Helmarshausen: Unterschied zwischen den Versionen

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* Hermann Schmidt, Die Abteikirche des Benediktinerklosters Helmarshausen, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1968, S. 30 ff.
 
* Hermann Schmidt, Die Abteikirche des Benediktinerklosters Helmarshausen, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1968, S. 30 ff.
 
* [http://www.heimatverein-helmarshausen.de/buecher.htm Bücherliste des Heimatvereins]
 
* [http://www.heimatverein-helmarshausen.de/buecher.htm Bücherliste des Heimatvereins]
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* Thilo F. Warnecke, Der Eco Pfad Archäologie Helmarshausen - Spurensuche in Nordhessen - in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2007, S. 100 ff.
  
 
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=== Eisenbahngeschichte ===
 
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Als ''[[Carlsbahn]]'' wurde die am 30. März 1848 eröffnete und am 27. September 1966 stillgelegte Eisenbahnstrecke zwischen dem heutigen [[Hofgeismar|Hofgeismarer]] Stadtteil [[Hümme]] und [[Bad Karlshafen]] bezeichnet.
 
Als ''[[Carlsbahn]]'' wurde die am 30. März 1848 eröffnete und am 27. September 1966 stillgelegte Eisenbahnstrecke zwischen dem heutigen [[Hofgeismar|Hofgeismarer]] Stadtteil [[Hümme]] und [[Bad Karlshafen]] bezeichnet.

Version vom 5. November 2007, 00:47 Uhr

Kirche Helmarshausen.jpg
Die Kirche in Helmarshausen

Das ehemals eigenständige Städtchen Helmarshausen ist mit etwa 1.800 Einwohnern heute ein Ortsteil der Stadt Bad Karlshafen.

Geografie

Helmarshausen liegt im Landkreis Kassel nahe dem Länderdreieck Hessen - Nordrhein-Westfalen - Niedersachsen.

Geschichte

Der Chorraum der Kirche
Die Krukenburg

Ortsgeschichte

Urkundlich wird Helmarshausen bereits im Jahre 944 erwähnt. Stadtrechte erhält der Ort ab 1254.

Die Stadtkirche in Helmarshausen – in unmittelbarer Nähe der ehem. Klosterkirche – stammt vermutlich aus dem 10. Jahrhundert. Basis und Kapitell des Taufsteins stammen aus der früheren Klosterkirche, deren Grundrisse wieder sichtbar und begehbar gemacht worden sind. Berühmt war das ehemalige Kloster in Helmarshausen insbesondere für seine Buchmalereien (u. a. Evangeliar Heinrich des Löwen aus dem 12. Jahrhundert).

Eine ausführliche Ortsgeschichte findet sich auf den Seiten des Heimatvereins.

Eco Pfad Archäologie Helmarshausen

Der "Eco Pfad Archäologie Helmarshausen" führt interessierte Besucherinnen und Besucher von Helmarshausen auch zum Gelände des ehemaligen Klosters Helmarshausen und zur Krukenburg.

Die Krukenburg

Die Krukenburg wurde im Jahre 1215 als Befestigungsanlage mit Ringmauer, Bergfried und Wohngebäuden auf dem Krukenberg errichtet. Sie diente dem Schutz einer schon zu Beginn des 12. Jahrhunderts errichteten Bergkirche sowie des damaligen Klosters Helmarshausen. Bei der heute noch vorhandenen Ruine der Krukenburgkirche handelte es sich ursprünglich um einen Nachbau der Grabeskirche von Jerusalem.

Von dem bis heute erhaltenen Bergfried der Krukenburg, der im Jahre 1968 zum Aussichtsturm ausgebaut wurde, überblickt man das Diemeltal und den Reinhardswald bis hin zum Solling.

Das ehemalige Kloster Helmarshausen

Das Evangeliar Heinrichs des Löwen (Faksimile)

Das ehemalige Kloster Helmwardeshusen wurde im Jahr 997 gegründet und erhielt den Status einer freien Reichsabtei.

Aus dem ehemaligem Benediktinerkloster in Helmarshausen stammen bedeutende Kunstwerke, etwa das Evangeliar Heinrichs des Löwen aus dem Jahr 1173.

Bereits im Jahre 987 hatte Graf Eckhard von Reinhausen den Benediktinern einen befestigten Hof an der Diemel zur Errichtung eines Klosters übertragen und 1011 konnte die Abteikirche des Klosters von Bischof Meinwerk von Paderborn eingeweiht werden. Erste Ausgrabungen in den Jahren 1965 und 1966 brachten Erkenntnisse von der genauen Lage.

Nachdem das Kloster Helmarshausen im Zuge der Reformation 1538 aufgelöst worden war, diente die Klosteranlage offenbar als bequemer "Steinbruch". Auch die Krukenburg verlor ihre Bedeutung und verfiel.

Die Grundmauern der ehemaligen Klosterkirche sind inzwischen wieder rekonstruiert. Und mit der Ausstellung "Buchmalerei im Mittelalter" und einer Faksimilie-Ausgabe des Evangeliars Heinrichs des Löwen erinnert das Heimatmuseum in Helmarshausen an die bedeutetende Epoche des Klosters in Helmarshausen.

Jubiläumsjahr 2007

Nach einer Pressemitteilung in der HNA – Ausgabe Hofgeismar vom 24.9.2007 wanderten sechs Helmarshäuser im Jubliäumsjahr 2007 in Mönchsgewändern von Köln in die Klosterburgstadt und erinnerten damit an das Helmarshäuser Doppeljubliäum: Im Jahr 1107 erhielt nicht nur das ehemalige Benediktiner-Kloster die Gebeine des Heiligen Modoald von Trier. Im selben Jahr kam auch der Mönch Rogerus von Köln nach Helmarshausen und wurde hier als Künstler und Autor einer lateinischen Schrift über die Kunsthandwerkstechniken des Mittelalters bekannt.

Literatur

  • Hermann Schmidt, Die Abteikirche des Benediktinerklosters Helmarshausen, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1968, S. 30 ff.
  • Bücherliste des Heimatvereins
  • Thilo F. Warnecke, Der Eco Pfad Archäologie Helmarshausen - Spurensuche in Nordhessen - in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2007, S. 100 ff.
Der Streckenverlauf der Carlsbahn

Eisenbahngeschichte

Als Carlsbahn wurde die am 30. März 1848 eröffnete und am 27. September 1966 stillgelegte Eisenbahnstrecke zwischen dem heutigen Hofgeismarer Stadtteil Hümme und Bad Karlshafen bezeichnet.

Nachdem sich der von Landgraf Karl von Hessen-Kassel geplante Bau einer Wasserstraße von Kassel nach Karlshafen (Landgraf-Carl-Kanal) nicht realisieren ließ, wurde gut ein Jahrhundert später eine Güterverbindung von Kassel nach Karlshafen auf dem Lande geschaffen.

Die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn führte von Kassel bis zum Hofgeismarer Stadtteil Hümme. Von dort verlief eine weitere Teilstrecke, die Carlsbahn bis nach Karlshafen, wobei der Streckenverlauf der Carlsbahn fast genau dem Verlauf des Landgraf-Carl-Kanals folgte.

Märchen und Mythen

Märchen und Mythen aus vergangener Zeit ranken sich um manche historische Stätte in der Umgebung des Reinhardswalds. So ist etwa die Namensgeberin der Burg Trendelburg - nur wenige Kilometer südlich von Helmarshausen gelegen - in der Märchenwelt die Riesin „Trendula“. Der Sage nach wurde sie von einem Blitz auf freiem Feld erschlagen, nachdem sie ihren Schwestern Saba und Brama stark zugesetzt hatte. Alle drei sollen von der Burg des Riesen Kruko, der Krukenburg stammen.

Radwandern

Dem Flußlauf der Diemel folgt der Diemel-Radweg mit Start in Willingen über Usseln, Diemelsee, Marsberg, Diemelstadt, Warburg und ab hier durch den Altkreis Hofgeismar von Liebenau über Trendelburg bis nach Karlshafen.

Die dazugehörende Internetseite zählt die Sehenswürdigkeiten an der Diemel auf.

Sehenswürdigkeiten

Ein attraktives Ausflugsziel in Helmarshausen ist die Burgruine der Krukenburg.

Übernachtungsmöglichkeiten

Hotels/ Gasthäuser

Jugendherberge Helmarshausen

Die Jugendherberge Helmarshausen liegt etwa 1000 Meter vom Ortskern entfernt.

siehe auch

Landgraf-Carl-Kanal bei Helmarshausen

Weblinks



Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

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