern von Köln in die Klosterburgstadt und erinnern damit an das Helmarshäuser Doppeljubliäum: Im Jahr 1107 erhielt nicht nur das ehemalige Benediktiner-Kloster die Gebeine des Heiligen Modoald von Trier. Im selben Jahr kam auch der Mönch Rogerus von Köln nach Helmarshausen und wurde hier als Künstler und Autor einer lateinischen Schrift über die Kunsthandwerkstechniken des Mittelalters bekannt.

Übernachtungsmöglichkeiten

Hotels/ Gasthäuser

> Überblick auf www.bad-karlshafen.de

Jugendherberge Helmarshausen

Die Jugendherberge Helmarshausen liegt etwa 1000 Meter vom Ortskern des Bad Karlshafener Ortsteils Helmarshausen entfernt.

siehe auch

Landgraf-Carl-Kanal bei Helmarshausen

Weblinks

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